Ostwestfalen-Duell in Minden
Bundesliga | 13. Sep 2013

Im Mühlenkreis gibt es dabei ein Wiedersehen mit einigen bekannten Gesichtern. Lemgos Trainer Niels Pfannenschmidt arbeitete bis 2009 an der Seitenlinie der Gastgeber und auch die Wurzeln von Torwart Nils Dresrüsse sowie Rückraumspieler Rolf Hermann liegen bei GWD. Besonders letzterer ist es auch, der am starken Auftakt des Traditionsclubs maßgeblichen Anteil hat. „Lemgo steht und fällt mit Rolf Hermann. Er ist vielleicht der zuverlässigste Linkshänder der Liga“, äußert sich der Mindener Coach Goran Perkovac lobend über den 31-Jährigen, der neben Florian Kehrmann einziger Routinier im jungen TBV-Team ist. Das Konzept der Blau-Weißen, vor allem auf den eigenen Nachwuchs zu vertrauen, funktioniert bisher ausgezeichnet. Mit 5:3 Punkten stehen die Lipperländer momentan im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, aus der finanziellen Not ist eine Tugend geworden. „Die Situation ist eine Riesen-Chance für alle“, sagt Trainer Nils Pfannenschmidt. Positiv dürfte ihn auch die Tatsache stimmen, dass er am Sonntag in der KAMPA-Halle aus dem Vollen schöpfen kann, was die Personallage angeht.

Glücklicherweise gilt das Gleiche für GWD Minden. Lediglich Anders Persson und Christopher Steinert haben in Emsdetten leichte Blessuren erlitten. Der Kader bleibt also, wie er ist. Im Vergleich zur bitteren Niederlage beim TVE heißt es, die Chancenauswertung zu verbessern. „Wir haben zu viele klare Chancen ausgelassen“, bringt es der Coach der Grün-Weißen auf den Punkt. Der Fokus liegt daher insbesondere darauf, Automatismen im Abschluss einzuüben und die Köpfe der Spieler freizumachen. Darüber hinaus gilt es, ein Mittel gegen den schnellen Handball der Lemgoer zu finden. In der letzten Spielzeit teilten die Mindener die Punkte mit den Gästen in der heimischen KAMPA-Halle. 21:21 lautete das Endergebnis, während in Lemgo mit 25:32 verloren wurde. Folglich wäre am Sonntag ein Sieg an der Reihe. „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis. Es gibt keine Panik, aber Druck ist da. Wenn du zu Hause Punkte gegen Lemgo, Eisenach oder Emsdetten liegen lässt, dann wird es schwer“, analysiert Goran Perkovac die Situation.

Für den ersten Saisonsieg bedarf es am Sonntag einer konzentrierten Leistung der Mannschaft, der Unterstützung der Fans und vor allem Selbstvertrauen bei allen Beteiligten. Zum ersten Mal dürfte dabei die 2.000-Zuschauer-Marke geknackt werden. Tickets gibt es noch genügend an der Tageskasse, die bereits um 15.00 Uhr öffnet.

© GWD Minden – rok  

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