Veröffentlichung: 16. Oktober 2026
In einer intensiven Partie feiert GWD Minden gegen den Tabellenzweiten aus Hagen einen 32:28-Erfolg (Halbzeitstand 15:14). Nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand in der ersten Halbzeit kämpfen sich die Grün-Weißen dank einer starken Abwehrleistung und eines überragenden Semisch zurück, ehe sie sich in einer umkämpften Schlussphase entscheidend absetzen.
GWD Minden startete mit Korte, Weber, Antanavicius, Metzner, Staar, Sajenev und Ivanisevic in die Partie. Die Anfangsphase verlief torarm, erst in der vierten Minute erzielte Antanavicius den ersten Treffer für die Dankerser. Nach sieben Minuten stand es 3:3, ehe GWD in Unterzahl geriet und offensiv die Lösungen fehlten. Hagen nutzte diese Phase konsequent aus und setzte sich mit einem 2:0-Lauf auf 3:5 ab. Immer wieder liefen sich die Dankerser in der Hagener Abwehr fest. Und auch vom Siebenmeterstrich blieb GWD erfolglos. Defensiv bekam Minden zudem die Anspiele an den Kreis gegen das Sieben-gegen-sechs der Gäste nicht in den Griff. Immer wieder fand der Ball den Weg zu Pena, der entweder selbst traf oder einen Siebenmeter herausholte. Beim Stand von 3:6 griff Richardsson in der 13. Minute zur ersten Auszeit. Doch Hagen blieb zunächst spielbestimmend und baute den Vorsprung auf 3:7 aus.
Ab der 17. Minute fanden die Dankerser zunehmend besser in die Partie. Nach einem Ballgewinn von Max Staar verkürzte Weber mit einem Treffer ins leere Tor auf 6:9. Ein weiterer Ballgewinn brachte zusätzliche Energie ins Spiel der Grün-Weißen, woraufhin Hagen nach dem 2:0-Lauf der Mindener zur Auszeit griff. Zwar gelang es GWD zunächst nicht, den Rückstand weiter zu verkürzen, doch auch die Gastgeber ließen vom Siebenmeterstrich zwei Chancen ungenutzt. Ab der 22. Minute kippte das Momentum zunehmend zugunsten der Dankerser: Mit mehr Beinarbeit, gegenseitiger Unterstützung und großer Leidenschaft in der Abwehr zwangen sie Hagen häufiger zu Abschlüssen aus der Distanz, die Semisch entschärfte. Zwischen der 22. und 26. Minute gelangen den Gästen lediglich zwei Treffer. In der Schlussphase belohnte sich GWD schließlich für den hohen defensiven Aufwand: Staar erzielte in der 28. Minute den 14:14-Ausgleich, kurz darauf kassierte Hagen die erste Zeitstrafe der Partie. Eine Minute vor der Halbzeit brachte Sajenev die Dankerser erstmals in Führung. Mit einer deutlichen Steigerung in der Abwehr und einem starken Semisch, der bis zur Pause eine Paradenquote von 40 Prozent verzeichnete, gingen die Grün-Weißen mit einer 15:14-Führung in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung hart umkämpft und war vor allem ein Duell der Torhüter: Kranzmann verpasste vom Siebenmeterstrich die Chance, den Vorsprung auf zwei Tore auszubauen. Auf der Gegenseite scheiterte Israel ebenfalls vom Punkt an Semisch. In der 34. Minute musste GWD zudem einen weiteren Rückschlag hinnehmen, als Antanavicius die Rote Karte sah. Hagen kam weiterhin über die Anspiele an den Kreis zu Abschlüssen und ging in der 43. Minute erneut mit zwei Toren in Führung. Wie bereits im ersten Durchgang bewies GWD Moral und kämpfte sich zurück. Mit einem sehenswerten Kempa von Staar auf Korte erspielten sich die Dankerser die 22:21-Führung. Zwischen der 42. und 48. Minute gelang Hagen lediglich ein Treffer, was vor allem an einem überragenden Semisch lag, der mit wichtigen Paraden weiterhin den Rückhalt für die Grün-Weißen bildete. In den Schlussminuten konnten die Dankerser sich erstmals absetzen und sicherten sich am Ende einen verdienten 32:28-Heimerfolg.
Stimmen zum Spiel:
Erlingur Richardsson: „Hagen ist sehr gut gestartet. Ich bin daher sehr glücklich darüber, wie wir uns zurückgekämpft haben und mit einem Tor Vorsprung in die Halbzeit gehen. Es ist sehr hart, gegen Hagen zu spielen, da sie sehr viel Druck machen. Vor allem in der Abwehr haben wir überwiegend gut verteidigt.“
Pavel Prokopec: „Glückwunsch an Minden zum Sieg. Ich bin sehr enttäuscht. Wir hatten in der ersten Halbzeit sieben technische Fehler, das ist zu viel. In der zweiten Halbzeit schaffen wir es nicht, die Fehler abzustellen, und lassen zu viele gut herausgespielte Chancen liegen. Insgesamt vergeben wir elf Chancen.“
Torschützen GWD: Lasse Franz (6), Ian Weber (6), Mats Korte (5), Morten Hempel Jensen (3), Mika Laurin Sajenev (3), Antonio Metzner (2), Daniel Astrup Pedersen (2), Max Staar (2), Jakub Sterba (2), Karolis Antanavičius (1).
Im Tor: Malte Semisch (mit 11 Paraden) & Tibor Ivanisevic
Torschützen Hagen: Pouya Norouzinezhad (7), Pierre Busch (6), Juan de la Peña (3), Benedikt Israel (2), Niklas Henry Pfalzer (2), Philip Jungemann (2), Jan von Boenigk (2), Linus Kutz (1), Dustin Kraus (1), Josip Jukic (1), Luca Richter (1).
Im Tor: Jonas Wilde (mit 5 Paraden) & Pascal Bochmann (mit 5 Paraden)
Zeitstrafen: Karolis Antanavicius (7.), Alexander Weck (22.), Niklas Henry Pfalzer (28.), Karolis Antanavicius (34. Rote Karte), Philip Jungemann (46.), Daniel Astrup (56.), Philip Jungemann (56.), Niklas Henry Pfalzer (59.)
Spielfilm: 1:2 (5.), 3:6 (10.), 5:8 (15.), 8:11 (20.), 11:12 (25.), 15:14 (30.), 16:15 (35.), 17:18 (40.), 20:20 (45.), 24:24 (50.), 28:25 (55.), 32:28 (60.)
Schiedsrichter: Marvin Cesnik & Jonas Konrad
Zuschauer: 2.477
TV: Die Wiederholung der GWD Minden – VfL Eintracht Hagen könnt ihr hier bei Dyn sehen.
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© GWD Minden – ls
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