Pokalsieg gegen Fredenbeck
Bundesliga | 21. Aug 2014

Beide Teams hatten im Vorfeld des Spiels eine Terminverlegung beantragt. Der VFL hätte gerne seine eigene Heimspielstätte, die Geestlandhalle, die aktuell renoviert wird und deswegen nicht bespielbar ist, zu einem Hexenkessel für den Bundesligisten verwandelt. GWD hätte nach dem Benefizspiel gegen Barca gerne noch einen Tag zur Regeneration genutzt, bevor der schwere Gang zum ersten offiziellen Spiel der neuen Saison angetreten wurde. Da der Verlegung nicht stattgegeben wurde, fand die Partie im benachbarten Beckdorf vor circa 300 Zuschauern statt. In der abgelaufenen Spielzeit konnte die Mannschaft um Trainer Andreas Ott erst nach der Relegation über den HC Aschersleben den Klassenerhalt feiern. „In dieser Saison wollen wir rechtzeitig nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben“, so der Coach im Vorfeld der Begegnung.

Der Pokalfight entwickelte sich in den ersten Minuten zu einem Spiel, an dem wahrscheinlich nur ausgefuchste Abwehrstrategen ihre Freude hatten. Die GWD-Offensive tat sich gegen die ruppige Spielweise der Gastgeber sehr schwer, konnte keine klaren Abschlüsse verzeichnen oder scheiterte am Torwart. Aber auch die eigene Defensive-Formation vor dem Tor stand gefestigt, sodass bis zur achten Spielminute keine Mannschaft ein Tor erzielen konnte. Gerrie Eijlers hatte bis zu diesem Zeitpunkt vier Bälle abgewehrt, sein Gegenüber Zzymon Krol zwei spektakuläre Paraden gezeigt. Florian Freitag war es, der den Torreigen mit einer gekonnten Einzelleistung eröffnete. Damit löste er die angespannte Spielweise der Dankerser und die Kombinationen wurde von Minute zu Minute flüssiger.  Zwei Konterläufe von Yves Kunkel, die er innerhalb weniger Sekunden sicher zur 4:1-Führung abschloss, konnten den Knoten endgültig lösen. Aus einer beweglichen 6:0-Abwehr liefen die Handballer von der Weser einige schnelle Gegenstöße und erzielten so viele einfache Treffer. Immer wieder war es Kunkel, der aus den weit geworfenen Pässen Profit schlagen konnte. Insgesamt netzte er im ersten Durchgang sieben Mal ein und war somit bester Schütze seiner Farben. Bis zum Pausenpfiff erhöhten die Grün-Weißen ihren Vorsprung auf 15:7. Torwart Eijlers hatte bis zur Halbzeit acht Paraden, darunter zwei Siebenmeter, auf dem Statistikzettel stehen.

Auch in der zweiten Halbzeit legten die Gäste aus Minden weiter nach, trafen durch Artjom Antonevich von Rechtsaußen zum 18:9. Die Abwehr hatte in der Phase nach Wiederanpfiff sichtlich Probleme mit dem Fredenbecker Angriffsspiel und ließ immer häufiger einfache Tore zu. Ab der 42. Minute löste Jens Vortmann seinen Partner Gerrie Eijlers im Tor der Gäste ab und wie schon in den letzten Spielen ergänzten sich die beiden Keeper exzellent. Die Ostwestfalen schalteten nach der ersten Zehn-Tore-Führung (39.) einen Gang zurück, konnten den Vorsprung aber trotzdem kontinuierlich ausbauen. Technisch hochwertig war ein fein herausgespielter Kempa-Trick auf Antonevich, den der versierte Rechtsaußen allerdings nicht verwerten konnte. In der zweiten Halbzeit wechselte Trainer Goran Perkovac mit Blick auf das erste Punktspiel gegen die HSG Wetzlar am kommenden Sonntag munter durch, um so die Belastung möglichst ausgeglichen zu verteilen.

Torschützen GWD: Yves Kunkel (9), Aljoscha Schmidt (7), Artjom Antonevich (6/2), Christoph Steinert (5), Florian Freitag (2), Moritz Schäpsmeier (2), Aleksandar Svitlica (1/1), Nils Torbrügge (1)

Im Tor: Gerrie Eijlers  (1.-42. / 10 Paraden, davon 2 Siebenmeter), Jens Vortmann (43. – 60. / 5 Paraden).

Torschützen VFL: Jürgen Steinscherer (6/3), Lars Kratzenberg (5), Fabia Schulte-Berthold (3), Benedict Philippi (2), Maciek Tluczynski (1), Jonas Buhrfeind (1), Zdenek Polasek (1), Maximilian Lens (1)

Im Tor: Edgars Kuska (6 Paraden), Szymon Krol (8 Paraden, davon 1 Siebenmeter)

 Spielfilm: 0:0 (5.), 1:5 (10.), 2:7 (15.), 4:9 (20.), 5:14 (25.), 7:15 (30.), 10:19 (35.), 13:23(40.), 23:18 (45.), 15:27 (50.), 18:31 (55.), 20:33 (60.).

©  GWD Minden – lha

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