GWD unterliegt in Flensburg
GWD unterliegt in Flensburg

Veröffentlichung: 27. März 2026

Trotz engagierter Leistung muss sich GWD Minden gegen Flensburg mit 35:31 (22:16) geschlagen geben. Die Dankerser hielten über weite Strecken Anschluss und stellten die Gäste insbesondere in der zweiten Halbzeit vor Probleme. Letztlich verhinderten jedoch zu viele technische Fehler ein engeres Ergebnis, sodass sich am Ende die Qualität und Konsequenz der Flensburger durchsetzte.

GWD Minden startete mit Semisch, Korte, Weck, Weber, Vorlíček, Staar und Bergner in die Partie. Der Beginn war auf beiden Seiten von Fehlern geprägt: Beide Teams leisteten sich einige Ballverluste, sodass  Vorlicek erst in der dritten Minute die 1:0-Führung erzielte. Grgic glich im Gegenzug direkt aus. Malte Semisch erzielte außerdem direkt seine erste Parade im Siebenmeter Duell gegen Emil Jakobsen. Nach einem unglücklichen Treffer gegen den Kehlkopf muste dieser allerdings vom Feld und wurde von Tibor Ivanisevic abgelöst. In einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase entwickelte sich ein temporeiches Spiel, doch aus Mindener Sicht schlichen sich im Angriff zu viele Ungenauigkeiten ein. Während die Grün-Weißen mehrfach am Block oder an Benjamin Buric scheiterten, nutzte Flensburg die Ballverluste konsequent und setzte sich über das Tempospiel auf 8:4 ab. Vor allem das Zusammenspiel mit dem Kreis sowie ein treffsicherer Grgic aus dem Rückraum stellte die Mindener Defensive vor große Probleme. Trotz eines zwischenzeitlichen 3:0-Laufs auf 12:9 blieben die Dankerser vor allem aufgrund eigener Fehler im Hintertreffen. Bis zur Pause kämpfte sich Minden zwar mehrfach auf drei Tore heran, kam jedoch nicht näher heran. Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte Emil Jakobsen, der nach einem weiteren technischen Fehler Mindens einen Tempogegenstoß zum 22:16 verwandelte. Insgesamt gelang es in der ersten Halbzeit in der Defensive zu selten, Zugriff zu bekommen und rechtzeitig in den Rückzug zu kommen, während im Angriff zu viele Ballverluste ein besseres Ergebnis zur Pause verhinderten.

Nach dem Seitenwechsel erwischte GWD Minden einen deutlich besseren Start in die zweite Hälfte. Die Grün-Weißen agierten mutig und konsequent im Abschluss, wobei ein Tempogegenstoß nach einem sehenswerten Pass von Tibor Ivanisevic auf Mats Korte in der 34. Minute das 23:19 brachte. Gelang den Dankersern ein Tor, hatten die Schleswig-Holsteiner allerdings fast immer eine schnelle Antwort parat und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Immer wieder fanden die Anspiele ihren Weg zu Johannes Golla, der in der 36. Minute eine makellose Quote von 7/7 Treffern aufwies. Auf Mindener Seite überzeugte weiterhin Mats Korte, der auch vom Siebenmeterpunkt sicher blieb und in der 37. Minute zum 27:21 traf. Gleich mehrere Ballverluste in Serie nutzte Flensburg eiskalt aus und zog durch schnelle Gegenstöße in der 43. Minute auf 32:24 davon, wodurch Minden sich selbst um bessere Chancen brachte. Die Schlussphase gehörte dann noch einmal den Mindenern: In der 51. Minute kämpfte sich die Grün-Weißen wieder auf sechs Tore heran, nachdem Flensburg zwischenzeitlich schon auf acht Treffer davongezogen war. Tibor Ivanisevic zeigte drei Paraden in Folge, während Flensburg zwischenzeitlich fünf Minuten ohne eigenen Treffer blieb. Mats Korte krönte seine starke Leistung mit seinem achten Treffer im achten Versuch zum 34:30. In den letzten Minuten fehlte dann allerdings auch etwas das Glück im Abschluss, Minden scheiterte am Pfosten oder an Torhüter Møller. Den Schlusspunkt setzte schließlich Daniel Astrup Pedersen mit einem weiteren schnellen Treffer zum 35:31-Endstand. Trotz der Niederlage zeigte GWD Minden vor allem in der zweiten Halbzeit eine engagierte Leistung, gab sich zu keinem Zeitpunkt auf und kann die gezeigte Moral sowie die Leistungssteigerung nach der Pause als positives Fazit für die kommenden Aufgaben mitnehmen.

 

Stimmen zum Spiel:

Tibor Ivanisevic: „Ich denke, es war heute mehr drin, aber da sieht man auch den Unterschied in der Erfahrung, die Flensburg hat, und der, die uns noch fehlt. Ich habe nicht das Gefühl, dass Flensburg heute deutlich besser war, denn wir waren die ganze Zeit im Spiel. Wir hatten in der zweiten Halbzeit einige Momente, in denen wir auf drei oder vier Tore herankommen, machen dann aber wieder zu viele Fehler. Trotzdem haben wir gezeigt, dass wir guten Handball spielen können. Wir wissen, dass wir um den Klassenerhalt kämpfen und jeder Punkt in den nächsten Spielen wichtig ist. Wenn wir eine Leistung wie heute bringen, unser Tempo beibehalten und die technischen Fehler reduzieren, kann uns das viel bringen. Ich denke, wir haben die Qualität, um in der Liga zu bleiben.“

 

Torschützen GWD: Mats Korte (8/1), Morten Jensen (4), Philipp Vorlicek (4), Karolis Antanavičius (3), Daniel Astrup Pedersen (3), Ian Weber (3), Niclas Heitkamp (2), Max Staar (2), Alexander Weck (1), Tom Bergner (1)

Im Tor:  Tibor Ivanisevic (mit 12 Paraden) & Malte Semisch (mit 1Parade, davon 1 Siebenmeter)

 

Torschützen Gegner: Johannes Golla (9), Marko Grgic (7), Emil Jakobsen (7/2), Thilo Knutzen (3), Kent Robin Tønnesen (3), Patrick Volz (2), Lasse Møller (2), Aksel Horgen (1), Domen Novak (1)

Im Tor: Benjamin Buric (mit 4 Paraden) & Kevin Møller (mit 2 Paraden)

 

Zeitstrafen: Kent Robin Tønnesen (18.), Blaž Blagotinšek (18.), Daniel Astrup Pedersen (26.), Adin Faljić (53.)

 

Spielfilm: 3:2 (5.), 7:4 (10.), 12:7 (15.), 15:10 (20.), 19:15 (25.), 22:16 (30.), 26:20 (35.), 29:23 (40.), 33:24 (45.), 33:26 (50.), 34:28 (55.), 35:31 (60.)

 

Schiedsrichter: Markus Kauth & Andre Kolb

 

Zuschauer: 6.300

 

TV: Die Wiederholung der Partie SG Flensburg Handewitt – GWD Minden könnt ihr hier bei Dyn sehen.

 

© GWD Minden – ls

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