In Magdeburg vor der „ultimativen Herausforderung“
Bundesliga | 25. Mai 2017

Die Pflicht ist getan, jetzt kommt die Kür. Nach dem letzten Heimerfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf bleiben dem Team von GWD Minden noch vier Spiele, in denen es heißt, „die optimale Ausbeute aus der Saison herauszuholen.“

Mit 24 Punkten auf dem Konto haben die Ostwestfalen ihre Hausaufgaben in Sachen „Klassenerhalt“ schon frühzeitig gemacht. Gegen die Top-Teams aus Magdeburg und Berlin und insbesondere gegen die Kellerkinder TVB 1898 Stuttgart und HSC Coburg sollen trotzdem noch weitere Punkte her. Am Anfang des grün-weißen Restprogramms steht dabei die wohl vermeintlich schwierigste Aufgabe, wenn man am Freitag beim SC Magdeburg zu Gast ist.

Das Team von der Elbe hat in den vergangenen Monaten einen Erfolgslauf hingelegt, der seinesgleichen sucht. Der Traditionsklub rangiert mit 44 Zählern aktuell auf dem fünften Tabellenplatz und damit nur hauchdünn hinter den Europapokalplätzen. Seit der 24:28-Niederlage gegen den THW Kiel am 11. Dezember ist das Team von Bennet Wiegert in der DKB Handball-Bundesliga ungeschlagen und damit die herausragende Mannschaft der Rückrunde. Eine Aufgabe, die Gästetrainer Frank Carstens durchaus reizvoll findet: „Das ist super interessant!“ Noch am Mittwoch musste der SCM bei den Füchsen Berlin antreten und trennte sich vom Tabellennachbarn mit einem 25:25-Remis.

„Die machen unheimlich Druck über ihr Tempospiel“, sagt Frank Carstens über seinen ehemaligen Klub. Nicht umsonst ist Rechtsaußen Robert Weber mit 185 Toren momentan an der Spitze der Torjägerliste zu finden. Auch Michael Damgaard tummelt sich unter den zehn besten Schützen der Liga. „Er ist sehr entscheidend für das Angriffsspiel“, urteilt Carstens, der auch die Defensivqualitäten des nächsten Gegners zu schätzen weiß: „Die haben mit Finn Lemke und Zeljko Musa zwei echte Bahnschranken hinten drin stehen. Da muss man erst einmal die Lücke finden.“

GWD Minden muss die „ultimative Herausforderung“ an der Elbe sehr wahrscheinlich ohne Miladin Kozlina angehen, der Probleme in der Lendenwirbelsäule hat. Bei Dalibor Doder ist die Entzündung im Fuß mittlerweile abgeklungen. Der Mittelmann hat allerdings noch Trainingsrückstand. Bei Magnus Jernemyr und Charlie Sjöstrand gibt es leichte Knieprobleme. Die Zeichen für einen Einsatz stehen bei beiden aber gut. Die Partie in der GETEC-Arena wird am Freitag um 19.45 Uhr angepfiffen.

© GWD Minden – bra

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