Ins Viertelfinale gezittert
Allgemein | 27. Jul 2017

Der WM-Traum geht weiter! Nach 70 dramatischen Minuten konnten die DHB-Junioren das Achtelfinalspiel gegen Schweden mit 31:28 für sich entscheiden. Das 14:13 zur Pause und das 26:26 am Ende der regulären Spielzeit waren die Zwischenstationen im hart umkämpften Duell mit den Skandinaviern.

Damit steht eine deutsche U21-Mannschaft zum achten Mal seit 1997 unter den besten Acht bei einer Weltmeisterschaft. Gegner im Viertelfinale am Donnerstag (voraussichtlich um 19.30 Uhr) sind überraschend die Tunesier, die Island im Achtelfinale mit 28:27 schlugen.

„Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft. Wir haben aber in der Verlängerung sehr clever gespielt und hatten noch die nötigen Körner“, sagte DHB-Trainer Erik Wudtke nach dem Thriller: „Das war ein hartes Spiel. Für die Fans in der Halle und zuhause war es sicher sehr spannend. Wir bekommen viel Unterstützung aus der Heimat – und die haben wir auch heute gespürt. Beide Torhüter – Stefan Hanemann und Joel Birlehm waren sehr gut, in den entscheidenden Phasen haben zudem Marian Michalczik und Lukas Mertens tolle Akzente gesetzt.“ Mit sechs Treffern gehörte Marian Michalczik zu den erfolgreichsten Schützen seines Teams.

Wie schon in den vergangenen Partien legte die DHB-Auswahl einen tollen Start hin, war ab der ersten Minute hellwach. Doch nach der 5:2-Führung riss der Faden, Schweden erzielte vier Treffer in Folge. Ab diesem Zeitpunkt und bis zur 68. Minute war das schnelle und intensive Spiel komplett auf Augenhöhe, auch wenn die Führung häufig wechselte. Beim 12:11 lagen die Deutschen wieder vorne, den 14:13-Pausenstand sicherte Marian Michalczik mit einem Hammer aus elf Metern.

Die Skandinavier kamen stärker aus der Kabine zurück, setzten sich nach einigen deutschen Fehlern im Angriff auf 21:18 (40.) ab. Doch eine Auszeit von Wudtke wirkte Wunder: Torwart Birlehm zeigte einige wichtige Paraden, die Abwehr stand sicherer und im Angriff wurde gegen den ebenfalls starken schwedischen Torwart Anton Hagvall (insgesamt 16 Paraden) nun effizienter abgeschlossen. Beim 21:21 war der Ausgleich geschafft. Und als Stefan Hanemann einen schwedischen Siebenmeter abwehrte, setzte dies weitere Kräfte frei. Der vierte Treffer in Folge zum 22:21 war die logische Konsequenz, nun nahm Schweden nach acht torlosen Minuten seine Auszeit.

Aber entschieden war selbst nach dem 23:21 nichts. Mehrmals lag die DHB-Auswahl in der Schlussphase mit zwei Toren Differenz vorne, aber die Skandinavier zeigten Moral, glichen immer wieder aus, wie beim 26:26 zwei Minuten vor dem Ende.

In der Verlängerung zeigen beide Torhüter weiter ihre Klasse. Mit einem 28:28 werden die Seiten gewechselt, noch fünf Minuten in diesem dramatischen Showdown. Spätestens jetzt wurde Joel Birlehm zum Turm in der Schlacht, kassierte in der zweiten Hälfte der Verlängerung – unterstützt von der nun bärenstarken DHB-Abwehr – keinen Treffer mehr. Als der Magdeburger Lukas Mertens in der Schlussminute zum Endstand von 31:28 traf, war der Einzug ins Viertelfinale perfekt.

© GWD Minden – bra /dhb

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