Riesenkampf wird nicht mit Punkten belohnt
Bundesliga Spielberichte Saison 17/18 | 10. Mrz 2018

Auch im achten Anlauf ist die Rothenbach-Halle für GWD Minden kein gutes Pflaster gewesen. Die Mannschaft konnte die starke Leistung der ersten Halbzeit nicht über die Zeit bringen und unterlag der MT Melsungen in einer kampfbetonten Partie mit 27:31 (14:13).

Die Hausherren gingen mit dem Handicap der Ausfälle von Topscorer Julius Kühn und der beiden Stammtorhüter Johan Sjöstrand und Nebojsa Simic in die Partie. Auf Mindener Seite fehlten Dalibor Doder, Mats Korte und Andreas Cederholm. Es war das GWD-Team, das mit diesen Umständen zunächst besser zurecht kam und einen mutigen und disziplinierten Auftritt hinlegte. Magnus Gullerud und zweimal Sören Südmeier sorgten für die schnelle 3:1-Führung der Grün-Weißen (5.). Die Gäste hatten die Partie über die Dauer des ersten Durchgangs im Griff, auch wenn der MT beim 9:9 (19.) und 11:11 (24.) zweimal der Ausgleich gelang. Ärgerlich war nur, dass man mit dem Pausenpfiff aus einem direkten Freiwurf noch Timm Schneiders Anschlusstreffer zum 13:14 hinnehmen musste. „Wenn wir die einfachen Fehler vermeiden, haben wir heute wirklich die Chance, hier etwas zu holen“, gab sich Christoffer Rambo im Halbzeitinterview noch optimistisch.

Diese Hoffnung bekam aber nach dem Wechsel einen Dämpfer. Nach einem 3:0-Lauf lag die MT plötzlich mit 17:15 vorn. Als Frank Carstens nach 9 Minuten in der zweiten Halbzeit eine Auszeit nahm, hatte sein Team bis dahin erst einmal getroffen. Die Worte des Trainers zeigten Wirkung und seine Schützlinge fanden wieder besser in die Spur. Trotzdem waren die Folgen der kräftezehrenden ersten Halbzeit spürbar und die Gäste konnten das hohe Tempo der Anfangsphase nicht mehr halten. Gegen die nun wesentlich besser aufgestellte MT-Abwehr mussten die Grün-Weißen deutlich mehr investieren, um zum Torerfolg zu kommen. Die Tatsache, dass Christoffer Rambo in der Rothenbach-Halle besondere Aufmerksamkeit durch die Defensive der Hessen zuteil wurde, war dabei alles andere als hilfreich. Der Norweger benötigte für sein vier Tore ganze zehn Versuche. Sein Gegenüber Philipp Müller blühte dagegen mehr und mehr auf und riss seine Mitspieler immer wieder mit nach vorn. Er und sein Zwillingsbruder Michael erzielten zusammen 14 der insgesamt 31 Melsunger Tore. Die endgültige Entscheidung fiel fünf Minuten vor dem Ende. In Unterzahl vergab Luka Zvizej die Chance, per Siebenmeter noch einmal zu verkürzen, im Gegenzug erzielten die Hausherren das 29:25.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir haben hier heute einen Riesenkampf geliefert. Es war darum natürlich nicht hochklassig und technisch sauber. Wir hatten am Ende nicht mehr genügend Power im Angriff und konnten das Tempo nicht mehr aufrecht erhalten. Außerdem haben wir hinten nicht mehr so viele Zweikämpfe gewonnen. Als Team haben wir gut gespielt, aber es fehlte jemand, der das Ding für uns hätte retten können.“

Torschützen GWD: Luka Zvizej (6/1), Nenad Bilbija (4), Christoffer Rambo (4), Magnus Gullerud (3), Marian Michalczik (3), Sören Südmeier (2), Anton Mansson (2), Aleksandar Svitlica (2), Miljan Pusica (1).
Im Tor: Espen Christensen (1.-20. und 43.-60. mit 7 Paraden), Kim Sonne Hansen (20.-43. mit 5 Paraden).

Torschützen MT: Philipp Müller (8), Michael Müller (6), Marino Maric (5), Tobias Reichmann (5/2), Michael Allendorf (2), Jeffrey Boomhouwer (2), Timm Schneider (2), Felix Danner (1).
Im Tor: Matthias Lenz (1.-60. mit 10 Paraden), Nebojsa Simic (bei einem Siebenmeter).

Spielfilm: 2:3 (5.), 5:7 (10.), 6:9 (15.), 9:9 (20.), 11:12 (25.), 13:14 (30.), 16:15 (35.), 18:16 (40.), 22:19 (45.), 25:22 (50.), 29:25 (55.), 31:27 (60.).

Strafminuten: Michalczik (14.), Gullerud (35., 54.), Rambo (45.) – Lemke (20.), Schneider (46.).

Zuschauer: 4.168
Schiedsrichter: Julian Koppl und Denis Regner

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