GWD Minden unterliegt in Leipzig
GWD Minden unterliegt in Leipzig

Veröffentlichung: 31. August 2026

GWD Minden liefert sich zum Saisonauftakt einen echten Handball-Krimi gegen den SC DHfK Leipzig. Nach einem schwierigen Start kämpften sich die Dankerser mehrfach zurück in die Partie und gingen zwischenzeitlich sogar in Führung. In einer dramatischen Schlussphase entschied Leipzig das Spiel schließlich mit dem letzten Angriff und gewann mit 24:23 (11:12).

GWD Minden startete mit Korte, Antanavicius, Weber, Metzner, Sterba, Astrup und Semisch in das erste Spiel der Saison 2026/27. Es versprach von Beginn an ein packendes Duell zu werden, denn beide Mannschaften gehen mit klaren Aufstiegsambitionen in die neue Spielzeit. Und genau das sollte sich auch auf der Platte zeigen. Semisch konnte direkt den ersten Leipziger Angriff parieren. Auf der Gegenseite fand Ian Weber mit dem ersten Angriff Astrup am Kreis, doch auch Suljakovic war sofort zur Stelle. Antanavicius erzielte schließlich in der dritten Minute das erste Tor zum 1:1.

Immer wieder scheiterten die Mindener an Suljakovic oder leisteten sich technische Fehler, während Leipzig seine Angriffe geduldig ausspielte und sich so in der fünften Minute auf 3:1 absetzen konnte. Auch in der Folge tat sich Minden im Angriff schwer. Zu häufig rannten sich die Dankerser fest und mussten schwierige Distanzwürfe nehmen, die Suljakovic parierte. Gleichzeitig bekam GWD die Leipziger Rückraumspieler nicht in den Griff, die für Durchbrüche in der Abwehr sorgten. Ein wichtiger Ballgewinn von Metzner brachte Minden schließlich zurück ins Spiel: Im Tempogegenstoß erzielte er in der achten Minute den Anschlusstreffer zum 4:3.

Auch nach der ersten Auszeit von Aaron Ziercke in der 10. Minute blieb Suljakovic ein entscheidender Faktor. Astrup scheiterte frei am Kreis bereits zum wiederholten Mal am Leipziger Schlussmann. Doch auch auf der anderen Seite hielt Semisch GWD mit wichtigen Paraden im Spiel. Ian Weber erarbeitete zudem eine wichtige Zeitstrafe, die Minden zur Aufholjagd nutzte.

Die Angriffe wurden klüger ausgespielt und die Abwehr stand kompakter. In der 13. Minute fiel der Ausgleich zum 5:5, kurz darauf brachte Hempel Jensen GWD erstmals mit 5:6 in Führung. Dabei blieb es weiterhin ein Duell der Torhüter auf beiden Seiten. Leipzig konnte sich nach einigen Fehlwürfen der Dankerser bis zur 22. Minute auf 10:7 absetzen. Doch wie schon zuvor ließ sich Minden davon nicht aus dem Konzept bringen: Die Grün-Weißen kämpfte sich mit starken Rückraumwürfen von Vorlicek-Michalczik und Morten Hempel erneut zurück, sodass Minden nach einem 3:0-Lauf mit einer 11:12-Führung in die Halbzeitpause ging.

Der SC DHfK Leipzig erwischte den besseren Start in den zweiten Durchgang, der insbesondere für GWD Minden torarm verlief. Leipzig nutzte die Schwächephase und setzte sich bis zur 36. Minute auf 16:13 ab. Suljakovic hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Paraden gesammelt.

Doch wieder kämpften sich die Grün-Weißen zurück. Hempel Jensen und Antanavicius erzielten mit Distanztreffern den 17:17-Ausgleich. In der 42. Minute brachte Max Staar GWD durch einen schnellen Treffer wieder mit 17:18 in Führung. Minden verteidigte nun konsequent und bekam insbesondere das Kreisläuferspiel der Gastgeber besser in den Griff. Auch die zweite Welle konnte GWD zunehmend unterbinden. Zwischen der 45. und 50. Minute fiel auf beiden Seiten jeweils nur ein Treffer.

In der Schlussphase blieb die Partie völlig offen. Hempel Jensen traf in der 56. Minute aus dem Rückraum zur 21:22-Führung. Semisch verhinderte kurz darauf mit einer wichtigen Parade die Leipziger Führung, sodass es weiter 22:22 stand. Antanavicius brachte Minden in der 59. Minute erneut in Führung, doch Franz Semper glich im direkten Gegenzug aus. Anschließend scheiterte Antanavicius aus schwierigem Winkel an Suljakovic, wodurch Leipzig die letzte Angriffsminute gehörte.

Sechs Sekunden vor Schluss traf Semper per Schlagwurf zur 24:23-Führung. Ziercke reagierte mit einer Auszeit, doch GWD blieben nur noch zwei Sekunden. Hempel versuchte es von der Mittellinie, doch Suljakovic parierte. Damit entschied Leipzig das Duell mit 24:23 für sich und ließ GWD trotz einer starken kämpferischen Leistung ohne Punkte zurück.

 

Stimmen zum Spiel:

Malte Semisch: „Es tut richtig weh und ist unglaublich bitter. Wir liefern uns einen offenen Schlagabtausch und schaffen es nicht, den Sack zuzumachen. Wir haben gute Chancen, verwerfen aber zu viel und haben zu wenig Tempospiel gezeigt. Gerade in der engen Schlussphase wären einfache Tore Gold wert gewesen. Es gibt eine Menge, woran wir arbeiten müssen. Wir müssen auf jeden Fall noch eine Schippe drauflegen.“

Torschützen GWD: Hempel Jensen (6), Antanavičius (5), Vorlicek-Michalczik (4), Korte (2), Staar (1), Astrup Pedersen (1), Weber (1), Metzner (1), Štěrba (1)

Im Tor:  Malte Semisch (mit 17 Paraden) & Tibor Ivanisevic

 

Torschützen Gegner: Schroven (5), Peter (4), Hinriksson (4), Binder (2), Rogan (2), Koschek (2), Klíma (2), Semper (2)

Im Tor: Anadin Suljakovic (mit 17 Paraden) & Tomas Mrkva

 

Zeitstrafen: Luka Rogan (12.), Moritz Preuss (47.)

 

Spielfilm: 3:1 (5.), 5:3 (10.), 5:6 (15.), 8:7 (20.), 10:9 (25.), 12:11 (30.), 13:12 (35.), 17:15 (40.), 19:20 (45.), 20:21 (50.), 21:21 (55.), 24:23 (60.)

 

Schiedsrichter: Markus Kauth & Andre Kolb

 

Zuschauer: 3531

 

TV: Die Wiederholung der Partie SC DHfK Leipzig – GWD Minden könnt ihr hier bei Dyn sehen.

 

© GWD Minden – ls

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