Wir empfangen den SC Magdeburg
Bundesliga | 27. Mai 2021

Nachdem die Mindener Serie am vergangenen Mittwoch gegen den BHC gerissen ist, wartet nun mit dem SC Magdeburg ein richtiger Brocken auf die Grün-Weißen. Gegen den „Angstgegner“ aus Magdeburg gab es zuletzt im Jahr 2016 einen Sieg. Doch vor allem das Hinspiel macht GWD-Coach Frank Carstens Mut für den kommenden Samstag. Anwurf in der Kreissporthalle in Lübbecke ist um 18:30 Uhr.

Gegner: Aktuell auf Platz vier stehend hat das Team von Bennet Wiegert mit 40:18 Punkten und zwei Spielen weniger als die Rhein-Neckar Löwen noch beste Aussichten auf Platz drei. Dabei sah es in dieser Saison schon einmal durchaus besser aus: Nach holprigem Start folgte eine Serie von 14 ungeschlagenen Spielen, die erst durch die 29:32-Niederlage gegen die SG Flensburg-Handewitt gebrochen wurde. Zuletzt folgten allerdings drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen gegen Balingen-Weilstetten (26:28) und Leipzig (33:34) sowie in Erlangen (30:28). Dafür erreichte der SCM am vergangenen Sonntag einen weiteren Meilenstein in der Vereinsgeschichte: Durch einen 28:25-Erfolg im deutsch-deutschen Finale gegen die Füchse Berlin holte sich die Wiegert-Sieben zum vierten Mal den Titel in der European League (ehemals EHF-Pokal).
Beim Blick in den Magdeburger Kader fallen einige Spieler der Kategorie „Weltklasse“ auf, beispielweise Torwart Jannick Green oder die Rückraumspieler Ómar Ingi Magnusson, Marko Bezjak und Michael Damgaard. Gerade Neuzugang Magnusson drehte in dieser Saison bislang kräftig auf und liegt mit 197 Treffern auf Platz drei der Torschützenliste der LIQUI MOLY HBL. Mit Magnus Gullerud und Christoph Steinert tragen auch zwei ehemalige Mindener das Magdeburger Trikot.

Das sagt Frank Carstens: Beim Mindener Trainer herrschte zu Beginn der Pressekonferenz noch ein wenig Katerstimmung. Zu frisch waren noch die Eindrücke vom Spiel gegen den Bergischen HC am Vorabend. Zwar überwog die Enttäuschung, da mehr möglich gewesen wäre, jedoch zeigte sich Carstens mit dem Auftritt seiner Jungs zufrieden. „Wir haben die nächste Gelegenheit am Samstag es besser zu machen und wir werden es besser machen müssen. Der SCM wird uns anders fordern als der BHC“, meint Carstens.
„Das ist die Mannschaft mit der größten Effizienz. Erstens wählen sie sehr gut aus, da gibt es kaum einen Spieler, der von außerhalb neun Metern auf das Tor wirft.“ Doch auch die Rückkehr des lange ausgefallenen Rückraumakteurs Michael Damgaard, der sich vor allem durch einen schnellen Armzug und gutes Eins-gegen-Eins-Verhalten auszeichne, spiele laut Carstens eine besondere Rolle: „Ein Spieler, der das Spiel vom SCM nochmal verändert und ihnen nochmal neue Möglichkeiten gibt.“ Darüber hinaus lobt Carstens neben dem Kreisspiel vor allem das Magdeburger Spiel über die Außen: „Es wird eine wichtige Aufgabe die Rückraumspieler vom Tor fernzuhalten, gleichzeitig brauchen wir auch eine gute Breite, weil beide Außen extrem effizient sind und mit zu den besten in der Liga gehören, was ihre Wurfeffektivität angeht“, lobt Dankersens Coach: „Wir werden sehen müssen, dass wir im Zweikampfverhalten wirklich sehr, sehr stark sind. Je mehr wir helfen müssen, desto mehr schaffen sie es, zu den Außenpositionen zu kommen. Das darf nicht so häufig passieren“, meint Carstens auch im Hinblick darauf, dass die Magdeburger mit Marco Bezjak „vielleicht einen der besten Passgeber der Welt“ in ihren Reihen haben.
Im Angriff komme es laut Carstens vor allem auf Ruhe und Abgeklärtheit an: „Für uns ist es wichtig, dass wir die Spielkultur behalten, uns an den Plan halten und nicht nervös werden wenn wir unsere Chancen nicht nutzen.“ Im Hinblick auf die mangelnde Chancenverwertung in den vergangenen beiden Spielen, vor allem von der Kreisposition, will Carstens weiter an den Automatismen arbeiten und kündigte auch Gespräche mit einzelnen Spielern an um Zuversicht zu vermitteln. Dass die Magdeburger Deckung – hinter Flensburg-Handewitt die zweitbeste der LIQUI MOLY HBL – eine große Herausforderung darstellen wird, daraus macht Carstens keinen Hehl: „Da haben sie natürlich riesige Schränke stehen mit Musa und Chrapkowski“, meinte Carstens mit einem Grinsen. „Aber auch sehr laufstarke Spieler wie Gullerud oder O´Sullivan. Das sind wirklich sehr gute Verteidiger.“
Auch für seinen ehemaligen Schützling und heutigen SCM-Trainer „Benno“ Wiegert, den er in seiner Magdeburger Zeit von 2010 bis 2013 trainierte, hat Carstens nur lobende Worte übrig. „Er ist sehr erfolgreich und macht sehr gut Arbeit. Sie haben ihr Team über Jahre mit einer veränderten Spielweise dahin gebracht, dass sie jetzt die besten Karten um Platz drei haben.“
Anlass zu Optimismus gibt dem GWD-Coach vor allem das Hinspiel, das knapp mit 29:28 in Magdeburg verloren ging: „Dort hatten wir wirklich eine Chance etwas mitzunehmen. Das war das erste Mal, dass es in Magdeburg knapp war und wir wirklich bis zum letzten Ball eine Chance auf Punkte hatten. Das erhoffen wir uns natürlich auch für dieses Spiel wieder.“

Personal: Gegen den SCM wird voraussichtlich die gleiche Aufstellung wie gegen den BHC auf dem Spielberichtsbogen stehen, es gab keine neuen Ausfälle. Weiterhin fehlen Aliaksandr Padshyvalau (Fuß), Max Staar (Knöchel) sowie Miljan Pusica und Christoph Reißky (beide Kreuzbandriss).

Spieltagspartner: Bei den Spielen gegen den SC Magdeburg werden wir von unserem Team 17 Partner Toppits unterstützt!

© GWD Minden – jk

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