Oneto und Eijlers begutachten ihr neues Zuhause
Bundesliga | 22. Mai 2014

 Der Traditionsverein aus Sachen-Anhalt steht am letzten Spieltag noch gehörig unter Druck, denn mit einem Sieg und einem Punktverlust Melsungens können die Grün-Roten noch auf den sechsten Tabellenplatz vorstoßen, der eventuell zur Teilnahme am EHF-Pokal berechtigt. Alles hängt davon ab, ob der HSV Handball die Lizenz für die kommende Bundesligasaison erhält. Im letzten Spiel konnte sich der SCM deutlich mit 35:20 gegen den ThSV Eisenach durchsetzen. Schon zur Halbzeit lagen die Mannen um Trainer Uwe Jungandreas mit 21:4 in Front und unterstrichen damit ihre Ambitionen. Aktuell liegen die Magdeburger mit 37:29 Punkten und einer positiven Differenz von 50 Toren nur knapp hinter der MT Melsungen (38:28 Punkte / +8 Tore).

Die Magdeburger reisen mit den GWD-Zugängen Marco Oneto und Torhüter Gerrie Eijlers nach Ostwestfalen, wobei der Einsatz Onetos aufgrund einer Rückenverletzung noch fraglich ist. Neu-Mindener Eijlers hingegen ist fit und dürfte gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber auflaufen. Ausfallen wird Mittelmann Marko Bezjak, der an muskulären Problemen im Oberschenkelbereich leidet. Der gegen Eisenach rotgesperrte Kapitän Fabian van Olphen sowie Flügelflitzer Matthias Musche dürften in der KAMP-Halle wieder auf dem Parkett stehen. Rechtsaußen Robert Weber, mit 230 Treffern zweitplatzierter Torschütze der Bundesliga, und Nationalspieler Stefan Kneer auf Rückraumlinks sind die Haupttorschützen für die Landeshauptstädter Sachsen-Anhalts. „Magdeburg ist gut drauf und ist mit dem schnellen Gegenstoßspiel immer gefährlich“, rechnet GWD-Trainer Perkovac mit viel Tempo im Spielaufbau der Gäste. Vor allem gehört aber die Defensive der Bördeländer zur oberen Klasse der Bundesliga. Vor dem Torhüter-Dou Gerrie Eijlers / Dario Quenstedt bauen sich Abwehrspezialisten wie Fabian van Olphen, Bartosz Jurecki oder Michael Haaß auf.  „Magdeburg ist ein attraktiver Gegner zum Saisonausklang. Wir sind in der Außenseiterrolle, wollen aber ein vernünftiges Spiel vor einer guten Kulisse abliefern“, steckt Manager Horst Bredemeier seine Erwartungen vor dem Heimspiel ab.

Auf Seiten der Grün-Weißen reißt das Verletzungspech nicht ab. Neben Drasko Mrvaljevic, Christoph Steinert und Sören Südmeier muss nun auch Mindens Haupttorschütze Nenad Bilbija für einige Monate passen. Der 2,08 Meter große Distanzschütze, der in der laufenden Saison 150 Tore erzielte, wurde unter der Woche in Fulda am Kreuzband operiert. „Wir waren für die nächste Saison mit den Neuzugängen und den etablierten Spielern gut aufgestellt. Die Verletzung von Nenad Bilbija tut und jetzt doppelt weh. Seine einfachen Tore sind für uns nicht so leicht zu ersetzen“, gibt Coach Goran Perkovac die Probleme wieder, die die Verletzung  seines Haupttorschützens mit sich bringen. „Marcus Fuchs ist dabei und wird zusammen mit Florian Freitag, der in Göppingen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr einen guten Eindruck hinterließ, im linken Rückraum spielen“, so der Coach zu seinen Möglichkeiten verschiedene Spieler auf der vakanten Position einzusetzen. Trotz der langen Verletztenliste möchte der Mindener Übungsleiter mit einem Sieg im besten Fall noch Platz 12 oder 13 erreichen. Auch „Hotti“ Bredemeier äußert sich zum letzten Saisonspiel der Mindener: „Nach den verletzungsbedingten Ausfällen kann die Mannschaft nochmal zeigen, welche Attribute sie in diesem Jahr ausgezeichnet hat. Wenn sie kämpferisch dagegenhalten und sich zum Ende des Spiel nochmal steigern können, ist ein Sieg gegen Magdeburg drin.“

Nach dem Spiel, das um 16 Uhr von den beiden Schiedsrichtern Fabian Baumgart und Sascha Wild in der KAMPA-Halle angepfiffen wird, ist eine Party zum Saisonabschluss auf dem Spielfeld geplant, bei der es nach Vorlage der Eintrittskarte auch ein Freigetränk für die Fans gibt. „Wir hoffen, dass nochmal viele Zuschauer in die Halle kommen und den Spielern einen würdigen Abschluss bereiten“, hofft Trainer Perkovac auf guten Zulauf des Mindener Publikums und appelliert an die GWD-Anhänger, nochmal zahlreich in den grün-weißen Heimspieltempel zu strömen.

© GWD Minden – lha

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