Mindens Jäger machen fette Beute
Spielberichte Saison 14/15 | 24. Sep 2014

An die Wiederholung des Vorjahreserfolges gegen den DHB-Pokalsieger hatten an der Weser wohl nur wenige geglaubt. Am Ende kam es dann sogar noch besser: Die Grün-Weißen fegten den Gegner nach der Pause regelrecht vom Parkett. Doch von vorn: Erstaunlich wenig Gegenwehr leisteten die Gäste aus Berlin schon in der Anfangsphase der Partie. Es waren vor allem die Torhüter Petr Stochl und Gerrie Eijlers, die sich gleich mehrfach auszeichneten. So hielt Mindens Keeper beim 2:1 nicht nur den Siebenmeter von Fredrik Petersen, sondern auch noch dessen Nachwurf und brachte die Stimmung in der KAMPA-Halle zum ersten Mal auf den Höhepunkt. Auch wenn man sich bei den Hausherren bei einigen Aktionen mehr Konzentration hätte wünschen können, waren sie doch die spielbestimmende Mannschaft. Das Team von Goran Perkovac agierte sehr homogen und war von allen Positionen aus torgefährlich. So gingen die Grün-Weißen ständig mit zwei oder drei Toren Vorsprung durch die erste Halbzeit. Ein überhasteter Abschluss von Christoffer Rambo machte kurz vor dem Wechsel die Chance auf eine Vier-Tore-Führung zunichte. So hieß es nach 30 Minuten 15:12.

Auch nach dem Wechsel hatten die Gastgeber weiterhin den Vorteil auf ihrer Seite, profitierten dabei aber von dem eher leidenschaftslosen Auftritt der Berliner. Die hatten nach dem 13:15-Anschlusstreffer durch Paul Drux lange Zeit nichts mehr zu bieten und kassierten drei Tore in Folge. Dann verpasste Aljoscha Schmidt die Chance, vom Siebenmeterpunkt für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen. Die Füchse brachten nun immer wieder den siebten Feldspieler, trotzdem zog das GWD-Team sein Spiel unbeirrt durch. Die Grün-Weißen witterten ihre Chance und zeigten vor allem in der Abwehr richtig Biss. So konnten sich die Dankerser beim 25:17 (50.) eine komforartikel Acht-Tore-Führung erspielen. Und das war noch nicht das Ende der Fahnenstange: Die Hausherren legten noch einen Treffer drauf und konnten einen 30:21-Erfolg bejubeln. Es war der Lohn einer konzentrierten und couragierten Mannschaftsleistung, bei der sich alle eingesetzten Akteure in die Torschützenliste eintragen konnten.

Stimmen zum Spiel:
Goran Perkovac: „Die Mannschaft hat heute eine tolle Leistung geboten. Es hat Spaß gemacht, zuzugucken. In der Abwehr hatten wir mit Miladin und Marco ein wahres Bollwerk. Im Angriff haben wir sehr diszipliniert gespielt und auf die Fehler der Berliner gelauert.“

Dagur Sigurssson: „Minden war heute klar die bessere Mannschaft und hat aggressiv gespielt. Wir sind für unsere schlechte Leistung an allen Ecken und Enden bestraft worden.“

Torschützen GWD: Miladin Kozlina (5), Christoph Steinert (5), Florian Freitag (4), Arne Niemeyer (4), Aleksandar Svitlica (3/2), Marco Oneto (3), Aljoscha Schmidt (2/1), Yves Kunkel (1), Christoffer Rambo (1), Moritz Schäpsmeier (1), Nils Torbrügge (1).
Im Tor: Gerrie Eijlers (1.-44. mit 12 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Jens Vortmann (44.-60. mit 9 Paraden, davon 1 Siebenmeter).

Torschützen Füchse: Petar Nedadic (7), Fabian Wiede (5), Konstantin Igropulo (3), Fredrik Petersen (2), Paul Drux, Jesper Nielsen, Iker Romero, Mattias Zachrisson (je 1).
Im Tor: Petr Stochl (1.-24. mit 6 Paraden), Silvio Heinevetter (24.-60. mit 3 Paraden).

Spielfilm: 1:1 (5.), 3:2 (10.), 7:5 (15.), 9:7 (20.), 12:10 (25.), 15:12 (30.), 17:13 (35.), 18:13 (40.), 22:16 (45.), 25:19 (50.), 26:20 (55.), 30:21 (60.).

Strafminuten: Oneto (16., 42.), Kozlina (38.) – Igropulo (13.), Nielsen (23., 29.), Zachrisson (42.), Nenadic (45.).
Zuschauer: 1.750

Schiedsrichter: Christoph Immel und Ronald Klein

  

 
© GWD Minden – bra

Harting Melitta Porta Möbel e.on GWD Pool
Wago EDEKA Barre Mindener Tageblatt WEZ Gufried Hummel Select HDZ-NRW Stadt Minden AS Sport