„Unsere Zeit wird kommen“
Bundesliga | 15. Nov 2013

Dass die Werner-Assmann-Halle nicht gerade die Wohlfühl-Oase der Liga ist, hat vor wenigen Tagen die HBW Balingen-Weilstetten schmerzhaft zu spüren bekommen, als das Team von der Schwäbischen Alb mit 24:29 unterlag. Auch der TBV Lemgo musste zu Saisonbeginn beim 32:32-Remis Federn lassen, die TSV Hannover-Burgdorf kam beim 29:28 am ersten Spieltag noch mit einem blauen Auge davon. „Da bekommst Du schon Angst, wenn Du nur den Kopf durch die Tür steckst“, beschreibt GWD-Manager Horst Bredemeier die hitzige Atmosphäre in der engen Eisenacher Heimspielstätte auf seine eigene Art und Weise und er warnt: „Das ist das schwerste Auswärtsspiel der Saison.“

Mit Mittelmann Hannes Jon Jonsson, in der Vorsaison zum besten Spieler der zweiten Bundesliga gekürt, und Neuzugung Aivis Jurdzc (von der TSV Hannover-Burgdorf) haben die Warburgstädter nur zwei Spieler mit Erstligaerfahrung im Kader. Dass die beiden zu den absoluten Leistungsträgern beim Aufsteiger gehören, ist selbstverständlich. „Aber auch Torhüter Rene Viladsen und Dener Jaanimaa im rechten Rückraum sind zu beachten“, weiß Gästetrainer Goran Perkovac. Eine starke 6:0-Abwehr, physische Präsenz und Aggressivität zählt der frühere Weltklassemittelmann auf, wenn er nach den Stärken des Gegners gefragt wird und liegt so auf einer Linie mit seinem Trainerkollegen Adalsteinn Eyjolfsson, der zu Saisonbeginn gefordert hatte: „Kampf, Charakter und Leidenschaft müssen unsere Tugenden sein.“ Neben den drei „Heimpunkten“ steht für die Thüringer noch ein Auswärtserfolg in Emsdetten zu Buche. Mit seinen fünf Zählern ist der Aufsteiger den Dankersern damit dicht auf den Fersen. Es geht am Samstag also für beide Teams um sehr viel.

Die Mindener haben in der letzten Woche reichlich Selbstvertrauen gesammelt. Nicht nur der erste Saisonsieg gegen den VfL Gummersbach, sondern auch die Verpflichtung von Christoffer Rambo sorgt für viel Optimismus an der Weser. So klingt auch die Prognose von Goran Perkovac sehr optimistisch: „Wir können gegen jeden Gegner bestehen, weil wir einige Qualitäten haben. Im Moment fehlt uns in bestimmten Situationen noch die Konstanz und Konzentration, aber unsere Zeit wird kommen.“ In Eisenach, so der Kroate, gelte es vor allem, den Gegner nicht zu einfachen Toren einzuladen. „Wir können nur über eine solide Abwehrarbeit und schnelle Gegenstöße zum Erfolg kommen. Nur mit einem guten Positionsangriff kannst Du dort nicht gewinnen“, lautet das Rezept für Samstag. Große Hoffnungen ruhen auch auf Neuzugang Christoffer Rambo, der nicht nur selbst für erhebliche Torgefahr aus dem rechten Rückraum sorgt, sondern damit auch seine Nebenleute spürbar entlastet und Freiräume schafft. Freiräume, die Nenad Bilbija im Heimspiel gegen den VfL Gummersbach eindrucksvoll zu nutzen wusste und neun Treffer erzielte. „Ich hoffe, dass das auch in Zukunft unser Erfolgsrezept ist“, hofft Perkovac auf eine Fortsetzung des positiven Trends.

Für das Projekt „Auswärtssieg“ stehen bis auf den langzeitverletzten Moritz Schäpsmeier alle Akteure bereit. Artjom Antonevich wird nicht im 15er-Aufgebot der Grün-Weißen stehen und stattdessen die 2. Mannschaft im Spiel in Beckdorf verstärken.

© GWD Minden – bra 

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