Klare Niederlage trotz positiver Akzente
Saison 21/22 Bundesliga Spielberichte | 23. Sep 2021

GWD Minden muss weiter auf die ersten Punkte in der neuen Saison warten. Im Spiel gegen die Füchse Berlin vor heimischer Kulisse können die Grün-Weißen nicht die geforderte Leistung abrufen. Das Spiel endet mit einer 25:31-Niederlage (10:19).

Gegen den Europapokal-Aspiranten aus Berlin waren die Rollen vor dem Anpfiff bereits klar verteilt. Waren die Grün-Weißen in den vergangenen Partien gegen die Hauptstädter noch Angstgegner, so zeigte sich heute ein anderes Gesicht.

Die Gäste erwischten den besseren Start und suchten immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen gegen den Mittelblock der Ostwestfalen, die größtenteils das Nachsehen hatten. Die wendigen Spieler der Berliner um Jacob Holm und Nils Lichtlein waren nur schwer zu verteidigen und hatten im entscheidenden Moment immer noch das Auge für ihre Mitspieler. Auf der Gegenseite zeigten sich hingegen ein statischer Gastgeber, der im Positionsangriff nur selten eine geeignete Lücke fand. Folglich zogen die Füchse mit 0:5 (6. Spielminute) davon und bestimmten zunehmend das Spielgeschehen. Nikola Jukic gelang nach sieben Minuten der erste Durchbruch, der mit dem Treffer für die Grün-Weißen belohnt wurde. Dennoch war der Knoten nicht richtig geplatzt. Die Berliner wussten um das schnelle Tempospiel der Mindener Jungs und unterbrachen im ersten Durchgang beinahe jede schnelle Umschaltaktion. Trotzdem blieben die Hausherren ruhig und bauten ihr Tempo im Positionsangriff wieder auf. Mohamed Darmoul nahm selbstbewusst das Zepter in die Hand und war im Zweikampf meist nur mit regelwidrigen Mitteln zu stoppen. Diese Gelegenheiten nahm GWD Minden aber zu selten wahr und die technischen Fehler häuften sich. Die Füchse agierten hingegen konsequent und nutzten jeden Fehler der Ostwestfalen aus. Zur Halbzeit führten die Hauptstädter verdient mit 10:19.

Nach dem Seitenwechsel trat GWD Minden anders auf. In den Zweikämpfen wurde mehr riskiert und auch die Würfe aus der zweiten Reihe saßen deutlich besser. Dieser Kampfgeist wurde prompt mit einem 2:0-Lauf belohnt und kurbelte die Stimmung der Carstens-Sieben weiter an. Die Gäste erwischten hingegen eine nervöse Anfangsminuten im zweiten Durchgang und scheiterten mit ihrem Passspiel oftmals vor der Dankerser Abwehr. Das Umschaltspiel der Grün-Weißen konnte nun an Fahrt gewinnen und verhalf zu einfachen Toren. Auch in der Schlussphase konnte GWD Minden dadurch glänzen und über die Stationen 24:30 und 25:30 (58. Spielminute) noch einmal verkürzen. Das lag auch an Lukas Grabitz, der sein Debüt im Tor der Grün-Weißen feierte und mit drei Paraden in den letzten zehn Minuten überzeugte. Dennoch konnte das Team von Jaron Siewert insgesamt nicht aus der Ruhe gebracht werden. Die entscheidenden Phasen gehörten den Gästen, die ihren Vorsprung souverän über die Bühne brachten. Nach dem Schlusspfiff zeigte die Anzeigentafel die 25:31-Niederlage der Grün-Weißen.

Am Samstag, den 03.10.21 gastiert GWD Minden beim Deutschen Meister THW Kiel.

Stimmen zum Spiel:

Frank Carstens: „Alles in allem war das heute natürlich ein souveräner und verdienter Sieg für die Berliner. Ich bin überhaupt nicht mit unserer Leistung zufrieden. Der Kampfgeist bis zum ist das Minimum, das ich von meinen Spielern erwarte. Zur Leistung in der ersten Halbzeit fehlen mir die Worte. Wir haben gezielt Konzepte für die Situationen vorbereitet, die uns heute im Angriff begegnet sind und die wir im Vorfeld erwartet haben. Dennoch haben wir sich nur selten gespielt. Insgesamt war es heute in allen Bereichen viel zu wenig.“

Jaron Siewert: „Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Die Höhe spielt dabei für mich keine Rolle. Durch die Ganzen Reisstrapazen im Vorfeld waren die Bedingungen nicht optimal. Deshalb bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, die von Anfang an im Spiel war und es über die gesamte Zeit bestimmt hat. Die verlorene zweite Halbzeit ärgert mich allerdings. Respekt an GWD Minden, dass sie sich trotz des hohen Rückstandes bis zum Schluss nicht aufgegebene haben.“

Torschützen GWD: Miro Schluroff (6), Nikola Jukic (5), Max Staar (5), Mohamed Darmoul (4/1), Mats Korte (2), Joshua Thiele (2), Jan Grebenc (1).

Im Tor: Carsten Lichtlein (1.-49. Minute mit 7 Paraden), Lukas Grabitz (50.- 60. Minute mit 3 Paraden, davon 1 Siebenmeter). 

Torschützen Füchse: Jacob Holm (5), Lasse Andersson (4), Tim Matthes (4), Paul Drux (4), Hans Lindberg (3/3), Marko Kopljar (3), Milos Vujovic (3/2), Mijajlo Marsenic (3), Fabian Wiede (2).
Im Tor: Dejan Milosavljev (1.- 60. mit 11 Paraden, davon 3 Siebenmeter).

Zeitstrafen: Janke (4.), Marsenic (5.), Pieczkowski (10.), Andersson (13.), Kopljar (28.), Schluroff (34.), Chrintz (48.).

Spielfilm: 0:4 (5.), 2:7 (10.), 4:9 (15.), 5:13 (20.), 8:17 (25.), 10:19 (30.), 12:20 (35.), 15:24 (40.), 17:25 (45.), 20:28 (50.), 23:30 (55.), 25:31 (60.).

Schiedsrichter: Adrian Kinzel, Sebastian Grobe

Zuschauer: 988

Spieltagspartner: Bei den Spielen gegen die Füchse Berlin werden wir von unserem Team-17 Partner Wago unterstützt!

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