„Vereinsmeisterschaft“ in der 1. DHB-Pokalrunde
Bundesliga | 19. Aug 2013

Gleich zu Beginn der Auslosung in Düsseldorf hatte HBL-Präsident Reiner Witte diese kuriose Begegnung aus den Töpfen gezogen. An der Weser sieht man die Partie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Eingesparten Fahrtkosten und der Gewissheit, dass eine Mindener Mannschaft in die zweite Runde des DHB-Pokals einziehen wird, steht der fehlende sportliche Reiz der Begegnung gegenüber. Gerade für die zweite Mannschaft hatte man sich einen attraktiven Erstligisten gewünscht, im besten Fall einen der beiden Nachbarn aus Lemgo oder Lübbecke. „Das ist natürlich unglücklich gelaufen. Die Jungs haben sich letztes Jahr durch den Westfalenpokal gekämpft und hätten sich eine Partie gegen einen anderen Bundesligisten verdient“, wäre auch Aaron Ziercke, Trainer der GWD-Reserve und Co-Trainer der Bundesligamannschaft, mit einem attraktiveren Los glücklich gewesen.

Mit Florian Freitag, Markus Fuchs, Artjom Antonevich und Pascal Welge stehen ihm zudem auch wichtige Stammkräfte nicht zur Verfügung. Bei einem Einsatz im Spiel gegen die Vereinskollegen wären sie in den weiteren Pokalrunden nicht mehr spielberechtigt, da man pro Wettbewerb nur in einer Mannschaft auflaufen darf. Dadurch rücken einige A-Jugendliche in die zweite Mannschaft auf und können sich so auf größerer Bühne dem Mindener Publikum zeigen. Aber auch die Mindener Erstvertretung kann personell nicht ganz aus dem Vollen schöpfen. Christoph Steinert hat sich im Halbfinalspiel des HARTING-Cup eine Kapselverletzung im Sprunggelenk zugezogen und wird nicht einsatzfähig sein. 

Für GWD-Trainer Goran Perkovac ist die Ausgangslage klar: „Von der Qualität der einzelnen Spieler ist ein deutlicher Unterschied zwischen den Mannschaften erkennbar. Wir werden trotzdem konzentriert auftreten und eine gute Leistung abliefern, schließlich ist es das letzte Spiel bevor es gegen Flensburg richtig ernst wird.“ Und der Kroate fügt schmunzelnd an: „Wenn ich neutraler Zuschauer wäre, würde ich der „Zweiten“ die Daumen drücken. Ich bin überzeugt, dass die Sympathien, der hoffentlich zahlreichen Zuschauer, eher bei der Reserve liegen.“

Tickets für die Begegnung sind im Vorverkauf nur bei Sport Meisolle in Dankersen oder an der Abendkasse erhältlich. Knapp 100 Karten haben bislang schon einen Abnehmer gefunden.

© GWD Minden – mat 

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