Zum Siegen verdammt
Bundesliga | 28. Mai 2015

Mit dem Heimerfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf hat sich der TBV Lemgo im Duell um den letzten Platz am rettenden Ufer wieder Luft verschafft. Zwei Punkte und das deutlich bessere Torverhältnis sprechen im Moment für den Nachbarn aus dem Lipperland. Doch den Kopf in den Sand stecken mag angesichts dieser Konstellation an der Weser im Moment noch niemand. Die Dankerser klammern sich an den berühmten letzten Strohhalm – und der ist rot-grün. Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Klub geht es für GWD-Trainer Frank Carstens um alles. Der SC Magdeburg ist selbst noch im Rennen um die Champions League-Plätze und wird darum am Freitag wohl alles andere als halbherzig auftreten. „Ich hätte auch lieber eine lustlosere Mannschaft als den SCM gehabt“, sagt Mindens Manager Horst Bredemeier auf seine bekannt lockere Art.

Mit dem Erreichen des Pokalfinales und dem aktuell vierten Platz in der DKB Handball-Bundesliga kann man beim Traditionsklub von der Elbe im Moment sicherlich sehr zufrieden sein. „Der SCM hat eine tolle Saison gespielt. Sie sind kreativer und variabler geworden“, sagt auch Frank Carstens über seinen früheren Arbeitgeber. Mit Marco Bezjak müssen die Sachsen-Anhaltiner allerdings auf den kreativsten ihrer Köpfe verzichten. Der Mittelmann hat sich an der linken Handwurzel verletzt und wird für die letzten Spiele ausfallen. Gleiches gilt für Yves Grafenhorst (Schulter) und Andreas Rojewski (Waden- und Knieprobleme).

In den letzten Spielen gaben sich die Magdeburger gegen die GWD-Konkurrenten im Tabellenkeller keine Blöße. Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim (32:24), die HBW Balingen-Weilstetten (32:25) und die SG BBM Bietigheim (37:25) unterlagen recht deutlich. „Die Mannschaft hat eine gute Verteidigung und schaltet dann schnell gemeinsam um. Auf dem Weg nach vorne machen sie dann wirklich viel Druck“, weiß Frank Carstens, was den kommenden Gegner auszeichnet. Verbindungen zwischen dem Traditionsklub aus dem Osten und dem aus dem Westen gibt es inzwischen reichlich. Gerrie Eijlers, Marco Oneto, Moritz Schäpsmeier und Christoph Steinert haben alle das Trikot des SCM getragen bevor es sie nach Ostwestfalen zog.

Mit viel „Leidenschaft und Konzentration“ sind die Grün-Weißen die Aufgabe in den letzten Tagen angegangen. Bis auf die Langzeitverletzten Sören Südmeier, Miladin Kozlina und Aljoscha Schmidt werden alle Spieler einsatzbereit sein. Und auch das Mindener Publikum hat die Bedeutung der Partie am Freitag verinnerlicht. Knapp 3.000 Tickets sind bislang für das letzte Saison-Heimspiel des GWD-Teams verkauft. „Die Zuschauer können das Zünglein an der Waage sein“, freut sich Frank Carstens über die gute Resonanz.

Die Partie wird am Freitag um 19.45 Uhr angepfiffen. Die Tageskasse öffnet bereits um 18.00 Uhr. Bis dahin sind Karten noch bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Das Spiel wird von der Volksbank Mindener Land präsentiert, außerdem stellt sich das Besselgymnasium vor.

Hier das Hallenheft zum Spiel

©  GWD Minden – bra

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