Positives Signal von der Lizenzierungskommission
Bundesliga | 02. Apr 2020

Die Lizenzierungskommission des Handball-Bundesliga e.V. hat entschieden, dass alle Vereine in der 1. und 2. Handball-Bundesliga die Lizenz für die Spielzeit 2020/21, teilweise mit der Auflage der Begrenzung des Personalaufwands, erhalten. Mit dieser Entscheidung, die unter dem Vorbehalt der jeweiligen sportlichen Qualifikation steht, will die Lizenzierungskommission ein positives, motivierendes und absolut notwendiges Zeichen an die Klubs senden. Diese beweisen sich in schwierigen Zeiten täglich als Krisenmanager und unternehmen alles ihnen Mögliche, um der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen erfolgreich entgegenzutreten.           

Lediglich die HSG Krefeld erhält keine Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der Saison 2020/21. Der Zweitligist hatte den Lizenzantrag nicht fristgemäß innerhalb der Ausschlussfrist zum 1. März 2020 bei der Lizenzierungskommission eingereicht.

Sowohl für die Lizenzierungskommission als auch für die Klubs beider Bundesligen stellt die Corona-Pandemie und deren bereits jetzt deutlich spürbare massive Auswirkungen auf die sportlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine bisher nie dagewesene Herausforderung dar.

Rolf Nottmeier, Vorsitzender der Lizenzierungskommission: „Noch vor Kurzem haben wir eine deutliche Zunahme der Finanzkraft der Klubs festgestellt. In dem aktuellen Prüfungsverfahren war eine fundierte Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aufgrund der außergewöhnlichen Umstände nur sehr eingeschränkt möglich. Wir haben daher bewusst mit Augenmaß unter Berücksichtigung der unverschuldeten Notlage der Vereine und Nutzung der Ermessungsspielräume der Lizenzordnung diese positive Entscheidung getroffen.“

Da die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu dieser Zeit kaum überschaubar sind, hat die Lizenzierungskommission alle Vereine zu einer außerordentlichen Nachlizenzierung bis Ende August 2020 verpflichtet. Zu diesem Zeitpunkt sollte mehr Klarheit sowohl über die Fortsetzung des Spielbetriebs als auch über wesentliche finanzielle Auswirkungen der Corona-Pandemie bestehen.

Der unabhängigen Lizenzierungskommission gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier, Richter am Arbeitsgericht Minden, Olaf Rittmeier, Steuerberater und Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH an. Unterstützt wird die Kommission durch Mattes Rogowski, Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH.

„Wir begrüßen die Entscheidung der Kommission und halten die außerordentliche Nachlizenzierung bis Ende August für einen sinnvollen Weg und ein sehr gutes Instrument. Wir werden alles daran setzen, bis dahin gemeinsam mit unseren Partnern eine tragbare Lösung für GWD Minden zu entwickeln. Wir haben in den vergangenen Tagen schon einige ermutigende Signale erhalten und sind optimistisch, dass wir zusammen einen Weg aus der Krise finden werden“, sagt Mindens kaufmännischer Geschäftsführer Markus Kalusche.

© GWD Minden – bra / Handball-Bundesliga GmbH

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