Im Endspurt nicht die Linie verlieren
Bundesliga | 30. Mai 2017

Drei Mal muss GWD Minden in der Saison 2016/2017 noch antreten. Der Auswärtsaufgabe in Coburg stehen zwei Heimspiele gegenüber. Am Mittwoch ist mit dem TVB 1898 Stuttgart ein Team an der Weser zu Gast, für das es noch um sehr viel geht. 

Der Klassenerhalt, um den man sich im GWD-Lager seit dem Wochenende gar keine Gedanken mehr machen muss, steht für die Schwaben noch auf dem Spiel. Mit 18 Punkten steht der TVB nur einen Zähler besser da als der TBV Lemgo, der gerade den ersten Abstiegsplatz belegt. Gegen die Füchse Berlin unterlag die Mannschaft von Markus Baur am Wochenende nur knapp mit 27:29 und bot dabei eine Leistung, die den Süddeutschen Mut macht. „Wenn wir so spielen wie gegen Berlin, gewinnen wir alle Spiele“, heißt es von Marian Orlowski. Auf einen seiner größten Hoffnungsträger muss Baur im Saisonendspurt allerdings verzichten. Michael Kraus fällt mit einem Trümmerbruch der Mittelhand aus.

Das Hinspiel konnte GWD Minden im Dezember mit 31:29 für sich entscheiden. „So einfach wird es dieses Mal aber nicht“, weiß GWD-Coach Frank Carstens, mussten die Stuttgarter doch vor dem Jahreswechsel ohne Stammkeeper Johannes Bitter auskommen. Mittlerweile ist Bitter wieder fit und gehört zu den absoluten Leistungsträgern. Zu denen zählt Frank Carstens auch Michael Schweikardt, auf dessen Schultern die Last auf der Mittelposition nach dem Kraus-Ausfall allein liegt. „Stuttgart hat eine überragende Spielanlage mit Ball und besitzt seine Stärken ganz klar in der Offensive. Ohne Michael Kraus fällt es schwerer, die Knackpunkte auszumachen“, analysiert Frank Carstens.

Bei den Ostwestfalen lautet die Devise, auch bis zum Saisonschluss „eine gerade Linie zu halten und alles reinzuschmeißen“. Dazu können am Mittwoch auf jeden Miladin Kozlina und Florian Freitag ihren Teil beitragen. Beide dürften nach überstandenen Rückenproblemen wieder im Kader stehen. Moritz Schäpsmeier wird dagegen ausfallen. Der Rückraumrechte wurde bei einer Untersuchung durch die Berufsgenossenschaft an seinem Sprunggelenk derart belastet, dass ein Einsatz gegen Stuttgart aufgrund der aufgetretenen Schwellung unmöglich ist. Mit dem jungen Max Staar steht der Schäpsmeier-Ersatz allerdings schon parat.

© GWD Minden – bra

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