Wir sind zu Gast bei den Rhein-Neckar Löwen
Bundesliga | 17. Nov 2021

Nach der Beurlaubung von Frank von Behren soll bei GWD wieder das Sportliche im Vordergrund stehen. Zwar heißt der Gegner in Mannheim am Donnerstag Rhein-Neckar Löwen, doch auch der Deutsche Meister von 2016 und 2017 durchlebt nach verpatztem Saisonstart aktuell sportlich schwierige Zeiten. Die Chance auf Punkte dürfte für das Team von Frank Carstens also allemal gegeben sein. Anwurf in der SAP-Arena ist um 19:05 Uhr.

Gegner:  Den Saisonstart hatten sich die Löwen mit Sicherheit anders vorgestellt: Auch nach zehn Spieltagen laufen die Mannheimer auf Platz 13 bei 9:11 Punkten weiter ihren eigenen Ansprüchen und Möglichkeiten hinterher. Dabei ging es für das Team von Klaus Gärtner mit einem 28:24-Erfolg in Hannover eigentlich gut los. Auch die Niederlage gegen den noch verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Magdeburg (25:28) war zu verschmerzen. Allerdings folgten danach Punktverluste wie gegen Hamburg (27:32), Stuttgart (20:35), den Bergischen HC (25:25) oder Lemgo (30:33), die der Spitzenclub sicherlich nicht eingeplant hatte. Zuletzt setzte es trotz einer zwischenzeitlichen 12:4-Aufholjagd eine 26:31-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt, dessen bisheriger Saisonverlauf ebenfalls als nicht optimal bezeichnet werden kann. Es dürfte als noch viel Arbeit vor der Gärtner-Sieben liegen.
Das Potential für eine Trendwende ist dabei zweifellos vorhanden: Mit Spielmacher Andy Schmid, Linksaußen Uwe Gensheimer oder Torhüter Andreas Palicka befinden sich Weltklasse-Athleten im Kader der Löwen, mit dem Ex-Mindener Juri Knorr, Rückraumspieler Philipp Ahouansou oder Torwart David Späth zudem vielversprechende Talente.
Dass bei den Mannheimern noch nicht alles rund läuft, lässt sich möglicherweise auch mit den Abgängen im vergangenen Sommer erklären. Mit Jesper Nielsen (Aalborh Handbold), Jerry Tollbring (GOG) und Romain Lagarde (Pays d´Aix UC) verließen drei Hochkaräter den Verein. Dafür kamen Benjamin Helander (Alingsas HK), Mamadou Diocou (FC Barcelona), Kristjan Horzen (RK Celje) sowie Knorr von GWD. Der junge Mittelmann Knorr soll ab nächster Saison Andy Schmid auf der Spielmacher-Position ersetzen. Der 38-jährige Schweizer verlässt die Löwen im Sommer 2022 nach zwölf Jahren Richtung Heimat. Und auch auf der Torwartposition stellen sich die Löwen neu auf: Nachdem sein Vertrag nicht verlängert wurde, verlässt auch Palicka den Verein im kommenden Sommer. Der Schwede wird künftig für Paris Saint-Germain auflaufen. Als Ersatz kommt zur Saison 2023/24 der Neu-Nationalkeeper und Ex-Mindener Joel Birlehm.

Das sagt Frank Carstens: Der GWD-Coach ärgerte sich nach der Niederlage gegen Göppingen vor allem über mentale Schwächen in der ersten Halbzeit: „Nach so einem Erlebnis wie dem ersten Saisonsieg in Melsungen gehen die Emotionen mit einem durch, das hing uns ein bisschen nach“, fand Carstens. „Das sind aber Erfahrungen, die wir als Gruppe sammeln müssen. Und wir sind gut im Lernen.“ Zudem forderte Carstens, dass seine Vorgaben im Spiel nach vorne besser umgesetzt werden müssen: „Wir wollten über außen spielen und haben die Durchbrüche gesucht.“
Dass die Aufgabe gegen den kommenden Gegner trotz der aktuellen sportlichen Durststrecke der Löwen nicht einfacher wird, weiß natürlich auch Mindens Trainer. Zentrale Aufgabe sei am Donnerstag die gefürchtete Achse um Spielmacher Andy Schmid und Kreisläufer Jannik Kohlbacher zu stoppen. „Das ist das bestimmende Element ihres Spiels“, beschreibt Carstens das „geniale“ Zusammenspiel der beiden Angreifer.

Personal: Dieser Ausfall tut weh: Nachdem Maximilian Janke im Spiel gegen Göppingen nach einem Zweikampf mit Jacob Bagersted ausgewechselt werden musste, kam nun die Diagnose: Kapselverletzung im Ellenbogengelenk. Über die Länge des Ausfalls herrscht aktuell noch ein wenig Unklarheit. „Das können Tage oder Wochen sein“, meint Frank Carstens. Als Ersatz für den Abwehrchef im Innenblock steht Lucas Meister bereit. Derweil besteht bei Miro Schluroff nach einer Magen-Darm-Erkrankung noch Hoffnung auf einen Einsatz. Ungewiss ist die Situation auch bei Niklas Pieczkowski, der seit Samstag an einer Erkältung laboriert und bislang die ganze Woche ausfiel. „Der Corona-Test war aber negativ“, betont Carstens. Auf den Coach kommt angesichts der Personalsituation im Hinblick auf Donnerstag also einiges an Arbeit zu.

© GWD Minden – jk

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