In Minden sagt man Tschüss
Allgemein Bundesliga | 10. Jun 2019

Sieben Spieler verlassen GWD / Stadt, Mitspieler und Verein haben Spuren hinterlassen

Niemals geht man so ganz… Das gilt ganz besonders für Dalibor Doder, der in seinen neun Jahren bei GWD Minden eine kleine Ära geprägt hat. Er bezeichnet Minden als „zweite Heimat“, hat für Dankersen weit mehr als 1.000 Tore geworfen, seine beiden Kinder kamen hier zur Welt. Insgesamt verlassen sieben Spieler den Verein und geben heute noch einmal ihr letztes Hemd für GWD.

Zum Beispiel Lukas Kister, der als Teenager an die Weser kam, hier fünf Jahre seines Lebens verbracht hat und mit Abitur, Freundin und zahlreichen Freundschaften wieder ins Ruhrgebiet geht. Oder Torwart Kim Sonne Hansen, der gerne noch bleiben wollte. Hier in Minden ist er erwachsen geworden, oder wie er es ausdrückt: „Ich habe Haare auf der Brust bekommen.“ Nicht zu vergessen: Andreas Cederholm, Luka Zvizej, Maurice Paske und Anton Månsson, die jeweils zwei Jahre Vollgas für Grün-Weiß gegeben haben.

Dalibor Doder, 40 Jahre alt, bei GWD von 2010-2019

9 Jahre GWD: Was war für dich der schönste Moment mit dem Verein?
Es gab viele schöne Momente, aber die beiden Aufstiege in die 1. Liga sind natürlich unvergesslich. Und während der Zeit bei GWD sind meine beiden Kinder hier geboren. Das sind also echte Mindener.

Was nimmst Du mit aus der Zeit bei GWD?
Freundschaften, viele Erinnerungen, einfach eine gute Zeit. Ich hoffe, dass ich die Kontakte pflegen und halten kann. Nach neun Jahren ist klar: Minden ist meine zweite Heimat.

Was wirst Du vermissen?
Die Leute und mein Leben hier.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Ich habe bei Ystads IF einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben mit Option auf ein drittes Jahr. Darauf freue ich mich. Ich werde mich an mein neues Leben in Schweden erst einmal gewöhnen müssen. Aber das Leben braucht Veränderungen.

Was wünschst Du GWD für die kommenden Jahre?
Ich wünsche GWD alles Gute und so viele Siege wie möglich.

Andreas Cederholm, 29 Jahre alt, bei GWD von 2017-2019

2 Jahre GWD: Was war für dich der schönste Moment mit dem Verein?
Der klare Sieg diese Saison im Heimspiel gegen Melsungen. Die Stimmung in der Halle war fantastisch und wir haben einfach alle richtig super gespielt.

Was nimmst Du mit aus der Zeit bei GWD?
Die vielen netten Menschen, die ich kennenlernen durfte, neue Freunde. Das nehme ich mit.

Was wirst Du vermissen?
Die Mannschaft, weil wir uns alle wirklich gut verstanden haben.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Ich will ein noch besserer Spieler werden, mich weiterentwickeln. Deshalb habe ich mich für den Wechsel nach Lemgo entschieden. Ich möchte einfach noch mehr spielen.

Was wünschst Du GWD für die kommenden Jahre?
Ich wünsche GWD, dass der Verein den nächsten Schritt in der Tabelle schafft, aber am besten hinter meinem neuen Verein Lemgo bleibt.

Luka Zvizej, 38 Jahre alt, bei GWD von 2017-2019

2 Jahre GWD: Was war für dich der schönste Moment mit dem Verein?
Es war einfach insgesamt eine schöne Zeit. Der beste Moment war wahrscheinlich die Entscheidung, nach Minden zu kommen.

Was nimmst Du mit aus der Zeit bei GWD?
Viele neue Erfahrungen als Spieler und Mensch. Der Blick auf den Handball ist überall anders. Hier in Deutschland steht im Training Qualität vor Quantität.

Was wirst Du vermissen?
Das wird sich zeigen. Auf jeden Fall nehme ich viele Erinnerungen mit. Ich freue mich auf die besonderen Momente beim letzten Heimspiel.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Wir gehen zurück nach Slowenien. Ich habe schon Pläne, aber die sind noch nicht offiziell. Ich werde auf jeden Fall im Handball bleiben, aber nicht mehr als Spieler.

Was wünschst Du GWD für die kommenden Jahre?
Nur das Beste! GWD soll die nächsten ein, zwei Schritte machen. Das wäre super.

Lukas Kister, 20 Jahre alt, bei GWD von 2014-2019

5 Jahre GWD: Was war für dich der schönste Moment mit dem Verein?
Die dreifache Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft mit der B- und A-Jugend von GWD. Und natürlich die Möglichkeit, in der Bundesliga zu spielen. Meinen ersten Einsatz vergesse ich nie.

Was nimmst Du mit aus der Zeit bei GWD?
Jede Menge: Mein Abitur, meine Freundin Milena, die jetzt mit mir nach Dortmund geht und viele Freundschaften.

Was wirst Du vermissen?
Die Größe der Stadt. Ich finde den Mix aus Anonymität und Familie einfach perfekt. Das fällt mir immer auf, wenn ich wieder in meiner Heimatstadt Dortmund bin. Da ist Minden echt super.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Die nächsten zwei Jahre spiele ich bei Eintracht Hagen. Da will ich mich weiterentwickeln. Daneben will ich mein Studium im Dienstleistungsmanagement vorantreiben. In drei Jahren will ich meinen Bachelor in der Tasche haben.

Was wünschst Du GWD für die kommenden Jahre?
Ich wünsche GWD, dass der Verein auf seinem Weg bleibt, den er seit ein paar Jahren eingeschlagen hat. GWD soll einfach Erfolg haben.

Kim Sonne Hansen, 26 Jahre alt, bei GWD von 2015-2019

4 Jahre GWD: Was war für dich der schönste Moment mit dem Verein?
Da gab es viele schöne Momente. Zum Beispiel das Unentschieden in Kiel 2017. Das werde ich nicht vergessen.

Was nimmst Du mit aus der Zeit bei GWD?
Ich habe in Minden Haare auf meine Brust bekommen, also bin hier erwachsen geworden. Das war eine schöne Zeit. Ich bin hier in Minden zum ersten Mal mit meiner Freundin zusammen gezogen, hier ist unser Sohn Anton auf die Welt gekommen. Minden wird immer einen Platz in unserem Leben haben.

Was wirst Du vermissen?
Auf jeden Fall den Verein, der sich in den vier Jahren so super entwickelt hat. Ich werde die Stadt vermissen mit der tollen Natur drumherum. So etwas gibt es in Dänemark in dieser Art nicht. Wir finden es hier wunderschön.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Ich gehe nach Frankreich zum Aufsteiger Chartres Metropole. Das wird spannend mit einer neuen Sprache, einer neuen Kultur. Ich hoffe auf eine gute Zeit.

Was wünschst Du GWD für die kommenden Jahre?
Ich wünsche mir, dass GWD weiter in der Spur bleibt. Der Verein hat das Potenzial, noch mehr zu erreichen.

Anton Månsson, 30 Jahre alt, bei GWD von 2017-2019

2 Jahre GWD: Was war für dich der schönste Moment mit dem Verein?
Das waren insgesamt zwei schöne Jahre ohne Abstiegsstress. Das Highlight war vielleicht der Derbysieg letzte Saison. Das war eine super Stimmung.

Was nimmst Du mit aus der Zeit bei GWD?
Neue Kontakte, neue Freunde. Ich habe andere Sachen gelernt und hatte als Backup von Magnus eine neue Rolle auszufüllen.

Was wirst Du vermissen?
Die Atmosphäre bei den Bundesligaspielen vor voller Halle. Das ist immer wieder schön.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Ich gehe zurück nach Schweden, spiele dort für OV Helsingborg. Das ist nur 15 Kilometer von meiner Heimat entfernt. Ich habe für drei Jahre unterschrieben und will so lange spielen, wie mein Körper das mitmacht.

Was wünschst Du GWD für die kommenden Jahre?
Alles Gute. Ich hoffe, dass das Team erfolgreich weitermacht. Irgendwann sollen sie den einstelligen Tabellenplatz schaffen.

Maurice Paske, 23 Jahre alt, bei GWD von 2017-2019

2 Jahre GWD: Was war für dich der schönste Moment mit dem Verein?
Im meinem ersten Jahr haben wir gleich zu Beginn in Wetzlar einen Punkt geholt. Das war echt cool und wir hatten eine super Stimmung.

Was nimmst Du mit aus der Zeit bei GWD?
Auf jeden Fall viele Freundschaften. Und auch auch sportlich hat mich die Zeit richtig nach vorne gebracht, weil ich ja auch sehr viel trainieren und in der zweiten Mannschaft viel spielen durfte

Was wirst Du vermissen?
Minden selbst. Es ist hier echt cool für eine recht kleine Stadt. Und natürlich werde ich die Leute vermissen.

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Ich gehe für mindestens zwei Jahre zum Zweitligisten Emsdetten. Das war jetzt der logische nächste Schritt. Und ich will ein Fernstudium starten.

Was wünschst Du GWD für die kommenden Jahre?
Dass der Verein seine sportlichen Ziele erreicht.

Stefan Rüter

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