Veröffentlichung: 06. September 2026
GWD Minden und der TuSEM Essen trennen sich im ersten Heimspiel der Saison 2026/27 mit 34:34 (17:17). Nach einem schwierigen Start kämpften sich die Dankerser noch vor der Halbzeit zurück in die Partie und gingen nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich mit drei Toren in Führung. Essen fand jedoch zurück ins Spiel und erzielte mit dem letzten Angriff den Ausgleich, sodass sich beide Mannschaften die Punkte teilen.
GWD Minden startet mit Staar, Metzner, Weber, Antanavicius, Korte, Astrup und Semisch in die Partie. Dabei konnte Neuzugang Antonio Metzner direkt seinen ersten Treffer vor heimischer Kulisse feiern und zum 1:1 ausgleichen. Auch Malte Semisch knüpfte direkt zu Beginn an seine Leistung aus Leipzig an und sorgte mit einer wichtigen Doppelparade für ein Ausrufezeichen. Trotz dessen erwischte allerdings Essen die bessere Anfangsphase. Mit einer starken Angriffseffektivität und einer wachen Abwehr stellte der TuSEM die Mindener vor Probleme, während sich die Dankerser zu viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Angriff leisteten. So konnten sich die Gäste zunächst auf 2:4 absetzen. Auch im weiteren Verlauf blieb Essen vor allem in der Offensive effektiv, während sich die Dankerser immer wieder an der robusten und hart deckenden Abwehr der Gäste festliefen. Zu viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Angriff sorgten dafür, dass nur wenig Spielfluss entstand. Gleichzeitig gelang es Essen immer wieder, Durchbrüche zu finden und Anspiele an den Kreis zu bringen, da die Grün-Weißen in der Abwehr zu viele Lücken ließen. Die Dankerser liefen dadurch in den ersten 15 Minuten durchgängig einem Ein-Tore-Rückstand hinterher. Als Antonio Metzner in der 14. Minute eine Zeitstrafe erhielt, nutzte Essen die Überzahl und baute den Vorsprung auf drei Tore zum 8:11 aus. Aaron Ziercke reagierte darauf mit einer Auszeit, doch auch danach fand Minden zunächst nur schwer Lösungen gegen die Essener Abwehr. Immer wieder scheiterten die Dankerser an Diedrich, der in den ersten 20 Minuten eine Quote von 50 Prozent vorweisen konnte. Essen agierte weiterhin clever im Angriff und hielt Minden auf Abstand, sodass die Gäste in der 20. Minute mit 9:13 führten.
Ab der 22. Minute schlug dann schließlich das Momentum auf die Dankerser um. Ein Doppelschlag von Hempel und ein Steal von Max Staar brachten Minden wieder heran. Zudem holten die Mindener eine Zwei-Minuten-Strafe heraus und kämpften sich in der 25. Minute auf 14:15 heran. Vor allem die Umstellung auf eine offensive Abwehr zeigte nun ihre Wirkung, denn der TuSEM fand deutlich schwieriger zu Lösungen im Angriff und machte vermehrt technische Fehler. Aus dem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand entwickelte sich so wieder eine Partie auf Augenhöhe. Kurz vor der Halbzeit war es schließlich Hempel, der den wichtigen Ausgleich zum 17:17 erzielte. Vier Sekunden vor dem Pausenpfiff setzte Malte Semisch mit einer wichtigen Siebenmeterparade noch einmal ein Ausrufezeichen. Damit belohnten sich die Dankerser für ihre Aufholjagd und gingen mit einem 17:17 in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel erwischte GWD den besseren Start. Durch eine wache Abwehr und Ballgewinne konnten sich die Dankerser diesmal mit Tempo-Toren belohnen und legten direkt einen 3:0-Lauf hin zum 20:17 hin. Essen reagierte darauf bereits nach nicht einmal vier gespielten Minuten mit der zweiten Auszeit. Die starke Mindener Abwehr sorgte zunächst dafür, dass Essen nur schwer zu Lösungen kam, doch nach und nach fanden die Gäste vor allem mit dem siebten Feldspieler wieder besser ins Spiel und kämpften sich heran. Damit deutete sich bereits früh an, dass alles auf einen Krimi in den Schlussminuten hinauslaufen würde. Die Dankerser liefen sich ab Mitte der zweiten Halbzeit wieder häufiger an der Abwehr fest und scheiterten immer wieder an Knaack. Trotzdem konnte GWD die Gäste stets mit ein bis zwei Toren auf Abstand halten. Daran änderten auch die Zwei-Minuten-Strafen gegen Hempel und Sajenev nichts. In der 53. Minute schaffte Essen schließlich den Ausgleich. Minden ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen: Hempel und Kranzmann erzielten in der Crunchtime wichtige Treffer zum 30:29 und 31:30. Doch auch die Gäste fanden immer eine Antwort und sorgten dafür, dass 30 Sekunden vor Spielende ein Unentschieden auf der Anzeigetafel stand. In dieser entscheidenden Phase behielt wieder Morten Hempel die Nerven und verwandelte den Siebenmeter zum 34:33. Zwanzig Sekunden standen Essen im Angriff noch zur Verfügung. Und diesen spielten die Gäste perfekt aus: Durch das Anspiel von Mart an Kreisläufer Schley fiel der Ausgleich zum 34:34. Nach 60 Minuten stand damit ein 34:34 auf der Anzeigetafel.
Stimmen zum Spiel:
Aaron Ziercke: „Ich fand nicht, dass wir bereit waren, den TuSEM in der Abwehr entscheidend zu stören. Wir haben keine guten Entscheidungen getroffen und mussten es dann über das Sieben gegen Sechs und die offensive Abwehr lösen. Darüber waren wir dann eigentlich emotional da und gehen zwischenzeitlich sogar mit drei Toren in Führung. Der TuSEM hat aber weiter an sich geglaubt und sehr, sehr gut gespielt. Dazu haben sie das Torwartduell für sich entschieden. Deshalb war der Punkt für den TuSEM am Ende verdient. Wir müssen in Zukunft eine andere Bereitschaft und Körpersprache zeigen und von Beginn an mehr Spielfluss in unser Spiel bekommen.“
Kenji Hövels: „Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Die ersten 20 Minuten waren das Beste, was ich bisher von meiner Mannschaft gesehen habe. In der zweiten Halbzeit kommen wir dann extrem schlecht ins Spiel, finden aber über unsere Angriffseffektivität zurück in die Partie. Gerade im Sieben gegen Sechs kommen wir auf eine Angriffseffektivität von 80 Prozent und zeigen dort eine enorme Qualität. Mit dieser jungen Mannschaft hier in Minden den Punkt zu holen, macht mich sehr, sehr stolz.“
Torschützen GWD: Morten Hempel (7), Max Staar (6), Ian Weber (4), Karolis Antanavičius (4), Daniel Astrup Pedersen (3), Florian Kranzmann (3), Mats Korte (3), Antonio Metzner (2), Philipp Vorlicek-Michalczik (2)
Im Tor: Malte Semisch (mit 8 Paraden) & Tibor Ivanisevic (mit 1 Parade)
Torschützen Gegner: Nicholas Schley (5), Felix Mart (5), Tim Mast (4), Nils Homscheid (4), Felix Göttler (4), Valentin Willner (4), Felix Eißing (4), Oskar Kostuj (2), Alexander Schoss (1) Max Neuhaus (1)
Im Tor: Finn Knaack (mit 4 Paraden) & Lukas Diedrich (mit 10 Paraden)
Zeitstrafen: Daniel Astrup (4.), Valentin Willner (6.), Tom Wolf (6.), Antonio Metzner (15.), Alexander Schoss (24.), Morten Hempel (45.), Mika Sajenev (48.)
Spielfilm: 2:4 (5.), 4:6 (10.), 8:10 (15.), 9:13 (20.), 14:15 (25.), 17:17 (30.), 20:17 (35.), 23:20 (40.), 25:24 (45.), 29:27 (50.), 30:29 (55.), 34:34 (60.)
Schiedsrichter: Fabian Friedel & Rick Herrmann
Zuschauer: 2.687
TV: Die Wiederholung der Partie GWD Minden – TuSEM Essen könnt ihr hier bei Dyn sehen.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
© GWD Minden – ls
Alle BeiträgeSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen