Nils Torbrügge startet in sein Amt als GWD-Geschäftsführer
Allgemein | 05. Jul 2022

„GWD ist eine starke Marke mit großer Strahlkraft für die Stadt. Dieses Potenzial wollen wir herausarbeiten“, sagt der neue Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten.

Wenn er über den Traditionsverein spricht, in dem er sportlich erwachsen wurde, merkt man seine Verbundenheit mit GWD. „Es gibt eine Menge zu tun“, sagt der Betriebswirtschaftler, der am 1. Juli seinen Dienst als neuer Chef aufgenommen hat.

Einst hielt der Kreisläufer die Abwehr des Bundesliga-Teams zusammen, nun sind die Aufgaben größere. Nach schwierigen Jahren soll und will Torbrügge GWD wieder in sicheres Fahrwasser steuern. „Der erste Tag war bunt und sehr schön“, sagt der 30-Jährige über seine Rückkehr. Der Empfang war herzlich. Mit dem Geschäftsstellenteam begrüßten ihn auch einige Gesellschafter bereits früh am Freitagmorgen. Es gab erste Kontakte zu den Fans, die ihre Dauerkarten aus der Geschäftsstelle abholten. Zur Mittagszeit besuchte Torbrügge seinen Vorvorgänger, den GWD-Vorsitzenden Horst Bredemeier, und dessen launige Gesprächsrunde mit einigen Alt-Gesellschaftern. Ununterbrochen liefen Anrufe, Nachrichten und E-Mails auf. Dazwischen tauschte sich Torbrügge mit seinen Mitarbeitern in der Geschäftsstelle aus. Mit ihnen ließ er den ereignisreichen Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Gleich am ersten Arbeitstag lebte der neue Chef vor, was ihm bedeutsam ist: „Es ist wichtig, dass wir als Team arbeiten und als Team auftreten.“

Nur so lassen sich die zahlreichen Aufgaben bewältigen, ist sich Torbrügge sicher. Dass die Arbeit nicht von heute auf morgen getan sein wird, ist dem strukturierten Planer gleich zum Start vor Augen geführt worden. Mit Wucht hat GWD den neuen Mann an der Spitze bereits am ersten Tag vereinnahmt. „Ich wollte eigentlich noch ein bisschen mehr schaffen“, sagt er über den ereignisreichen Freitag.

Mit Volldampf startet er in die erste Woche. Als nächstes steht die Jahresversammlung des Liga-Verbandes HBL ins Haus. In Köln wird Torbrügge den Managern und Geschäftsführern der anderen Klubs auf Augenhöhe begegnen, die er bisher nur als Spieler kannte. Wichtige Themen der Zusammenkunft werden der neue Vertrag für die Übertragungsrechte sowie die Rückgewinnung der Zuschauer nach der Corona-Zeit sein.

Zentrale erste Anliegen seiner ersten Tage bei GWD sind die Vorbereitung des Saisonstarts am ersten Septemberwochenende, der Austausch mit den GWD-Partnern sowie der Schulterschluss mit den ehrenamtlichen Helfern und den Fans. „Wir wollen die Stadt und GWD wieder zusammenbringen, wir wollen nahbarer werden“, wünscht sich Torbrügge. Diesem Ziel verleiht er gleich zum Start deutlich Ausdruck: Mit einer Dauerkartenoffensive will er die Fans in die Kampa-Halle locken. Er will alte Fans zurückgewinnen und neue Anhänger für GWD interessieren. GWD hat die Preise gesenkt und bietet Extras an. Karten-Inhaber, die in den Corona-Wirren und im Hin-und-Her zwischen Kampa-Halle und Lübbecke den Kontakt verloren, haben, wurden angeschrieben. „Wir bieten auch eine Halbjahreskarte an. Wir wollen einladen: Schaut euch GWD an, schaut, ob es euch bei uns gefällt“, wirbt Torbrügge. GWD breitet die Arme aus.

Mittwoch und Donnerstag öffnet die Geschäftsstelle in der Marienstraße die Türen zum Dauerkarten-Sonderverkauf. „Wir wollen Gesicht zeigen“, lädt Torbrügge ein. Gesicht soll auch die Mannschaft zeigen, die Profis sollen wieder näher an die Anhängerschaft rücken. So ist ein gemeinsamer Abend von Bundesliga-Team und Dauerkarten-Inhabern geplant.

Auch dem Fan-Club, der nach der Schließung etlicher Bereiche der Kampa-Halle den Fan-Keller nicht mehr nutzen kann, will Torbrügge ein wenig Heimat zurückgeben. Die treuen Anhänger sollen einen eigenen Bereich im Süd-Foyer erhalten. „Vielleicht sind dann auch wieder Spieler-Interviews möglich“, hofft Torbrügge. Mit einigen Verantwortlichen der Kreisverwaltung hat er bereits einen Rundgang durch die Kampa-Halle gemacht. „Es gab einen guten Austausch“, spricht er von positiven Signalen. „Vielleicht können wir erstmal nur kleine Schritte gehen, aber wir wollen sehen, was möglich ist. Wir wollen einen Ort der Begegnung schaffen“.

Der langjährige Handball-Profi weiß um die Bedeutung der Fans für das Team. „Die Saison wird eine sportliche Herausforderung, da werden wir die Zuschauer brauchen“, sagt er und blickt nur ein paar Wochen zurück: „Beim Heimspiel gegen Erlangen hat man erlebt, wie sehr die Fans die Mannschaft stärken können und welche Atmosphäre möglich ist. Das wollen wir häufiger erreichen“, erinnert er an den Hexenkessel beim entscheidenden Sieg für den Klassenerhalt. Dass mit der Sanierung der Kampa-Halle im Frühjahr 2023 erneut der Umzug nach Lübbecke bevorsteht, ist ihm bewusst. „Das ist ein wichtiges Thema, wir haben das im Blick, aber der erste Fokus liegt auf dem ersten Heimspiel in acht Wochen“ sagt Torbrügge.

Der gebürtige Oerlinghauser, der vor 14 Jahren als Jugendlicher zu GWD kam, will auch den Kontakt zu den zahlreichen Partnern und Förderern intensivieren und dabei auch manche Brücke wieder aufbauen. „Ich freue mich darauf, unsere Partner in den nächsten Wochen kennenzulernen“, sagt Torbrügge. Auch hier ist ihm der kurze Weg, Nahbarkeit und Verbindlichkeit wichtig: „GWD ist ein Stück weit eine Familie. GWD ist Profi-Sport, aber letztlich machen die Menschen den Verein aus“ Dieses Grundgefühl, das ihn antreibt, will er auf allen Ebenen wieder erlebbar machen.

© GWD Minden – goe mit freundlicher Unterstützung vom Mindener Tageblatt

 

 

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