Veröffentlichung: 05. Mai 2026
Vor 30 Jahren machte GWD-Torwart Jens Buhrmester eine bittere Erfahrung: Er bildete damals ein Gespann mit Chrischa Hannawald. Zwar gab es das Bosman-Urteil bereits, doch die Handball-Bundesligisten hatten sich darauf geeinigt, auf freiwilliger Basis weiterhin nur einen Ausländer einzusetzen. GWD setzte sich darüber hinweg und verpflichtete neben Robert Hedin den kroatischen Keeper Vlado Sola. „Damit war ich raus“, blickt er zurück, „für mich war das eine Megaenttäuschung. Es hat mich ein paar Jahre gekostet, bis ich mein altes Leistungsniveau wieder hatte.“
Jens Buhrmester wurde am 10. September 1971 geboren. „In eine typische Hiller Handballfamilie“, wie er schildert, „Mein Bruder war auch Torwart, sein Sohn Björn ist in seinen 15 Jahren bei der HSG Nordhorn weit über meine Fußstapfen hinausgewachsen.“ Jens begann beim TV Sachsenroß, wechselte im zweiten Männerjahr 1992 zu GWD Minden und schickte sich an, zusammen mit Frank von Behren die große Hiller Handballtradition bei Grün-Weiß Dankersen fortzusetzten. Er schaffte es in die 1. Mannschaft, ehe es zu der Sola-Verpflichtung kam. Er erinnert sich: „In den beiden letzten Spielen der Saison hat unser Trainer Jürgen Kloth mich dann wieder eingesetzt mit der Begründung, dass nun wieder er entscheidet, wer spielt. Das war eine sehr schöne Geste von ihm.“
Jens Buhrmester wechselte zum Zweitligisten Eintracht Hagen, nach einem Jahr nahm er ein Angebot der TSG Altenhagen-Heepen an, bei der er bis 2001 blieb. „Da habe ich wieder zu meiner alten Form gefunden“, blickt er zurück. Im Jahr 2001 gab es noch einmal Kontakt zu GWD Minden, das einen Gespannpartner für Jörg-Uwe Lütt suchte: „Aber die nahmen dann Malik Besirevic.“ Jens Burhmester wechselte zum TuS N-Lübbecke, mit dem er in die Bundesliga auf- und wieder abstieg. Danach spielte er von 2003 bis 2008 bei der HSG Nordhemmern/Mindenerwald. „Eine fantastische Zeit“, schildert er, „ich hatte viel mit jungen Spielern zu tun und konnte mein Wissen an sie weitergeben.“ Anschließen kehrte er zum TV Sachsenroß Hille zurück. Dort ist er heute als hauptamtlicher Kassierer tätig: „Es wurde jemand gesucht, der sich mit Finanzbuchhaltung auskennt. Ich mache das gerne, versuche, meinem Heimatverein zu helfen, so gut es geht.“
Im Zivilberuf ist Jens Buhrmester Diplomkaufmann, hat zunächst mehrere Jahre bei Melitta gearbeitet und ist nun seit zwölf Jahren bei Wago beschäftigt: „Das sind zwar beides GWD-Sponsoren, aber meine zivilberufliche Laufbahn und meine sportliche sind immer unabhängig voneinander verlaufen.“
Auf GWD Minden blickt der 54-Jährige noch immer mit Neugier: „Ich bin aber nicht mehr oft in der Halle, kümmere mit halt um meine Familie und um den TV Sachsenroß. Das mit der Kampa-Halle habe ich natürlich genau verfolgt, und das war ja alles eher suboptimal. Es ist gut für GWD, dass man jetzt wieder in Minden spielt, wo man sich heimisch fühlt. Es wäre traurig, wenn GWD wieder absteigen würde. Nach dem Erfolg beim TBV Lemgo wird es jetzt Zeit für den ersten Sieg in der renovierten Kampa-Halle gegen den Bergischen HC.“
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