Wir sind zu Gast bei der HSG Wetzlar
Allgemein Bundesliga | 11. Jun 2022

Der Klassenerhalt ist praktisch gesichert, nun soll der Verbleib in der LIQUI MOLY HBL auch rechnerisch klar gemacht werden. Dazu fordert Frank Carstens von seinen Jungs am Sonntag noch einmal eine „seriöse Leistung“ bei der HSG Wetzlar. Anwurf zum letzten Saisonspiel in der Buderus Arena Wetzlar ist um 15:30 Uhr.

Gegner:  Das Team von Ben Matschke, der im vergangenen Sommer nach neun Jahren die Wetzlarer Trainerlegende Kai Wandschneider ablöste, kann getrost als eine der Überraschungsmannschaften der Saison bezeichnet werden. Die HSG, die sich in den letzten Jahren unter Wandschneider im sicheren Mittelfeld der LIQUI MOLY HBL etabliert hatte, lag zwischenzeitlich mit Platz fünf sogar auf Europapokal-Kurs. Dabei ragten in der Hinrunde vor allem Spiele wie gegen den TBV Lemgo (27:25) oder die deutlichen Erfolge gegen die TSV Hannover-Burgdorf (38:16) und den Bergischen HC (27:17)  heraus. Absolutes Highlight war der 29:27-Überraschungscoup gegen den THW Kiel. In der Rückrunde patzte die Matschke-Sieben allerdings das ein oder anderen Mal, wie gegen die TVB Stuttgart (26:26) oder den Bergischen HC (23:27). Auch die letzten fünf Partien, in denen nur gegen die HBW Balingen-Weilstetten gepunktet werden konnte (28:24), verhinderten eine bessere Platzierung. Aktuell rangiert die HSG bei 33:33 Punkten auf dem siebten Platz
Mit Eigengewächs und Stammtorwart Till Klimpke haben die Wetzlarer auch einen deutschen Nationalspieler in ihrem Kader. Zwar mussten die Wetzlarer im Sommer mit Anton Lindskog einen absoluter Leistungsträger in Richtung SG Flensburg-Handewitt ziehen lassen, verstärkten sich aber mit Adam Nyfjäll (IFK Kristianstad), Felix Danner (MT Melsungen), Domen Novak (RK Celje) sowie Tomislav Kusan (RK Eurofarm Pellister) auch gut. Und auch für den nächsten Sommer stehen bereits sieben Neuzugänge fest – mit Hendrik Wagner von den Eulen Ludwigshafen auch die Verpflichtung eines deutschen Nationalspielers. Dem gegenüber stehen allerdings auch sieben Abgänge, unter anderem beenden die langjährigen HSG-Akteure Maximilian Holst und Filip Mirkulovski ihre Karriere. Schmerzhaft ist der Abgang von Leistungsträger Olle Forsell Schefvert (Rhein-Neckar Löwen).

Das sagt Frank Carstens: „Es herrscht natürlich große Erleichterung, dass wir nun praktisch den Klassenerhalt geschafft haben“, freut sich der GWD-Coach. „Natürlich gibt es noch eine theoretische Chance, aber wenn wir eine seriöse Leistung abliefern, dann sollten wir den Klassenerhalt auch rechnerisch klar machen.“ Jetzt gehe es erstmal darum, sich zu sammeln und alle wieder auf einen Stand zu bringen – denn der praktische Verbleib in Liga 1 dürfte von den Spielern am Donnerstag auch noch zu späterer Stunde gefeiert worden sein. „Das haben sich die Jungs aber auch verdient“, findet Carstens.
In der Spielvorbereitung sei laut Carstens vor allem die 5:1-Deckung der HSG zentrales Thema. Zudem beschreibt der Mindener Trainer die Wetzlarer als extrem effizient und geduldig. Jeder Angriff werde bis zu einer nachvollziehbaren Wurfmöglichkeit zu Ende gespielt. „Das wird uns eine extreme Energieleistung abverlangen und die werden wir auch brauchen“, meint Carstens. „Wetzlar spielt eine gute Saison, hat aber momentan eine Ergebniskrise, die sie eine noch bessere Platzierung gekostet hat.“ Prägend seien vor allem die Rückraumspieler Lenny Rubin, Olle Forsell Schefvert oder der aktuell verletzte Stefan Cavor. „Außerdem haben sie ihr Spielsystem sehr verinnerlicht. Ben Matschke hat da nochmal Nuancen verändert“, lobt Carstens. „Wir fahren entspannt nach Wetzlar, aber mit dem Ziel, ein seriöses Spiel abzuliefern“, gibt Carstens die Marschroute für das letzte Saisonspiel vor.

Personal: Die Grün-Weißen werden voraussichtlich mit dem gleichen Kader wie am Donnerstag gegen den HC Erlangen antreten. Hinter Rückraumspieler Jan Grebenc steht aufgrund von Rückenproblemen noch ein Fragezeichen. Die beiden Langzeitverletzten Christoph Reißky (Kreuzbandriss) und Doruk Pehlivan (Knie) fehlen weiterhin.

© GWD Minden – jk

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