Mindener Gastspiel in Hamburg
Bundesliga | 17. Okt 2013

Den Saisonstart haben sich die Handballer von der Elbe sicherlich anders vorgestellt. Erst die Querelen um Kurzzeitgeschäftsführer Frank Rost und dann auch noch zwei deutliche Auftaktniederlagen gegen den Aufsteiger Bergischer HC sowie den THW Kiel. Seitdem läuft es jedoch wesentlich besser für den HSV. Sowohl in der Bundesliga als auch in der Königsklasse blieb die Weste der Hamburger blütenweiß. Inzwischen belegt das Team von Trainer Martin Schwalb mit 12:4 Punkten den sechsten Tabellenrang, die Formkurve zeigt klar nach oben. Insbesondere die Neuzugänge Joan Canellas Reixach (RM), Zarko Markovic (RR) und Henrik Toft Hansen (KL) erweisen sich mittlerweile als echte Bereicherungen. „Hamburg spielt eine sehr bewegliche 5:1 Abwehr und hat eine sehr starke Aufbaureihe. Außerdem sind sie qualitativ natürlich überall doppelt gut besetzt“, hebt GWD-Coach Goran Perkovac die Stärken des Gegners hervor. Gerade den tiefen Kader brauchen die Hansestädter auch, denn die Partie gegen Minden wird die dritte innerhalb von einer Woche sein. Ob der HSV am Sonnabend personell aus dem Vollen schöpfen kann, ist allerdings noch ungewiss, da Blazenko Lackovic (Sehnenentzündung in der Schulter) und Andreas Nilsson (Stauchung des Wadenbeins) auf der Kippe stehen. Immerhin haben die Hamburger im Gegensatz zu den Grün-Weißen aber keine langfristigen Ausfälle zu verkraften.

Dass der amtierende Champions League-Sieger der nächste Gegner ist, dürfte für die Mindener gar nicht so nachteilig sein. Mit der selbstverschuldeten Niederlage im Derby und dem Verlust von Moritz Schäpsmeier, der nach seinem Achillessehnenriss bereits am Dienstag operiert wurde, musste die Mannschaft zwei herbe Rückschläge verarbeiten. Im Spiel beim HSV wird niemand ein Wunder von den Grün-Weißen erwarten, daher können sie befreit aufspielen. „Wir werden sicher etwas Neues probieren. Vielleicht ist es eine Chance, dass Hamburg so ein großes Programm hat“, gibt sich Trainer Perkovac optimistisch und Geschäftsführer Horst Bredemeier fügt hinzu: „Wir dürfen keine technischen Fehler machen, die Disziplin wird entscheidend sein. Im Kader gibt es noch Luft nach oben, die Mannschaft muss sich wieder steigern. In der entscheidenden Phase passieren einfach zu viele Fehler“. Wie auch in Kiel sollte es zumindest der Anspruch der Mindener sein, besser abzuschneiden als in der letzten Saison, wo es eine deutliche 21:33-Niederlage an der Elbe setzte. Alles darüber hinaus wäre eine wünschenswerte Überraschung, wobei der Bergische HC gezeigt hat, dass der HSV auch von einem Außenseiter geschlagen werden kann. Außer Moritz Schäpsmeier stehen dafür am Sonnabend voraussichtlich alle Mann zur Verfügung.

Ob es GWD Minden dann schafft die Siegesserie der Hansestädter zu stoppen, wird sich zeigen. Unabhängig vom sportlichen Geschehen steht eines aber auf jeden Fall fest: Die Perle des Nordens ist immer einen Besuch wert.

© GWD Minden – rok

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