In Hamburg zu spät aufgewacht
Spielberichte Saison 14/15 | 22. Apr 2015

Nicht einmal zehn Treffer gelangen den Grün-Weißen in der ersten Halbzeit – ein Beleg für die nicht gerade überzeugende Angriffsleistung des GWD-Teams. Schon die Anfangsphase gehörte den Hausherren, die sofort die Führung übernahmen. In der 8. Minute vergaben Aleksandar Svitlica und Arne Niemeyer innerhalb weniger Sekunden freistehend vor Johannes Bitter. Statt 4:4 stand es danach also 5:2 für den HSV. Beim 8:3 (13.) sah es aus, als sollten die Hanseaten deutlich davonziehen. Doch es folgte die stärkste Phase der Mindener, in der die Abwehr zu mehr Stabilität fand und auch Torhüter Jens Vortmann etliche Paraden zeigte. Doch mehr als das zwischenzeitliche 8:6 (19.) sprang für die Dankerser nicht heraus. Angeführt vom agilen Kentin Mahé, dessen Kreise die GWD-Defensive nie wirklich einengen konnte, zog der HSV zur Pause wieder auf 14:9 davon.

Auch nach dem Wechsel verzichtete Frank Carstens auf den klassischen Halblinken und ließ Florian Freitag an der Seite von Dalibor Doder agieren. Mit Erfolg – die Schlagzahl im Dankerser Angriff erhöhte sich merklich. Fünf Tore in nur sechs Minuten erzielten die Grün-Weißen nach dem Wiederanpfiff und spielten Handball wie auf der Überholspur. Für das entscheidende Manöver reichte es bei den engagiert kämpfenden Gästen allerdings nicht. Nach dem 17:17 (39.) durch Aljoscha Schmidt waren die Mindener gleichauf, konnten dann aber nicht mehr zulegen. Zwar ließ sich die Carstens-Sieben nicht abschütteln und kamen immer wieder zu guten Aktionen, in den entscheidenden Situationen schlichen sich dann aber Fehler ein. Die Big Points gelangen dafür in der Schlussphase den Hanseaten, die von der Erfahrung solcher Leute wie Pascal Hens und Johannes Bitter profitierten. „Uns hat da einfach die Cleverness gefehlt“, sagte Mindens verletzter Mittelmann Sören Südmeier nach der Partie.

 
Stimmen zum Spiel:

Frank Carstens: „Der HSV war über die 60 Minuten gesehen das bessere Team und hat in den entscheidenden Phasen gute Aktionen gesetzt. Wir haben in der ersten Halbzeit die Einstellung vermissen lassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann einige einfache Ballgewinne und hatten eine gute Phase. Leider sind wir heute an vielen individuellen Fehlern gescheitert. Vor allem im Zweikampfverhalten haben wir nicht die Qualität gehabt, die man braucht, um hier zu bestehen.“

Jens Häusler: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr konzentriert gespielt. In der zweiten Halbzeit kam dann der Fehlerteufel und hat uns arg in Bedrängnis gebracht. Aber am Ende haben wir an uns geglaubt und zusammen gestanden. So konnten wir das Blatt zu unseren Gunsten wenden.“

Torschützen GWD: Aljoscha Schmidt (5/2), Aleksandar Svitlica (5), Moritz Schäpsmeier (4), Nenad Bilbija (2), Dalibor Doder (2), Florian Freitag (2), Marco Oneto (2), Christoph Steinert (2), Miladin Kozlina (1).
Im Tor: Jens Vortmann (1.-60. mit 17 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Gerrie Eijlers (bei 5 Siebenmetern, davon 1 Parade).

Torschützen HSV: Kentin Mahé (7/4), Pascal Hens (6), Stefan Schröder (4), Kevin Schmidt (4/3), Alexandru Simicu (2), Torsten Jansen (1/1), Matthias Flohr (1), Henrik Toft Hansen (1), Davor Dominikovic (1), Adrian Pfahl (1).
Im Tor: Johannes Bitter (1.-60. mit 15 Paraden, davon 2 Siebenmeter).

Spielfilm: 3:2 (5.), 6:3 (10.), 8:3 (15.), 8:6 (20.), 12:8 (25.), 14:9 (30.), 16:13 (35.), 17:17 (40.), 21:19 (45.), 25:22 (50.), 25:23 (55.), 28:25 (60.).

Strafminuten: Schäpsmeier (12.), Kozlina (26.), Oneto (45.), Jernemyr (59.) – Jansen (30.).

Zuschauer: 5.165
Schiedsrichter: Peter Behrens und Marc Fasthoff

© GWD Minden – bra

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