GWD Minden erkämpft sich einen Punkt im Mühlenkreisderby

Veröffentlichung: 05. April 2025

In einem intensiven Derby mit vielen Zweikämpfen auf beiden Seiten begegneten sich beide Mannschaften über 60 Minuten auf Augenhöhe. GWD Minden schwächte sich in entscheidenden Phasen selbst mit Zeitstrafen, sodass der Tabellenzweite schlussendlich mit einem 31:31 (14:15) Punktgewinn zufrieden sein kann.

Der abstiegsgefährdete TuS N-Lübbecke erwischte in dieser 74. Auflage des Mühlenkreisderbys den besseren Start und ging mit einem 3:0-Lauf sogleich in Führung. Während die roten Teufel in der Offensive ihre Angriffe geduldig vorbereiteten und so Lücken in der grün-weißen Deckung eiskalt ausnutzten, war es auf Mindener Seite Lucas Grabitz, welcher mit einem parierten Siebenmeter und einigen Paraden dafür sorgte, dass der Rückstand nicht frühzeitig zu groß wurde. Bereits nach knapp zehn Minuten nahm GWD-Coach Aaron Ziercke beim Stand von 1:5 seine erste Auszeit und forderte Ruhe sowie mehr Bewerbung im Angriffsspiel seiner Mannschaft (10.). In der Folge gestaltete sich der dankerser Positionsangriff flexibler und auch Alexander Weck nahm sich vermehrt Würfe aus dem Rückraum, welche häufig von Erfolg gekrönt waren (16.). GWD Minden kämpfte sich Angriff für Angriff besser in die Partie und kam schließlich in der 23. Spielminute zum 10:10-Ausgleich (23.). Grundsätzlich begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, sodass man kaum glauben konnte, dass beide Vereine insgesamt 15 Tabellenplätze trennten. Schließlich ging es mit einem Zwischenstand von 14:15 in die Halbzeitpause (30.).

Der zweite Durchgang begann, wie der erste endete: beide Mannschaften investierten viel für ihre Tore, jedoch blieben die Lübbecker vorerst weiter knapp in Front. Gut sechs Zeigerumdrehungen später wendete sich das Blatt jedoch: Nun waren es die Jungs von der Weser, welche während einer Unterzahl der Gäste ihre Chance nutzten und in Führung gingen (36.). TuS-Coach Piotr Przybecki unterbrach diesen 4:0-Lauf der Grün-Weißen mit einer Auszeit und gab seinem Team eine kurze Pause, um sich neu zu ordnen (37.). Zwar blieb GWD Minden auch im Anschluss vorerst weiter in Front, doch nun fanden sich die roten Teufel in der Rolle der Verfolger wieder und ließen den Dankersern durch ihre Anschlusstreffer keine Luft. Nach zwei Paraden von Mindens Kapitän Malte Semisch war GWD Minden hellwach und nutzte die Kontermöglichkeiten, um die Führung mit zwei Toren auszubauen. Der TuS N-Lübbecke stellte zwischenzeitlich auf eine offensivere 3:3-Deckung um, um den Rückraum der Grün-Weißen rund um Ian Weber und Alexander Weck frühzeitig unter Druck zu setzen und so zu Fehlern zu zwingen. Dies gelang zwar nur bedingt, doch die Defensive der Gäste stand kompakt und verteidigte aggressiv nach vorne. In dieser Phase des Spiels musste die Ziercke-Sieben deutlich mehr investieren, um zu Toren zu kommen, als der TuS. Nach einer vergebenen Chance nutzten die Teufel den Gegenstoß zur erneuten 30:31-Führung, doch der Gegenschlag der Mindener ließ nicht lange auf sich warten, sodass sich beide Mannschaften schlussendlich mit einem 31:31-Remis trennten (60.).

Stimmen zum Spiel:

Ian Weber: „Der TuS hat das heute gut gemacht und hat ekelhaft verteidigt. Sie haben uns hoch angenommen und sich dann etwas fallen gelassen, sodass wir zu Würfen ohne Anlauf gezwungen wurden. Das ist nicht unsere Stärke, sodass wir etwas gebraucht haben, um Lösungen zu finden. Wir kommen dann stärker aus der Halbzeit und ab da ist es ein Spiel auf Messerschneide. So ein Spiel kippt dann in die eine oder andere Richtung aber am Ende holen wir dann einen Punkt, was denke ich auch gerecht ist. Trotzdem tut uns natürlich jeder Punktverlust im Aufstiegsrennen weh.“

Lutz Heiny: „Wir sind uns heute treu geblieben, was jeder Einzelne von uns diese Saison nicht zu genüge getan hat. Heute hat jeder gezeigt was er kann und dass wir als Mannschaft viel stärker sind, als wir momentan dastehen. Das Spiel ist nicht mit der Halbzeit zu Ende und Minden baut dann sukzessive Druck auf. Die stehen nicht umsonst da oben und nutzen jede Möglichkeit, die sich ihnen bietet. Die letzten 15 Minuten ist die Partie dann offen, sodass wir uns über den Punkt nicht beschweren können. Ein Sieg wäre natürlich trotzdem schöner gewesen.“

Torschützen GWD: Florian Kranzmann (8/5), Ian Weber (7), Alexander Weck (6), Philipp Vorlicek (5), Adam Nyfjäll (3), Carles Asensio (2)

Im Tor:  Malte Semisch (mit 6 Paraden), Lucas Grabitz (mit 5 Paraden, davon 1 Siebenmeter)

Torschützen TuS: Lutz Heiny (8), Tim Wieling (7/3), Alexander Schulze (5), Benas Petreikis (4), Jo Genz (2), Falk Kolodziej (2), Yannick Dräger (1), Tin Kontrec (1), Tim Kloor (1)

Im Tor: Leon Grabenstein (mit 5 Paraden), Nikolas Katsigiannis (mit 4 Paraden)

Zeitstrafen: Florian Kranzmann (5.), Luka Sebetic (21.), Benedikt Kühn (40.), Max Staar (44.), Carles Asensio (53.) – Alexander Schulze (25.), Lutz Heiny (35.)

Spielfilm: 0:1 (5.), 1:5 (10.), 4:7 (15.), 7:9 (20.), 11:12 (25.), 14:15 (30.), 17:17 (35.), 20:19 (40.), 23:22 (45.), 26:24 (50.), 29:28 (55.), 31:31 (60.)

Schiedsrichter: Fabian Baumgart & Philipp Dinges

Zuschauer: 2.486 (ausverkauft)

TV: Die Wiederholung der Partie GWD Minden – TuS N-Lübbecke könnt ihr hier bei Dyn sehen.

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