Heimspielauftakt gegen Flensburg
Bundesliga | 22. Aug 2013

Mit dem 29:26-Erfolg über den übermächtigen Kontrahenten der letzten Jahre, den THW Kiel, untermauerte das Vranjes-Team am Dienstagabend seine Titelambitionen. Bereits in der ersten Hälfte führte man gegen den deutschen Rekordmeister mit 15:12 und gab diesen Vorsprung auch bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. „Flensburg ist für mich Favorit Nummer eins auf die Meisterschaft. Sie sind sehr eingespielt und haben den besten Torwart der Liga“, zeigt sich Mindens Trainer Goran Perkovac begeistert vom Team aus Norddeutschland. Überzeugen konnten im Spiel gegen den THW Kiel vor allem drei der vier Neuzugänge. Der junge Serbe Bogdan Radivojevic (20) avancierte in seinem ersten Pflichtspiel im Flensburger Dress mit fünf Treffern gleich zum besten Torschützen seines neuen Teams. Auch Jim Gottfridsson (20) und Drasko Nenadic (23) wussten zu überzeugen. Die durch die Abgänge von Petar Djordjic und Arnor Atlason entstandenen Lücken waren durch die bereits gute Integration der Neulinge nicht mehr zu erkennen. In der KAMPA-Halle muss SG-Trainer Ljubomir Vranjes aber, wie auch schon beim Supercup, auf seinen Rückraumlinken Lars Kaufmann verzichten. „Wenn Lars Kaufmann zurückkehrt, sind sie auf jeder Position sehr stark besetzt“, fügt Perkovac an. Der deutsche Nationalspieler musste sich einer erneuten Knieoperation unterziehen, bei der freie Gelenkkörper entfernt wurden.

 Auch die Grün-Weißen aus Minden haben ihr erstes Pflichtspiel, wenn auch glanzlos, gewinnen können. In der kuriosen DHB-Pokalbegegnung gegen die eigene zweite Mannschaft setzte man sich mit 28:22 (16:11) durch. „Ich kann mit diesem Spiel überhaupt nicht zufrieden sein. In der Abwehr haben wir viel zu passiv agiert, als ob wir gegen eine Frauenmannschaft spielen, die wir nicht anfassen dürfen. Und vorne haben wir aus dem A-Jugend Torwart Thierry Omeyer gemacht“, zeigt sich Goran Perkovac sehr unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft am Mittwochabend. Gegen den Champions League-Teilnehmer aus Flensburg wird es jetzt aber zum ersten Mal so richtig ernst in dieser Saison. „Mit Flensburg kommt die momentan stärkste deutsche Mannschaft bzw. genauer gesagt, die stärkste Mannschaft aus der DKB Handball-Bundesliga nach Minden“, ist sich auch GWD-Manager Horst Bredemeier der schwierigen Aufgabe bewusst und kann sich dabei einen Seitenhieb ob der hohen Ausländerquote des Gastes nicht verkneifen. Sein Team wird dabei wahrscheinlich auf Spielmacher Dalibor Doder und Christoph Steinert verzichten müssen. Während Linkshänder Steinert nach wie vor wegen einer Kapselverletzung im Sprunggelenk pausiert, hat sich der schwedische Spielmacher beim HARTING-Cup einen kleinen Anriss in der Ursprungssehne des hinteren Oberschenkels am Gesäß zugezogen. Auf jeden Fall fehlen wird GWD-Neuzugang Yves Kunkel, der weiterhin bei der Jugend-Weltmeisterschaft in Ungarn weilt. 

„Ich erhoffe mir einfach eine starke Abwehr, aus der auch schnell nach vorne gespielt wird. Gelingt uns dies, sollten wir lange mithalten können“, hofft der Trainer der Grün-Weißen auf einen positiven Einstand für sich und sein Team in der Mindener KAMPA-Halle. Direkt vor der Begegnung gibt es noch einmal ein Wiedersehen mit seinem Vorgänger. Sead Hasanefendic, der das Team in den letzten Spielen der vergangenen Saison zum Klassenerhalt führte, soll offiziell verabschiedet werden. Bereits am Montag geht es für Hasanefendic nach Tunesien, wo er das Amt des Nationaltrainers übernommen hat.

© GWD Minden – mat

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