Perkovac: „Kein Team, das man nicht besiegen kann“
Bundesliga | 09. Feb 2015

Im September gab es gegen die Füchse Berlin einen überzeugenden und auch in der Höhe unerwarteten 30:21-Sieg, doch ob es den Mindenern auch in der Hauptstadt so leicht gemacht wird, ist zu bezweifeln. Die Füchse sind aktuell Tabellenzehnter, was ihren eigenen Ansprüchen jedoch noch nicht gerecht wird. Mit Kreisläufer Evgeni Pevnov vom Ligakonkurrenten Frisch Auf! Göppingen haben sie sich deshalb noch einmal personell verstärkt. Pevnov ist ein alter Bekannter an der Spree, der von 2011 bis 2013 schon im Trikot der Berliner spielte. Zudem kommen auch die lange verletzten Denis Spoljaric und Bartlomiej Jaszka wieder zurück. „Mit der Verpflichtung von Pevnov und den wieder genesenen Spielern ist Berlin eine ganz starke Mannschaft“, weiß Goran Perkovac, betont aber auch, dass Berlin „kein Team ist, welches man nicht besiegen kann“.

Die Vorbereitung der Füchse dürfte allerdings nicht so einfach gewesen sein, denn bis auf vier Spieler traten alle Akteure die Reise zur Weltmeisterschaft nach Katar an. Dort überzeugte vor allem das 19-jährige Rückraumtalent Paul Drux, der im deutschen Team viele Einsatzzeiten bekam und diese mit guten Leistungen zurückzahlte. Da Trainer Dagur Sigurdsson sowohl bei den Hauptstädtern als auch beim Nationalteam auf der Bank sitzt, konnte auch er nicht an der Vorbereitung teilnehmen. Das Ziel der Berliner wird sicherlich sein, den ein oder anderen Platz in der Tabelle gut zu machen.

Bei den Dankersern liefen die WM-Pause und die Vorbereitung da schon reibungsloser. Bis auf die beiden WM-Fahrer Marco Oneto und Miladin Kozlina war die Mannschaft nahezu komplett. „Kozlina hat bei der WM nur in der Abwehr gespielt und wird daher noch motivierter sein, endlich wieder Tore werfen zu dürfen“, erzählt Mindens Trainer Goran Perkovac. Für Freude bei den Ostwestfalen sorgte Nenad Bilbija, der nach achtmonatiger Verletzungspause wieder auf dem Feld steht und im Testspiel gegen Magdeburg erstmals Spielpraxis sammeln durfte. „Er kommt immer besser in Fahrt. Ob er am Mittwoch schon spielen kann, entscheidet sich aber kurzfristig“, äußert sich Perkovac in freudiger Erwartung des Pflichtspielcomebacks von „Bibi“.

Neben intensiven Trainingseinheiten standen auch einige Testspiele auf dem Programm der Grün-Weißen, in denen vieles ausprobiert werden konnte und auch gute Leistungen gezeigt wurden. Gegen Ligakonkurrent Magdeburg unterlag man lediglich mit einem Tor, Zweitligist Hildesheim besiegte man deutlich mit 35:27 und auch gegen Gegner aus den unteren Ligen wurde konsequent und überzeugend gespielt.

Nun gilt es für das Team von Goran Perkovac, die gute Form aus der Vorbereitung auch im Ligaalltag abzurufen. Nach dem Sieg von Erlangen am vergangenen Wochenende stehen die Mindener auf dem 16. Tabellenplatz, der den Abstieg bedeuten würde. „Es ist gut, dass Erlangen gewonnen hat, denn dadurch steckt Balingen jetzt auch im Abstiegskampf“, sieht Goran Perkovac dieses Resultat jedoch eher positiv. Der Trainer der Grün-Weißen ist zufrieden mit der Auftaktpartie der Rückrunde in Berlin: „In diesem Spiel können wir viel gewinnen, aber nur ganz wenig verlieren. Wir müssen ausnutzen, dass die Berliner sich nicht optimal vorbereiten konnten. Wenn wir eine richtig gute Partie zeigen, dann können wir gewinnen.“ Verzichten müssen die Dankerser auf Kreisläufer auf Marco Oneto, der seine Verletzung, die er sich bei der WM zuzog, noch nicht auskuriert hat.

©  GWD Minden – kel/svw

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