Perkovac: „Es wird ein Nervenspiel“
Bundesliga | 27. Feb 2014

In den vergangenen Monaten ist in Minden ebenso wie im Bergischen Land einiges passiert. Nach sensationell gutem Saisonstart ist beim Aufsteiger mittlerweile Ernüchterung eingekehrt. Nach nur zehn Spieltagen stand der BHC mit immerhin dreizehn Punkten da und schien damals auf dem besten Weg, sich in der Beletage des deutschen Handballs zu etablieren. Doch seit dem Heimsieg über Mitaufsteiger Emsdetten am 16. November geht beim Team von Sebastian Hinze gar nichts mehr. Neunmal hintereinander haben die Solinger seitdem das Parkett als Verlierer verlassen müssen.

Fast zeitgleich gab es auch an der Weser die große Kehrtwende, allerdings in positiver Richtung. Dreizehn Punkte holten die Ostwestfalen zuletzt in eigener Halle und schwimmen derzeit auf einer kleinen Euphoriewelle. Der Trend spricht am Samstag also für die Gäste – wäre da nicht die eklatante Auswärtsschwäche der Dankerser. Nur ein mageres Pünktchen gab es bislang in fremden Hallen zu bejubeln. „Es wird sicher ein Nervenspiel, weil es für beide Mannschaften um sehr viel geht. Wir haben den Vorteil, dass wir nicht unbedingt gewinnen müssen“ sieht GWD-Coach Goran Perkovac der größeren Druck eher auf den Schultern der BHC-Akteure. Der Kroate misst der Partie für den Aufsteiger sogar eine schicksalhafte Bedeutung zu: „Ich glaube, wenn sie gegen uns verlieren, wird es mit dem Klassenerhalt ganz, ganz schwer.“

Sowohl Perkovac als auch GWD-Manager Horst Bredemeier gehen davon aus, dass sich am Samstag um 19.00 Uhr zwei spielerisch gleichwertige Teams gegenüberstehen werden. „Der Bergische HC lebt von seiner sehr soliden 6:0-Abwehr. Die beiden entscheidenden Leute sind Spielmacher Viktor Szilagyi und Torhüter Björgvin Gustavsson“, weiß der Dankerser Trainer zu berichten. Weil auch in seinem Team viel von Mittelmann Dalibor Doder abhängt, geht er davon aus, dass die Abwehr der Bergischen auf den Schweden ein besonderes Auge haben wird. „Aber darauf sind wir gut vorbereitet und ich denke, dass wir keine Überraschung erleben werden“, so der 51-Jährige.

Personelle Sorgen kennt man wenige Tage vor der Partie in keinem der beiden Lager. Bei den Grün-Weißen besteht sogar die Hoffnung auf eine Rückkehr von Drasko Mrvaljevic, der nach seiner Knieverletzung bereits wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen ist.

„Wir werden noch drei Spiele gewinnen müssen“, lautet die Forderung von Manager Horst Bredemeier im Bezug auf den angestrebten Klassenerhalt. Da kämen zwei Punkte in der Uni-Halle sehr gelegen.

© GWD Minden – bra 

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