Perkovac:“Lemgo ist besser als der Tabellenplatz“
Bundesliga | 04. Nov 2014

Im Vorfeld der Partie scheinen die Vorsätze für beide Teams recht ähnlich zu sein. Beide haben ein reichlich gefülltes Lazarett und laufen den Erwartungen ein Stück weit hinterher. „Wenn man sich den Spielplan anguckt, hätten wir schon zwei bis drei Punkte mehr haben können“ erklärt Mindens Trainer Goran Perkovac.

Bei den Lemgoern scheint sich die Verletzungssituation allerdings leicht zu verbessern. Definitiv ausfallen wird Mittelmann Benjamin Herth. Vage Hoffnung auf einen Einsatz haben dagegen Finn Lemke, Arjan Haenen und Tim Suton. Die Vorbereitung auf das OWL-Derby dürfte für die Lipper nicht leicht gewesen sein, denn neben den verletzten Akteuren musste Trainer Niels Pfannenschmidt in der Länderspielpause auch auf einige Nationalspieler verzichten. Hendrik Pekeler und Timm Schneider waren beispielsweise mit der DHB-Auswahl unterwegs.

Insgesamt scheint es eine sehr turbulente Zeit für den TBV Lemgo zu sein. Nach der, trotz des personellen Umbruchs, starken letzten Saison waren die Erwartungen an die Mannschaft gestiegen. Mit einem sensationellen Auftaktsieg gegen den THW Kiel schien man diese auch bestätigen zu können, doch seit dem Sieg am dritten Spieltag gegen Bietigheim wartet man vergebens auf weitere Punkte. Dazu kommt, dass in den letzten und wahrscheinlich auch kommenden Wochen einige Personalien zu verhandeln sind, was die Situation nicht unbedingt beruhigt. Publikumsliebling Jens Bechtloff wechselt zur kommenden Saison zum OWL-Konkurrenten aus Lübbecke, Rikkard Lönn geht nach dem Derby zurück in die Heimat und Tim Suton ist erst kürzlich von den Rhein-Neckar Löwen gekommen. Zufrieden scheint man aber mit der Arbeit des Trainers: der Vertrag von Niels Pfannenschmidt wurde erst vor ein paar Wochen bis 2017 verlängert.

Der Name Niels Pfannenschmidt ist auch vielen Mindenern ein Begriff. Vor einigen Jahren trainierte er noch die Reservemannschaft der Dankerser, bevor er sich dem TBV anschloss um dort zunächst im Nachwuchsbereich zu arbeiten und später die Bundesligamannschaft zu trainieren. Er sehe die momentanen Probleme seiner Mannschaft darin, dass seit dem Karriereende von Florian Kehrmann ein solcher Führungsspieler fehle, berichtete er jüngst in einem Interview mit dem Mindener Tageblatt.

Allen schlechten Vorzeichen zum Trotz will GWD-Coach Goran Perkovac den zukünftigen Gegner aber keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen: „Die aktuelle Tabellenposition entspricht nicht der Qualität von Lemgo. Kiel musste schon erfahren wie gefährlich das Team sein kann und ich bin mir sicher, dass sie am Ende der Saison in der oberen Tabellenhälfte stehen.“ Aber auch Perkovac wird am Mittwoch auf einige freie Plätze im Mannschaftsbus blicken. Christoph Steinert musste am Meniskus operiert werden und kann vermutlich erst wieder gegen Hannover spielen und auch Miladin Kozlina fällt aufgrund einer Wadenverletzung aus. Dennoch gibt sich der Coach der Grün-Weißen optimistisch: „Die Chancen in Lemgo zu gewinnen sind höher als in den vergangenen Jahren und ein Sieg wäre enorm wichtig.“

©  GWD Minden – kel

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