Nichts zu holen in Mannheim
Saison 21/22 Bundesliga Spielberichte | 18. Nov 2021

GWD Minden musst gegen die Rhein-Neckar Löwen die nächste Niederlage hinnehmen. Besonders in der ersten Halbzeit spielte die hohe Fehlerzahl der Grün-Weißen eine entscheidende Rolle. Das Spiel endet nach einer deutlichen Leistungssteigerung der Gäste im zweiten Durchgang 31:27 (15:9).

Zu Beginn agierten die Ostwestfalen besonders in der Deckung energisch und geschlossen. Die Gegenspieler wurden früh angenommen und das routinierte Angriffsspiel der Löwen dadurch früh unterbrochen werden. Auch das Blockspiel der Gäste funktionierte zunächst gut und brachte die Grün-Weißen zu einfachen Ballgewinnen. Dennoch ging die Carstens-Sieben nicht mit dem gewohnt hohen Tempo in die Hälfte des Gegners, sondern versuchte über ein sicheres Positionsspiel das Leder im Tor untersubringen. Aus der Distanz waren sie dabei nur selten erfolgreich, so dass mit zunehmendem Spielverlauf besonders Einzelaktionen zum Torerfolg führten. Trotzdem war die Abschlussquote weiter ausbaufähig. Auf der Gegenseite profitieren die Rhein-Neckar-Löwen vor allem vom starken und nahezu blinden Verständnis der Achse Schmid-Kohlbacher, die das Spiel zunehmend bestimmten. Über die Stationen 4:1 (7. Spielminute) und 6:1 (10. Spielminute) bauten sie fast im Alleingang die Führung der Hausherren Stück für Stück aus. Folglich mussten die Grün-Weißen reagieren und stellten die Abwehrmitte weiter zu. Dadurch konnten auch vermehrt Pässe abgefangen und in Person von Mats Korte und Lucas Meister auf der Gegenseite in Zählbares verwandelt werden. Insgesamt erhöhten die Ostwestfalen nun das Spieltempo und brachten sich mit dem 10:7 (22. Spielminute) wieder zurück ins Spiel. Durch einfache Fehler und Missverständnisse konnte dieser Spielstand allerdings nicht lange gehalten werden. Zur Halbzeit stand es 15:9.

Nach dem Seitenwechsel zeigte GWD Minden ein anderes Gesicht. Insbesondere die Effizienz im Angriff konnte deutlich gesteigert und der Druck auf die Abwehr enorm erhöht werden. Die eingewechselten Miro Schluroff und Mohamed Darmoul suchten vermehrt die Zweikämpfe über die Halbpositionen und bewiesen dabei auch die nötige Übersicht. Die Mindener Jungs riskierten nun insgesamt mehr als die Gastgeber und belohnten sich durch einfache Tore. Auch die Risikobereitschaft in den Zweikämpfen wurde mit entsprechenden Hinausstellungen der Löwen sanktioniert, wodurch sich die Carstens-Sieben weitere Vorteile erspielen konnte. Zur Mitte des zweiten Durchgangs konnte dadurch der alte Vier-Tore-Abstand zum 27:23 (50. Spielminute) wieder hergestellt werden. Der Fehlerteufel mischte nun aber wieder mehr mit. Die routinierten Löwen nutzten dies und kamen weiterhin zu einfachen Toren. Auch von der aufstrebenden Stimmung der Gäste ließen sie sich wenig beeindrucken. Obwohl die Grün-Weißen den zweiten Durchgang zunehmend für sich entscheiden konnten, war die Last aus der ersten Halbzeit zu groß. Die Hausherren brachten in den wichtigen Phasen die nötige Ruhe ins Spiel und bauten ihre Angriffe nach strikten Vorgaben auf. Die Führung des Tabellen-Dreizehnten war deshalb bis zum Schluss nie in Gefahr. Endstand 31:27.

Am Sonntag, den 28.11. empfangen die Grün-Weißen den Tabellenführer aus Magdeburg.

Stimme zum Spiel:

Miro Schluroff: „Wir haben die Anfangsphase verschlafen und die Löwen zu einfach ins Spiel kommen lassen. Die Vielzahl an Fehlern, die wir gemacht haben, kann ich einfach nicht erklären. Es sind immer dieselben Ursachen, durch die wir den Gegner stärken. Es gewinnt nun mal die Mannschaft, die weniger Fehler macht und das war heute mit deutlichem Abstand der Gastgeber.“

Jannik Kohlbacher: „In der ersten Halbzeit zeigen wir viel Kampf und Einsatz, wodurch wir uns mit einer Sechs-Tore-Halbzeitführung belohnen. Nach dem Seitenwechsel lief es deutlich anders. Minden kommt gerade in der zweiten Welle zu einfach zu Toren. In unserer Abwehr traten zu häufig kleinere Fehler auf, durch die wir die zweite Halbzeit insgesamt verlieren. Nach 12 Spielen ist die Saison immer noch sehr lang und die kommenden Spiele werden für uns deshalb Richtungsweisend sein.“

Torschützen GWD: Tomás Urban (8/4), Miro Schluroff (6), Mohamed Amine Darmoul (4), Lucas Meister (3), Mats Korte (3), Nikola Jukic (1), Jan Grebenc (1).
Im Tor: Malte Semisch (1.-60. Minute) mit 10 Paraden, Carsten Lichtlein bei Siebenmetern.

Torschützen RNL: Benjamin Helander (10/3), Jannik Kohlbacher (6), Andy Schmid (5/4), Mamadou Diocou (3), Albin Lagergren (3), Niclas Kirkelokke (1), Philipp Ahouansou (1), Patrick Groetzki (1), Lukas Nielsson (1)
Im Tor: Nikolas Katsigiannis (1.-60. Minute) mit 7 Paraden, Andreas Palicka bei Siebenmeter.

Zeitstrafen: Staar (7.), Thiele (36.) – Horzen (27.), Lagergren (40.), Abutovic (52.)

Spielfilm: 2:1 (5.), 6:1 (10.), 7:3 (15.), 10:4 (20.), 12:8 (25.), 15:9 (30.), 18:12 (35.), 20:15 (40.), 25:18 (45.), 27:23 (50.), 29:25 (55.), 31:27 (60.)

Schiedsrichter: Fabian Baumgart und Sascha Wild

Zuschauer: 2.901

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