Trainingslager in Barsinghausen: Ein Rückblick
Bundesliga | 11. Aug 2014

Zum Auftakt der Trainingsmaßnahme stand das Zwei-Tages-Turnier in Hildesheim auf dem Programm der GWD-Profis, welches im Finale gegen den Gastgeber auch gewonnen werden konnte. Seit Montag schufteten die Spieler in Barsinghausen dann für ihre Fitness und Spieltaktik. In den ersten Tagen wurden an den athletischen Grundlagen wie Kraft und Ausdauer gearbeitet. Im Verlauf des Trainingslagers stellte Goran Perkovac dann spieltaktische und individualtechnische Aspekte mehr und mehr in den Vordergrund der Trainingseinheiten. Vor allem an der Abwehrarbeit wurde gefeilt, sodass die Neuzugänge schnell in die Abläufe der Mitspieler integriert werden konnten. Auch das Gegenstoßspiel wurde weiterentwickelt und soll in der kommenden Saison verstärkt umgesetzt werden: „Unser Ziel ist es, eine stärkere Abwehrformation aufzubieten als in der abgelaufenen Saison. Aus dieser wollen wir schnell nach vorne spielen und so pro Spiel drei bis vier einfache Tore mehr erzielen.“, verrät auch Perkovac erste Ansätze seiner zukünftigen Spielidee.

Gerrie Eijlers und Jens Vortmann, die in der kommenden Saison das Torwartgespann des Bundesligisten bilden, hielten gesonderte Einheiten mit Torwarttrainer Malik Besirevic ab. Hier wurde das Torhüterspiel forciert, Gegenstoßpässe trainiert und an der speziellen Fitness gearbeitet, die für die Keeper notwendig ist. Auch Sören Südmeier und Nenad Bilbija, die sich in der abgelaufenen Saison das Kreuzband rissen und sich aktuell in der Reha befinden, wurden individuell betreut und absolvierten einige kräftezerrende Übungseinheiten im Fitnessraum. Weiterhin wurde an den Auslösehandlungen im Angriff gearbeitet und diese mit den Neuzugängen einstudiert. Auch das Wurftraining und taktische Konzeptionen in der Kleingruppe hatte Coach Perkovac im Repertoire.

Die körperliche Präsenz eines Marco Oneto bietet ganz neue Möglichkeiten im Offensivspiel der Dankerser. „Wo Marco eine Sperre stellt, da ist auch Platz für die Mitspieler. Jetzt müssen unsere Rückraumspieler diese Räume nur noch erkennen und ausnutzen“, ist sich Manager Horst Bredemeier sicher, auf der Kreisläuferposition besser aufgestellt zu sein. „Gerade die provozierten Mismatches, wenn der kräftige Kreisläufer die Sperren auf den Außenabwehrspieler stellt, gefallen mir sehr.“

Am Donnerstag konnte Europameister Yves Kunkel von seiner Mannschaft empfangen werden. Der zum besten Linksaußen der EM ausgezeichnete Mindener wurde herzlich von seinen Kollegen begrüßt und konnte gleich an dem geplanten Rahmenprogramm teilnehmen. Denn für die Profis von GWD Minden ging es zum Musical nach Bückeburg. Das Stück „Die schwarzen Brüder“ feierte Premiere im Schlossgarten und sorgte für gute Stimmung bei den Handballern. Nach dem Trainingslager ging es direkt zum Spielothek Cup, der mit dem fünften Platz abgeschlossen wurde.

Stimmen zum Trainingslager:
Goran Perkovac:
„Ich bin sehr zufrieden mit den Bedingungen in Barsinghausen. Es ist alles optimal und wir hatten Glück, dass das Wetter nicht zu heiß war. Unser Hauptaugenmerk lag auf dem Kraft- und Ausdauertraining. Zum Ende haben wir auch verstärkt an Taktik und Technik gearbeitet, insgesamt war es eine sehr gelungene Woche. Die Atmosphäre war positiv und alle Spieler waren sehr fleißig. In der Abwehr haben wir uns im Vergleich zur Vorsaison entwickelt und können aus dieser starken Abwehr schnell nach vorne spielen. Auf der Kreisposition sind wir besser aufgestellt und auch vom Torwartgespann können wir konstantere Leistungen erwarten.“

Dalibor Doder: „Um einen schnellen Gegenstoß spielen zu können, haben wir viel Wert auf die Abwehrarbeit gelegt. Wir haben viele große und kräftige Leute, die im Abwehrzentrum richtig gut stehen können. Ich persönlich fühle mich sehr gut. Natürlich ist man nach so vielen Einheiten müde, allerdings war es bisher ein sehr ergiebiges Trainingslager. Im Vergleich zur Vorsaison haben wir uns mit den Neuzugängen ganz klar verstärkt.“

Moritz Schäpsmeier: „Der Schwerpunkt während unseres Trainingslagers lag in der Abwehrarbeit und dem Umschaltspiel. Wir können glücklich sein, in diesem Sporthotel untergebracht zu sein, denn die Bedingungen sind absolut professionell. Der Spaß innerhalb des Teams hält sich mit den intensiven Einheiten und der Regeneration gut die Waage. Man merkt auf jeden Fall, dass das Trainingslager Früchte trägt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals ein so hohes Niveau in Bezug auf die Trainingsbedingungen hatten.“

Artjom Antonevich: „Nach dem Vorbereitungsturnier in Hildesheim hatte ich leichte Probleme im Rückenbereich. Mittlerweile sind diese aber komplett behoben und ich kann wieder am Training teilnehmen. Das Umfeld und das Rahmenprogramm sind super und alles wurde im Vorfeld perfekt geplant. Sehr gut hat mir das Musical in Bückeburg gefallen, welches wir uns mit der kompletten Mannschaft angeschaut haben.“

Drasko Mrvaljevic: „Wir arbeiten mittlerweile ein bisschen mehr mit dem Ball. Viel wurde auch an der Abstimmung und Zusammenarbeit in Angriff und Abwehr gefeilt. Bisher sind wir voll im Plan und auch die Harmonie zwischen den etablierten Spielern und den Neuzugängen passt sehr gut.“

©  GWD Minden – lha

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