Showdown an der Weser
Bundesliga | 21. Nov 2013

Dass die Mannschaft des HBW Balingen-Weilstetten als „Gallier von der Alb“ bezeichnet wird, lässt sich auf den sensationellen 39:37-Überraschungserfolg gegen den THW Kiel aus dem Jahr 2009 zurückführen. Durch eine taktische Meisterleistung gelang es den Schwaben, den übermächtigen Kontrahenten aus dem Norden niederzuringen. Das Image passt zu den Tugenden des HBW. Kämpferische Stärke und ein unbändiger Wille zeichnen das Team von Dr. Rolf Brack aus, der nach der Saison Nationaltrainer der Schweiz wird. Bereits seit Jahren setzt Balingen-Weilstetten auf junge deutsche Spieler, was die erneute Verpflichtung von Mittelmann Martin Strobel zu Saisonbeginn nur noch einmal bestätigt. „Wir haben einen tollen Trainer, ein tolles Team und eine tolle Atmosphäre“, betont HBW-Geschäftsführer Bernd Karrer. Einzig die Punkteausbeute stimmt noch nicht. Mit 7:21 Zählern stehen die Schwaben lediglich einen Platz über dem Strich. „Balingen hat vielleicht keinen herausragenden Akteur, aber die Mannschaft versteht sich blind. Das System mit sieben Feldspielern im Angriff wird dort schon seit Jahren praktiziert“, unterstreicht GWD-Coach Goran Perkovac die Vorzüge des unorthodoxen Offensivstils der Gäste. Ob Nationalspieler Kai Häfner am Samstag mit dabei ist, bleibt unklar. Der Linkshänder laboriert an einem Muskelabriss im linken Hüftbereich. Seine Rückkehr nach Minden feiert dagegen Torhüter Nikolas Katsigiannis, der in der Saison 2009/2010 für die Grün-Weißen auflief.

Gastgeschenke wird GWD aber mit Sicherheit nicht freiwillig verteilen. Nach der enttäuschenden Auswärtsniederlage in Eisenach braucht die Mannschaft aus dem Mühlenkreis den nächsten Heimsieg. Gelingt ihr das, überflügelt sie die Gallier von der Alb in der Tabelle. „Wir sind natürlich nicht zufrieden, aber unsere Zielsetzung hat sich ja keineswegs geändert. Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns“, beschreibt Geschäftsführer Horst Bredemeier die Situation. In der letzten Saison gab es in der KAMPA-Halle eine Punkteteilung mit den Schwaben. 31:31 lautete damals das Endresultat. Um am Sonnabend siegreich aus der Partie zu gehen, müssen die Mindener an die Leistung gegen Gummersbach anknüpfen und deutlich effektiver im Abschluss agieren. Zudem darf die Mannschaft sich nicht so viele Disziplinlosigkeiten erlauben, aus denen immer wieder unnötige Zeitstrafen resultieren. „Balingen darf den Sieg nicht mehr wollen als wir. Die Jungs haben zu Hause eigentlich immer gut gespielt, warum sollte das am Samstag anders sein? Wir müssen gewinnen und dafür bereiten wir uns entsprechend vor“, gibt Goran Perkovac klar zu verstehen. Fehlen wird den Grün-Weißen niemand, lediglich kleinere Blessuren sind zu beklagen.

Bleibt zu hoffen, dass GWD den zweiten Heimsieg in Serie schafft. Da Eisenach bei den Rhein-Neckar Löwen mit 27:30 verloren hat, winkt die erste Platzierung außerhalb der Abstiegsränge seit dem fünften Spieltag. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es natürlich auch der Unterstützung der Fans. „Die Zuschauer müssen den Abstiegskampf annehmen. Du brauchst die Stimmung, deswegen sind Heimspiele so wichtig und Auswärtsspiele so schwer“, sieht Horst Bredemeier die Rolle des Publikums als entscheidenden Faktor. Die Tageskasse ist ab 17:00 Uhr geöffnet.

©  GWD Minden – rok

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