GWD Minden unterliegt den Rhein-Neckar Löwen
GWD Minden unterliegt den Rhein-Neckar Löwen

Veröffentlichung: 14. Februar 2026

Trotz hartem Kampf müssen sich die Dankerser vor heimischem Publikum gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 28:34 (15:19) geschlagen geben. Die Hausherren präsentierten sich kämpferisch und stellten die Mannheimer über weite Strecken vor Aufgaben. Dennoch setzte sich schlussendlich die Qualität der Mannheimer durch.

GWD Minden startete mit Semisch, Kranzmann, Weck, Weber, Vorlicek, Staar und Bergner in die Partie. Knapp 3.700 Handball-Fans wollten sich die Rückkehr von GWD Minden in die heimische KAMPA-Halle nicht entgehen lassen und sorgten gleich von Beginn an für eine hitzige Stimmung auf den Rängen. Auch auf der Platte ging es sogleich zur Sache: Beide Mannschaften versuchten früh in ihr Tempospiel zu kommen und über Umschaltaktionen schnelle Tore zu erzielen. Die Hausherren stellten mit Weck und Bergner den gewohnt stabilen Innenblock, doch unter anderem Dani Baijens kreierte mit vielen Eins-gegen-eins-Situationen hochkarätige Torchancen für die Gäste. So kam es, dass der Favorit aus Mannheim frühzeitig die Führung übernahm, doch auch die Mindener hatten sich für diesen Abend einiges vorgenommen und hielten mit viel Kampf dagegen. Nach einer knappen Viertelstunde fand Alexander Weck Tom Bergner am Kreis, welcher mit seinem Tor den 6:6-Ausgleich markierte (12.). In der Folge zeigten die Rhein-Neckar Löwen, welche mit Jannik Kohlbacher und David Späth gleich zwei frisch gebackene Vize-Europameister in ihren Reihen haben, ihre Qualitäten und gingen erneut in Front. Die Dankerser erlaubten sich kurz vor der Pause kleinere Unkonzentriertheiten (26.), welche die Gäste eiskalte bestraften und somit ein Halbzeitstand von 15:19 zu Buche stand.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs präsentierten sich die Gäste als spielbestimmende Mannschaft und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Immer wieder nahmen sich die Hausherren Abschlüsse aus dem Rückraum, doch der an diesem Abend gut aufgelegte Späth vernagelte seinen Kasten und stellte so den Angriff der Grün-weißen vor Probleme. Nach einem 3:0-Lauf der Gäste reagierte GWD-Coach Aaron Ziercke mit einer Auszeit und forderte von seiner Mannschaft mehr Bereitschaft in der Abwehr (37.). Die Jungs von der Weser kämpften trotz zwischenzeitlichem Acht-Tore-Rückstand weiter und warfen alles hinein. Auch die Zuschauer auf den Rängen spürten das und honorierten den Kampfgeist der Dankerser lautstark. Die Gastgeber eroberten nun häufiger in der Abwehr den Ball und liefen erfolgreiche Tempogegenstöße, sodass der Rückstand Stück für Stück auf vier Tore schmolz (44.). Auch Mindens Keeper Tibor Ivanisevic kam immer mehr in die Partie und bot seiner Mannschaft einen starken Rückhalt. Zu Beginn der Crunchtime zeigte die Anzeigetafel einen Spielstand von 25:31, sodass sich so etwas wie eine Vorentscheidung anbahnte (55.). Auch in den Schlussminuten kamen die Mindener nicht mehr entscheidend ran, sodass sich beide Teams mit 28:34 trennten.

Stimmen zum Spiel:

Aaron Ziercke: „Das ist ein völlig verdienter Sieg für die Rhein-Neckar Löwen. Sie kamen sehr gut ins Spiel und waren sofort präsent, was bei uns nicht so ganz der Fall war. Die Gäste hatten im ersten Durchgang wenige technische Fehler und waren sehr effektiv im Wurf, sodass wir es nicht geschafft haben sie mehr zu stressen. Gleichzeitig haben sie sehr hoch verteidigt, wodurch wir nicht die Durchschlagskraft hatten. In der zweiten Halbzeit lagen wir dann mit acht Toren hinten, doch die Jungs haben nochmal die Ärmel hochgekrempelt und sind auf zwei rangekommen. Am Ende haben es die Löwen souverän und klar heruntergespielt. Dennoch ist es schön für uns, dass die Löwen ein gutes Spiel brauchten, um hier zu gewinnen. Darüber können wir uns freuen.“

Maik Machulla (RNL): „Ich bin über die zwei Punkte maximal happy. Wir haben uns auf einen harten Kampf eingestellt und das heute als Mannschaft in allen Bereichen hervorragend gelöst. Wir hatten gleich zu Beginn eine gute Energie, kommen gut ins Spiel und lassen den Ball laufen. Minden hat es uns in vielen Bereichen schwer gemacht, sodass wir oft nicht die erste Möglichkeit im Angriff nutzen konnten. Nach unserer Acht-Tore-Führung machen wir ein paar Fehler, sodass die Halle nochmal kommt. Sowas kann auch schiefgehen aber am Ende haben wir verdient gewonnen.“

Torschützen GWD: Philipp Vorlicek (5), Mats Korte (4/1), Tom Bergner (4), Alexander Weck (4), Florian Kranzmann (3/3), Jakub Sterba (3), Ian Weber (2), Max Staar (2), Morten Hempel (1)

Im Tor: Tibor Ivanisevic (mit 11 Paraden, davon 1 Siebenmeter) & Malte Semisch (mit 1 Parade)

Torschützen RNL: Jannik Kohlbacher (10), Haukur Thrastarson (7/1), Gina Steenaerts (5), Edwin Aspenbäck (5), Dani Baijens (4), Tim Nothdurft (2/1), David More (1)

Im Tor: David Späth (mit 12 Paraden) & Mike Jensen

Zeitstrafen: Tom Bergner (5.), Karolis Antanavicius (15.) – Jannik Kohlbacher (15.), Steven Plucnar (19., 33.)

Spielfilm: 2:3 (5.), 5:6 (10.), 8:9 (15.), 11:13 (20.), 13:17 (25.), 15:19 (30.), 17:22 (35.), 19:26 (40.), 22:27 (45.), 23:28 (50.), 25:31 (55.), 28:34 (60.)

Schiedsrichter: Steven Heine & Sascha Standke

Zuschauer: 3.675 (ausverkauft)

TV: Die Wiederholung der Partie GWD Minden – Rhein-Neckar Löwen könnt ihr hier bei Dyn sehen.

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