Torhüter-Duo sichert die Punkte gegen Coburg
Bundesliga Saison 16/17 Spielberichte | 13. Nov 2016

GWD Minden ist mit einem Heimerfolg gegen den HSC Coburg auf Tabellenplatz 11 geklettert. Beim 23:20 (12:7) mussten die Dankerser um die bereits sicher geglaubten Punkte am Ende noch einmal gehörig bangen.

Pech, aber auch eigenes Unvermögen führten dazu, dass die Mindener nur langsam in die Partie fanden. Nachdem Helge Freiman in der Anfangsminute einen Siebenmeter an die Unterkante der Latte setzte, taten er und seine Kollegen sich in den nachfolgenden Angriffen zunächst schwer. Doch die Abwehrleistung stimmte bei den Grün-Weißen und so schoben sich die Hausherren nach 1:3-Rückstand am Mitaufsteiger vorbei. Und es sollte noch besser kommen: nach der 10. Minute stellten die Gäste aus Coburg das Torewerfen erst einmal komplett ein. Die Dankerser nutzten die HSC-Flaute und konterten sich von einem 4:5-Rückstand zur 11:5-Führung. Mit einem starken Gerrie Eijlers zwischen den Pfosten ließen die Hausherren auch bis zur Pause nichts mehr anbrennen und nahmen einen 12:7-Vorsprung mit in die Kabine.

Die Halbzeitführung schien auf das GWD-Team eher einschläfernd zu wirken, denn was die Hausherren nach der Pause auf die Platte brachten, wirkte alles andere als geistesgegenwärtig. Über 14:11 (36.) und 15:13 (39.) kamen die Coburger nun plötzlich wieder ins Spiel. Was lange Zeit nach einem Spaziergang aussah, wurde so zu einem äußerst mühevollen Weg. Während der Torhüterwechsel von Gerrie Eijlers zu Kim Sonne Wirkung zeigte, fand sich im Angriff keine Formation, die in der Lage war, ein überzeugendes und effektives Spiel aufzuziehen. Den Grün-Weißen fehlte in dieser Phase ein Ideengeber ebenso wie ein sicherer Vollstrecker. In der 50. Minute verhinderte Kim Somme mit einem gehaltenen Siebenmeter den Ausgleich für den HSC Coburg. Nun sprang der Funke allmählich auch auf seine Vorderleute über. Marian Michalczik gelang im Gegenzug das 19:17 für seine Farben. Noch einmal Michalczik und Aleksandar Svitlica verschafften den Mindenern wieder etwas Luft. Nach einem vergebenen Siebenmeter und dem 21:20 durch Coburgs Stefan Lex wurde es in der KAMPA-Halle dann noch einmal ganz eng. Am Ende behielt Dalibor Doder die Nerven und sorgte mit zwei Treffern in den letzten 15 Sekunden für die Entscheidung.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Mit dem Spielausgang bin ich zufrieden. Wir hatten zwischen der 10. und 40. Minute eine sehr gute Phase. Danach haben wir nicht mehr das gemacht, was wir eigentlich können. Zum Glück hat Marian Michalczik dann gute Akzente gesetzt. Der Vorsprung war wahrscheinlich groß genug und wir haben es dann irgendwie nach Hause gebracht.“

Jan Gorr: „Es war für beide Teams ein wichtiges Spiel. Wir sind sehr gut gestartet und haben viele Dinge in die Praxis umsetzen können. Dann haben wir Minden zu Kontern eingeladen, so dass wir in der ersten Halbzeit deutlich unterlegen waren. Nach der Pause haben wir eine sehr große Energieleistung gebracht. In der wichtigen Phase haben wir aber die Big Points verpasst.“

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (7/4), Magnus Gullerud (3), Moritz Schäpsmeier (3), Dalibor Doder (2), Marian Michalczik (2), Charlie Sjöstrand (2), Sören Südmeier (2), Helge Freiman (1), Christoffer Rambo (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-44. mit 10 Paraden), Kim Sonne (44.-60. mit 5 Paraden davon 1 Siebenmeter).

Torschützen HSC: Florian Billek (4), Nico Büdel (4), Steffen Coßbau (2/1), Adnan Harmandic (2), Dominic Kelm (2), Romas Kirveliavicius (2), Stefan Lex (2), Till Riehn (1), Sebastian Weber (1).
Im Tor: Jan Kulhanek (1.-60. mit 15 Paraden davon 1 Siebenmeter), Oliver Krechel (bei Siebenmetern).

Spielfilm: 1:2 (5.), 4:5 (10.), 6:5 (15.), 8:5 (20.), 11:6 (25.), 12:7 (30.), 14:10 (35.), 16:14 (40.), 18:17 (45.), 18:17 (50.), 21:18 (55.), 23:20 (60.).

Strafminuten: Svitlica (27.), Schäpsmeier (40.), Doder (49.) – Kelm (53.).

Zuschauer: 2.483
Schiedsrichter: Julian Köppl und Denis Reger

© GWD Minden – bra

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