Hoamspui is!
Bundesliga | 24. Okt 2013

Die Gäste aus Hessen haben vor der Saison für mächtig Aufruhr in der Handball-Welt gesorgt, als sie mit Ivano Balic einen absoluten Superstar in ihre Reihen holen konnten. Darüber hinaus sicherte sich Wetzlar die Dienste von Norwegens Nationaltorhüter Magnus Dahl. Dementsprechend sind auch die Erwartungen an das Team von Trainer Kai Wandschneider gestiegen. „Ich habe gehört, dass hier etwas Großes entstehen soll“, ließ der zweifache kroatische Welthandballer Balic bei seiner Präsentation verlauten. Nach zehn Spieltagen hängt man allerdings hinter den Erwartungen zurück. Mit 7:13 Punkten ist die HSG lediglich auf Platz zwölf und stünden nicht zuletzt zwei Siege in Serie zu buche, wäre die Mannschaft im Tabellenkeller zu finden. Die Trendwende ist zwar sicherlich nicht an einem Spieler festzumachen, aber seitdem der dreimalige Champions League-Sieger Carlos Prieto (KL) nachverpflichtet wurde, geht es aufwärts. Dem 31:18-Kantersieg in Balingen folgten zwei ungefährdete Heimerfolge gegen Eisenach und den Bergischen HC im Pokal. Die Hessen haben momentan einen Lauf und auch die Verletzungsmisere, Magnus Dahl (Augenverletzung) und Rückraumspieler Adnan Harmandic (Daumenbruch) fehlten längerfristig, reißt langsam ab. An seine alte Wirkungsstätte zurückkehren wird Evars Klesniks, der in der letzten Spielzeit noch das Trikot der Gastgeber trug.

Komplett umgekehrt stehen die Vorzeichen für GWD Minden. Die Generalprobe im Pokal ging mächtig in die Hose. Beim 20:35-Debakel in Lemgo ließ die Mannschaft alles vermissen, was sie sonst auszeichnet. Selbst vom so oft zu Recht gelobten Kampfgeist war spätestens ab Mitte der zweiten Halbzeit wenig zu sehen. Einzig positiv ist die Nachricht, dass sich niemand verletzt hat. „Gestern war nichts zu holen, so peinliche Niederlagen hat niemand gerne“, findet GWD-Coach Goran Perkovac am Tag nach der Pleite deutliche Worte. Mut machen sollte das Ergebnis der letzten Heimpartie gegen die Hessen. 35:26 hieß es am Ende für das Team von der Weser. Nach Möglichkeit sollte der Sieg aus der Vorsaison wiederholt werden, denn langsam wird die Luft im Tabellenkeller dünner und ein Erfolgserlebnis würde der Mindener Seele gut tun. Dafür gilt es, sowohl auf Seiten der Mannschaft als auch der Zuschauer die Pokalniederlage abzuhaken und den Blick nach vorn zu richten. „Ich verliere lieber einmal hoch als fünfzehn Mal mit einem Tor“, gibt sich der GWD-Trainer trotzig. „Wir müssen uns wieder auf unsere Stärken besinnen, solide Abwehrarbeit und diszipliniert im Angriff. Das ist jetzt das wichtigste Spiel der letzten Wochen. Die Mannschaft, die am Samstag gewinnt, hat einen riesen Schritt in eine positive Richtung gemacht.“

Bleibt zu hoffen, dass das Desaster von Lemgo tatsächlich ein einmaliges Ereignis war. Um Wetzlar zu besiegen, ist definitiv eine gewaltige Leistungssteigerung des Teams von Nöten. Die Tageskasse öffnet ab 17:00 Uhr und im Anschluss der Partie findet das allseits beliebte Oktoberfest statt. Hoffentlich gibt es einen Grund zu feiern!

© GWD Minden – rok

Harting Melitta Porta Möbel e.on GWD Pool
Wago EDEKA Barre Mindener Tageblatt WEZ Gufried Hummel Select HDZ-NRW Stadt Minden AS Sport