Mit vielen Fragezeichen in den Süden
Bundesliga | 04. Jun 2015

Bester Schütze war seinerzeit der momentan verletzte Aljoscha Schmidt. Die Anfangsphase hatten die Grün-Weißen in der heimischen KAMPA-Halle etwas verschlafen, sich dann aber erholt. Trotz des souveränen Siegs war man grundsätzlich zufrieden, sah aber noch Steigerungspotential. Genau diese Steigerung wird nun im Spiel am Freitag erhofft. Personell steht noch ein Fragezeichen hinter den Einsätzen von Arne Niemeyer und Christoph Steinert. Bei beiden ist noch nicht klar, ob Sie am Freitag auflaufen können. „Steini hatte ja schon im Spiel gegen Magdeburg mit Rückenproblemen zu kämpfen und Arne ist im Training umgeknickt“, berichtet Trainer Frank Carstens.

Obwohl die Grün Weißen nur noch eine rechnerische Chance auf den Klassenerhalt haben, werden Sie noch einmal alles geben, um den Abstieg abzuwenden. Um den rettenden 15. Platz zu sichern, müsste ein schlechteres Torverhältnis von 22 Toren gegenüber dem TuS N-Lübbecke aufgeholt werden, eine Niederlage der Lübbecker gegen die zwei Plätze tiefer stehenden Erlanger vorausgesetzt. „Das ist aber alles sehr unwahrscheinlich“, weiß auch Mindens Manager Horst Bedemeier und argumentiert weiter: „Uns geht es vorrangig um die Verteidigung des 16. Platzes. Dass dieser noch interessant sein könnte, ist ja  schon seit Monaten in der Liga im Gespräch.“

Nach dem letzten Erfolg gegen den SC Magdeburg blicken die Dankenser mit großer Erwartungshaltung auf das Spiel am Freitag. Gegen den SCM wurde ein, vor allem in der Höhe sensationeller Sieg eingefahren. Vor allem Christopher Rambo konnte mit seinen dreizehn Treffern glänzen. Doch auch die mannschaftliche Geschlossenheit der Grün-Weißen imponierte an diesem Tag. Die mit 3.400 Zuschauern gut gefüllte KAMPA-Halle durfte ein Team sehen, in dem alle bereit sind, für das gemeinsame Ziel  zu kämpfen. Leider war der Sieg gegen den Final Four-Teilnehmer nicht so viel wert wie erhofft, da der Abstiegskonkurrent aus Lemgo am darauffolgenden Sonntag den HSV Hamburg mit 45:26 nach Hause schickte.

Die Friesenheimer haben ihren früheren Spieler Benjamin Matschke als Trainer für die neue Saison verpflichtet und werden somit ihr letztes Spiel mit ihrem aktuellen Coach Thomas König gegen die Dankenser bestreiten. Auch auf Mindener Seite ist diese Zeit eine Zeit der Neuerungen und so werden vier Spieler ihren letzten Einsatz für die Grün-Weißen bestreiten. Jens Vortmann zieht es aus auch aus privaten Gründen nach Hamburg. Yves Kunkel wird nach Balingen Weilstetten wechseln und somit weiterhin in der DKB Handball-Bundesliga zu sehen sein. Der momentan verletzte Aljoscha Schmidt wird in seine hessische Heimat zurückkehren. Außerdem wird das GWD-Urgestein Arne Niemeyer nach insgesamt 11 Jahren im GWD-Trikot wohl endgültig verabschiedet.

Zwei bekannte Gesichter werden die Ostwestfalen am Freitag wiedersehen, sowohl Oliver Tesch als auch Stephan Just spielen mittlerweile für die „Eulen“. Just stand von 2005 bis 2010 in Diensten der Dankenser. Oliver Tesch war noch in der letzten Saison für GWD aktiv und durfte damals den Klassenerhalt feiern. Im Hinspiel, das die TSG zwar verlor, wusste vor allem Just mit einer guten Leistung zu überzeugen. Von allen drei Aufsteigern konnten die Friesenheimer die Chance auf den Klassenerhalt am längsten wahren. Erst die jüngste, sehr deutliche Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen besiegelte das Schicksal des Teams von Thomas König. 

©  GWD Minden – ida

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