Mit der AVWF-Methode zum optimalen Stressniveau
Bundesliga | 19. Jul 2017

Neue Saison, neues Glück! Die Vorbereitungszeit auf die Wettkampfphase ist für viele Spitzensportler die Gelegenheit, neue Weg zu gehen. Oder wie bei GWD Minden: zu hören. Von der AVWF-Methode wollen die Dankerser in Zukunft profitieren.

Es ist ein ungewöhnliches Bild im VIP-Raum der KAMPA-Halle: Die GWD-Spieler sitzen mit Kopfhören an einem langen Tisch, im Raum ist es mucksmäuschenstill. „Audio Visuelle Wahrnehmungsförderung“ ist das Stichwort und deren Erfinder Ulrich Conrady erklärt wie die Methode funktioniert: „Die Spieler hören spezielle Musik mit veränderten Frequenzen, die einen Einfluss auf das autonome Nervensystem hat.“ Vor allem Sportler ziehen Nutzen aus der stressregulierenden Wirkung der Musik. „Das Stresshormon Kortisol ist für unseren Aktivitätszustand verantwortlich. Gerade für Sportler ist es wichtig, die richtige Balance zu finden. Eine bessere Schlaf- und Regenerationsfähigkeit nach der Höchstleistung sowie eine verbesserte Aufnahmefähigkeit beim Sport selbst sind wichtige Faktoren für Höchstleistungen im Spitzensport“, sagt Conrady, der auch Weltklasseathleten wir Magdalena Neuner, Siebenkämpferin Lilly Schwarzkopf und Skispringer Martin Schmitt betreut hat.

Auch Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren zählte zu den „Schützlingen“ Conradys und hat den Blomberger Diplom-Mentaltrainer ins GWD-Boot geholt. „Ich habe die Methode während der EM 2006 in Norwegen kennengelernt und damals sehr davon profitiert. Ich bin sicher, dass auch unsere Spieler lange davon zehren werden“, ist von Behren vom sogenannten Neurocoaching überzeugt. Trainer Frank Carstens erhofft sich vor allem, dass sein Kader nicht durch Verletzungen dezimiert wird: „Das Thema Regeneration hatte bei uns schon immer einen hohen Stellenwert. In der zweiten Liga waren es die Doppelspieltage, die eine hohe Belastung darstellten. In der vergangenen Saison mussten wir aufgrund des hohen Alters vieler Leistungsträger sehr vorsichtig sein. Und in diesem Jahr dürfen wir uns wegen der Größe des Kaders nicht viele Ausfälle leisten. Darum ist es natürlich wichtig, die Regenerationsprozesse zu verbessern.“

Ursprünglich wurde diese Methode entwickelt, um bei Kindern und Erwachsenen Lernfähigkeit, Motorik sowie mentale und körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Im Spitzensport geht es beim Neurocoaching darum, die neuronalen Schaltkreise im Gehirn zu beeinflussen. Gemessen wird das aktuelle Stressniveau übrigens über die Herzratenvariabilität. „Wir erfassen die Daten der Spieler vor und nach dem Training“, erklärt Conrady. Das Feedback der GWD-Stars nach den ersten Coaching-Einheiten ist positiv: „Die Spieler sind zufrieden, weil sie die Wirkung spüren.“

© GWD Minden – bra

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