Mühlenkreis-Derby gegen TuS N-Lübbecke elektrisiert
Bundesliga | 13. Mrz 2014

Zum Showdown kommt es um 19:00 Uhr in der ausverkauften Kreissporthalle Lübbecke. Beide Teams werden alles in die berühmte Waagschale werfen, um sich die zwei Punkte im Prestigeduell gegen den Orts-Konkurrenten zu sichern. Die Nettelstedter konnten am vergangenen Wochenende bei der TSV Hannover-Burgdorf gewinnen, dadurch den achten Tabellenplatz erobern und erfreuen sich mit 25:25 Punkten eines ausgeglichenen Punktekontos. Die Mannschaft von Trainer Dirk Beuchler, der sich die GWD-Heimspielniederlage gegen THW Kiel live in der KAMPA-Halle anschaute, zeichnet eine kompakte Abwehr mit zwei starken Torhütern aus. Vor allem Malte Semisch konnte beim Sieg in Hannover mit 14/1 gehaltenen Bällen überzeugen und spielte sich für das Derby in den Vordergrund.

In der Offensive sind die Rot-Schwarzen sehr variabel aufgestellt und die Tore verteilen sich gleichmäßig auf mehrere Schützen. Rechtsaußen Dennis Wilke (98/48) und Rückraumspieler Jens Schöngarth (85/0) sind dabei die gefährlichsten Angreifer im TuS-Kader und sorgen auf der rechten Seite für viel Gefahr. Denker und Lenker ist aber Mittelmann Drago Vukovic, der die spielerischen Auftakthandlungen einleitet, dazu noch sehr torgefährlich ist und häufig den Abschluss sucht. „Wenn die entscheidenden Spieler von der Mitte treffen, gewinnt der TuS seine Spiele zu Hause mit vier oder fünf Toren“, hat auch Goran Perkovac Respekt vor der Stärke des Lübbecker Angriffs, gerade in heimischer Halle. Der Trainer weiter: „Lübbecke ist eine der erfahrensten Mannschaften der Liga und wenn sie einen guten Tag erwischen, wird es schwer, dort zu gewinnen“. Nettelstedt-Coach Dirk Beuchler kann fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und für das Aufeinandertreffen mit den Grün-Weißen somit aus dem Vollen schöpfen. Nur der Ex-Mindener und Langzeitverletzte Arne Niemeyer wird nicht auflaufen können.

Das Hinspiel wird allen GWD-Anhängern noch in schlechter Erinnerung sein, als die Mannschaft um Kapitän Anders Oechsler nach spannender und ausgeglichener Partie noch unglücklich mit einem Tor unterlag und zusätzlich Moritz Schäpsmeier mit einem Achillessehnenriss verlor. Rückraumriese Nenad Bilbija mit sieben Feldtoren und Mittelmann Sören Südmeier (6 Treffer) waren bei diesem Match die Haupttorschützen für die Dankerser.

Bilbija, der gegen den THW Kiel aufgrund einer Adduktorenzerrung nicht spielen konnte, wird auch bei dem Derby eventuell nicht einsatzbereit sein. „Die Muskulatur ist noch sehr verhärtet“, umschreibt Perkovac die Probleme seines Rückraumschützens. Auch Abwehrspezialist Drasko Mrvaljevic wird seine Fähigkeit noch nicht einbringen können. Ebenso dürfte Dalibor Doder, dessen Meniskusverletzung noch nicht vollständig ausgeheilt ist, nicht pünktlich zum Spiel beim Gauselmann-Klub fit sein. Gerade der spielfreudige Mittelmann hätte dem GWD-Angriff die nötige Durchschlagskraft verleihen können, die für einen möglichen Erfolg beim Nachbarn entscheidend sein könnte. Perkovac: „Es ist ein zu großes Risiko, wenn er spielt, sich dadurch verletzt und noch weiterhin ausfällt“.

Die vielen Ausfälle sind vor dem Spiel gegen Lübbecke alles andere als günstig, aber der Mindener Trainer weiß, dass „wir lange Zeit von massenhaften Verletzungen verschont geblieben sind“ und „wir nach dem Lübbecke-Spiel zwei Wochen Pause haben und die Verletzungen auskurieren können“. Nils Torbrügge hingegen meldet sich rechtzeitig zur „Derbytime“ wieder einsatzbereit und ist zur Stabilisierung des Abwehrzentrums von großer Bedeutung. Auch Torhüter Jens Vortmann, der in der letzten Woche krank war, hat trainiert und steht wieder im Kader. Neben den beiden Rückkehrern wird bei Ausfall Bilbijas auch Markus Fuchs wieder für die Grün-Weißen auflaufen. Unabhängig von der Aufstellung lautet die Erfolgsformel von Goran Perkovac: „Wir haben eine Chance, wenn wir mit einer Top-Abwehr spielen, uns auf die gute Leistung der Torwarte verlassen können und einige einfachen Tore werfen“.

©  GWD Minden – lha

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