„Wir freuen uns, dass es endlich losgeht!“
Bundesliga | 28. Aug 2015

Mit einwöchiger Verspätung beginnt auch für GWD Minden am Samstag die Saison 2015/2016. Die Grün-Weißen treten bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim an, einem alten Bekannten aus Erstligazeiten. Die TSG hat im letzten Spiel der vergangenen Saison auch die allerletzten Chancen auf den Klassenerhalt ausradiert, indem sie die GWD-Auswahl mit 28:24 besiegte. Das klare Ziel ist der Sieg gegen die „Eulen“.

Anders als die Dankerser, die zum Saisonstart spielfrei waren, hat der Mitabsteiger schon zwei Partien auf dem Buckel. Das erste Spiel in dieser Saison war für die Eulen nicht sonderlich erfolgreich. Sie verloren mit 21:26 (12:15) klar gegen TUSEM Essen. „Die 26 Gegentore auswärts sind gut, aber mit 21 geworfenen Toren kannst du kaum eine Partie gewinnen, die waren einfach zu wenig“, beurteilte Kapitän Philipp Grimm den Auftritt seiner Mannschaft. Nachdem die TSG Ludwigshafen-Friesenheim in der 54. Minute (21:22) den Anschlusstreffer geschafft hatte, war danach die Luft raus. „Die Niederlage lag an uns, wir hatten eine Wurfeffektivität von unter 30 Prozent“, erläuterte Neu-Trainer Ben Matschke den Auftritt in Essen. Der 33-Jährige beerbt Thomas König und ist nicht die einzige Veränderung im Team vom Rhein. Dreizehn Abgänge stehen in der Statistik der Süddeutschen, darunter einige Leistungsträger wie Erik Schmidt (TSV Hannover-Burgdorf) und Andrej Kogut (TBV Lemgo). Der Ersatz ist vorwiegend jung und stammt aus der Region. „Sie haben immer noch eine sehr, sehr gute erste Sieben und insgesamt eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern“, sagt Frank Carstens als Trainer der Gäste. Carstens meint auch: „Natürlich sind sie noch nicht so gut eingespielt, aber das wird im Verlauf der Saison natürlich immer besser werden.“ In der Tat haben die Friesenheimer ihr zweites Ligaspiel am Mittwoch mit 22:20 gegen den EHV Aue gewonnen.

Auch wenn für GWD-Coach Frank Carstens eine Auftaktniederlage „keine Katastrophe“ wäre, setzen die Grün-Weißen natürlich alles daran, erfolgreich in die Saison zu starten. Schon Freitag bewegt sich der Mannschaftsbus in Richtung Süden. Übernachtet wird in der Sportschule Grünberg in Hessen. Dabei dürfte im Teambus kein Platz leer bleiben, denn bislang ist Magnus Jernemyr mit Rückenproblemen das einzige Sorgenkind. Auch Dalibor Doder und Miladin Kozlina, die vor zwei Wochen in der Pokalrunde noch nicht voll dabei waren, sind wieder zu 100 Prozent fit.

Hat Frank Carstens zu Erstligazeiten die taktische Marschroute oft noch sehr den Stärken des Gegners anpassen müssen, klingt dies nun deutlich selbstbewusster: „Es gibt da keinen besonderen Plan. Wir wollen unser Basisspiel aufziehen und unser Spiel durchdrücken.“ Nach fast zweimonatiger Vorbereitung sieht man dem Auftakt auf jeden Fall mit großer Erwartung entgegen: „Wir freuen uns darauf, dass es endlich losgeht.“ Und nach dem eher unglücklichen Abstieg und dem von allen Seiten erhofften Wiederaufstieg hat Frank Carstens auf eine ausdrückliche Zielbesprechung vor der Saison verzichtet. „Das ist doch selbstverständlich. Einiger kann man sich in diesem Punkt wohl kaum sein.“ Am Samstag kann das GWD-Team um 19.00 Uhr in der Friedrich-Ebert-Halle seine Mission mit einem positiven Resultat starten.

© GWD Minden – bra

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