Punkteteilung in Ludwigshafen
Saison 17/18 Bundesliga Spielberichte | 05. Okt 2017

60 Minuten lang haben sich GWD Minden und die Eulen Ludwigshafen einen erbitterten Kampf in der DKB Handball-Bundesliga geliefert. Die Partie der beiden Tabellennachbarn endete mit einer Punkteteilung, die einhellig als „leistungsgerecht“ bewertet wurde. So auch vom fünffachen Torschützen Christoffer Rambo: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt. Beide Mannschaften haben wahnsinnig gekämpft und so war das Ergebnis sicherlich in Ordnung.“

Auch in Friesenheim verzichtete Frank Carstens zunächst wieder auf Neuzugang Luka Zvizej und gab Youngstar Mats Korte den Vorzug. Marian Michalczik, Dalibor Doder, Magnus Gullerud, Christoffer Rambo und Aleks Svitlica komplettierten die Anfangsformation der Grün-Weißen. Gleich sechs gut verteilte Treffer fielen in den turbulenten ersten Minuten der Partie der beiden punktgleichen Teams. Auch danach blieb es spannend in der Friedrich-Ebert-Halle. Christoffer Rambos Kracher zum 6:4 bedeutete nach zwölf Minuten die erste Zwei-Tore-Führung für die Gäste. Dass die Friesenheimer wenig später wieder gleichziehen konnten, hatten sie vor allem einigen Ungenauigkeiten im Mindener Angriffsspiel zu verdanken. Dort hakte es nämlich beim GWD-Team, während die Defensive und Keeper Espen Christensen durchaus eine ordentliche Leistung aufs Parkett brachten. Die Begegnung verdiente sich mittlerweile das Prädikat „Abwehrschlacht“, die Torflut der Anfangsphase war längst abgeflaut und nur knapp brachten es beide Teams noch vor dem Wechsel auf eine zweistellige Trefferanzahl. Durch das Unterzahl-Tor zum 11:10 durch Aleks Svitlica endete der erste Durchgang für das GWD-Team mit einem positiven Moment.

Mit Luka Zvizej und mit viel Schwung kam die Carstens-Sieben aus der Kabine. Rambo, Doder und Svitlica trafen für die Ostwestfalen in den Minuten nach dem Wechsel und sorgten erstmalig für einen Drei-Tore-Vorsprung. Dann aber waren es wieder die Eulen, die Akzente setzen konnten. Nach zehn torlosen Minuten traf Andreas Cederholm für die Grün-Weißen erst wieder zum 15:14 (45.). Die Hausherren schickten sich nun an, das bessere Team zu werden, scheiterten aber immer wieder am überragenden Espen Christensen, der sich gegenüber den gut 1.800 Ludwigshafener Fans nun häufig zum Stimmungskiller mauserte. Der erbitterte Kampf um die Punkte nahm in der Schlussphase noch an Intensität zu. Mit seinem Treffer zum 18:17 weckte Rechtsaußen Svitlica wieder die Hoffnungen für sein Team. Der Mann mit der Nummer 24 war es auch, der wenig später die Führung der Gastgeber wieder ausgleichen konnte. Im Katz-und-Maus-Spiel hatten die Mindener mittlerweile die Rolle des Jägers übernommen, Dalibor Doder traf in der vorletzten Minute zum 20:20. Nach dem Siebenmetertreffer von Denni Djozic blieben den Mindenern genau 22 Sekunden, um noch einen Zähler mit auf die Heimreise nehmen zu können. Den legte Anton Mansson höchstpersönlich ins Gepäck, indem er wenige Augenblick vor dem Ende ein Zuspiel von Christoffer Rambo im Eulen-Tor unterbringen konnte.

Stimmen zum Spiel:

Frank Carstens: „Beide Mannschaften haben heute sehr viel investiert und am Ende bin ich aufgrund des Spielverlaufs auch mit dem Punkt zufrieden. Obwohl wir in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft waren, uns aber nicht absetzen konnten. Da hat uns Kevin Klier etwas den Nerv geraubt. In der engen Schlussphase wurde es emotional für uns schwierig, weil die Halle viel Druck gemacht hat und auch die Pfiffe nicht immer zu unseren Gunsten waren. Aber wir haben die Ruhe bewahrt und haben uns nicht aus der Bahn werfen lassen. Kampf und Einstellung haben heute gestimmt.“

Torschützen GWD: Aleksandar Svitlica (6/1), Christoffer Rambo (5), Dalibor Doder (3), Marian Michalczik (3), Mats Korte (2), Andreas Cederholm (1), Anton Mansson (1).
Im Tor: Espen Christensen (1.- 60. mit 12 Paraden), Maurice Paske (bei Siebenmetern).

Torschützen Eulen: Denni Djozic (6/5), Alexander Feld (4), David Schmidt (3), Jan Remmlinger (2), Patrick Weber (2), Robin Egelhof (1), Gunnar Dietrich (1), Kai Dippe (1), Alexander Falk (1).
Im Tor: Kevin Klier (1.-60. mit 12 Paraden).

Spielfilm: 3:3 (5.), 4:5 (10.), 6:7 (15.), 7:8 (20.), 8:8 (25.), 10:11 (30.), 11:13 (35.), 12:14 (40.), 15:15 (45.), 17:16 (50.), 18:18 (55.), 21:21 (60.).

Strafminuten: Cederholm (29.), Michalczik (38.) – Stüber (20.).

Zuschauer: 1.832
Schiedsrichter: Christian und Fabian vom Dorff

© GWD Minden – bra

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