Veröffentlichung: 04. Oktober 2026
GWD Minden setzt sich in einer torreichen Partie mit 40:37 (22:21) gegen den Dessau-Roßlauer HV durch. Nach einer soliden ersten Halbzeit machten es die Gäste den Dankersern im zweiten Durchgang noch einmal schwer, doch GWD behielt die Nerven und nutzte die technischen Fehler der Bauhausstädter konsequent aus.
GWD Minden startete mit Kranzmann, Weber, Antanavicius, Metzner, Sajenev, Staar und Semisch in das Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV. Schon in der Anfangsphase mit fünf Toren nach knapp drei Minuten deutete sich an, dass dies eine torreiche Partie werden könnte.
Die Dankerser fanden zunächst schwer ins Spiel und liefen direkt einen 1:3 Rückstand hinterher. Durch eine aggressive Abwehr kamen die Dankerser mehr und mehr ins Spiel und konnten durch schnelle Gegenstöße einfache Treffer erzielen. Nach dem Ausgleich zum 3:3 durch Weber, der dabei auch noch eine Zeitstrafe gegen Valentin Neagu herausholte, brachte Antanavicius GWD in der sechsten Minute erstmals mit 4:3 in Führung. Danach entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Die Bauhausstädter fanden ihre Lösungen vor allem über Rückraumspieler Marcel Nowak und Anspiele an den Kreis. Auf der Gegenseite war es in der Anfangsphase Antanavicius, der in der ersten Viertelstunde bereits fünf Treffer erzielte. In der 15. Minute dann ein kurzer Schock für die Dankerser: Metzner wurde beim Wurf in den Wurfarm gegriffen und musste anschließend in die Kabine. Für Neagu gab es dafür die Rote Karte. Staar rückte daraufhin auf Rückraumrechts. In der anschließenden Unterzahlphase beider Mannschaften konnte GWD sich für die starke Abwehrarbeit belohnen und zwei Ballgewinne erzielen, die jeweils zu Treffern ins leere Tor führten. Mit einem 2:0-Lauf drehten die Dankerser die Partie und gingen in der 16. Minute mit 11:10 in Führung. Nach einer Parade von Semisch erhöhte Kranzmann im Tempogegenstoß auf 13:10 und erzielte damit die erste Drei-Tore-Führung in dieser Partie. Immer wieder erzwangen die Dankerser Ballverluste und kamen dadurch zu einfachen Treffern im Tempospiel. So setzte sich GWD mit einem 4:0-Lauf weiter ab.
GWD schaffte es allerdings nicht, diesen Flow aufrecht zu erhalten. Dessau fand wieder bessere Lösungen im Angriff, insbesondere über die Kreisanspiele und Nowak, sodass diese auf 16:14 verkürzen. Doch die Dankerser ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen: Aus dem Rückraum kam GWD weiterhin zu guten Durchbrüchen, Lasse Franz traf zweimal in Folge und erhöhte auf 19:16. Kurz darauf verhinderte Semisch mit einer Siebenmeterparade, dass Dessau näher rankam. Die Dankerser hatten anschließend sogar die Chance, den Vorsprung wieder auf vier Tore auszubauen. Stattdessen unterlief GWD ein technischer Fehler, den Dessau mit einem Treffer ins leere Tor zum 19:17 bestrafte.
Auf Seiten der Bauhausstädter blieb Marcel Nowak der entscheidende Faktor im Angriff. Der Rückraumrechte hatte zur Halbzeit bereits acht Tore auf seinem Konto und erzielte auch die letzten beiden Treffer der Gäste. GWD ging dadurch nur mit einer knappen 22:21-Führung in die Kabine.
Zur zweiten Halbzeit stand Ivanisevic nun zwischen den Pfosten. Die Dankerser erwischten allerdings keinen guten Start in den zweiten Durchgang. Nach einem Ballverlust nutzte Dessau die Gelegenheit zum schnellen Gegenstoß und erzielte den Ausgleich zum 22:22. In der 33. Minute brachte ein weiterer technischer Fehler die Gäste sogar wieder in Führung. Dessau legte nun immer wieder vor, doch GWD fand die passende Antwort und blieb dran. Dabei bekamen die Bauhausstädter weiterhin immer wieder ihre Lösungen über den Kreis. In den nächsten Minuten stabilisierte sich das Angriffsspiel der Dankerser nach den Unkonzentriertheiten zu Beginn der zweiten Hälfte zunehmend: Antanavicius blieb im Rückraum konsequent, traf zum 31:30 und 33:31 und stellte damit erstmals in der zweiten Hälfte wieder eine Zwei-Tore-Führung her. Kurz darauf bediente Staar Sajenev, der zum 34:32 traf und dabei zusätzlich eine Zeitstrafe herausholte. GWD schaffte es in dieser Phase allerdings nicht, sich weiter abzusetzen. Stattdessen kämpfte sich Dessau auf 35:34 heran. Wieder war es Nowak, der mit seinen Treffern Nummer 33 und 34 die Gäste im Spiel hielt. Doch GWD behielt die Nerven: Mats Korte verwandelte einen Siebenmeter zum 39:36 und stellte fünf Minuten vor dem Ende wieder einen Drei-Tore-Vorsprung her. In der Abwehr erzwangen die Dankerser anschließend ein Stürmerfoul, bevor Weber im Angriff den 40. Treffer erzielte und GWD in der 58. Minute mit vier Toren in Führung brachte. Die Gäste kamen nur noch zu einem weiteren Treffer, sodass GWD die Partie mit 40:37 für sich entschied.
Stimmen zum Spiel:
Erlingur Richardsson: „Wir haben zu Beginn der ersten Halbzeit gut ins Spiel gefunden. Die Abwehr war weitgehend gut. Dessau hat allerdings sehr clever gespielt und gute Lösungen über den Kreis gefunden. Damit hatten wir Probleme. Es war ein hartes Spiel. In den letzten zehn Minuten haben wir eine gute Abwehr gespielt. Wir haben 40 Tore geworfen, darüber bin ich sehr glücklich. Ich finde aber, dass wir im Innenblock zu viele Lücken zugelassen haben.“
Vanja Radić: „Glückwunsch an Minden. Es war eine tolle Atmosphäre, wir haben es genossen, heute hier zu spielen. Wir haben versucht, alles umzusetzen, und uns ist vieles gelungen. Wir haben es aber nicht geschafft, die Achse mit Sajenev zu stoppen, und haben darüber zu viele Tore bekommen. Am Ende hat uns dann auch die Kraft gefehlt. Ich kann mit meiner Mannschaft nur zufrieden sein, wie sie gegen so eine starke Mannschaft gekämpft hat.“
Torschützen GWD: Karolis Antanavičius (10), Mika Laurin Sajenev (7), Florian Kranzmann (6), Lasse Franz (6), Ian Weber (5), Jakub Sterba (3), Max Staar (2) und Mats Korte (1).
Im Tor: Malte Semisch (mit 7 Paraden) & Tibor Ivanisevic (mit 3 Parade)
Torschützen Dessau: Alen Hadzimuhamedovic (11), Marcel Nowak (11), Leon Ciudad Benitez (4), Yannick-Marcos Pust (4), Mika Schüler (3), Mihkel Löpp (2), David Misovych (1) und Simon Sirot (1).
Im Tor: Philip Ambrosius (mit 8 Paraden) & Janik Patzwaldt (mit 3 Paraden)
Zeitstrafen: valentin neagu (5.), Leon Ciudad Benitez (8.), Mika Sajenev (14.), Valentin Neagu (15.), Jakub Sterba (26.), Simon Sirot (36.), Karolis Antanavicius (39.), Alen Hadzimuhamedovic (49.), Marcel Nowak (57.)
Spielfilm: 3:3 (5.), 5:6 (10.), 9:10 (15.), 14:11 (20.), 18:16 (25.), 22:21 (30.), 25:26 (35.), 28:29 (40.), 32:31 (45.), 35:33 (50.), 38:36 (55.), 40:37 (60.)
Schiedsrichter: Felix Henker & Stefan Schirmacher
Zuschauer: 2.533
TV: Die Wiederholung der Partie GWD Minden – Dessau-Roßlauer HV 06 könnt ihr hier bei Dyn sehen.
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© GWD Minden – ls
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