GWD zu Gast beim Rekordmeister
Bundesliga | 04. Okt 2013

Dass die Aufgabe für die Mannschaft aus dem Mühlenkreis gar nicht schwerer sein kann, beweist schon ein Blick auf die Tabelle. Der THW grüßt mit 14:0 Punkten von ganz oben. Das Team von Trainer Alfred Gislason ist sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League bisher ungeschlagen. Lediglich die SG Flensburg-Handewitt bezwang die Zebras mit 29:26 im Supercup. „Kiel kann sehr variabel spielen, das macht sie oft unberechenbar. Außerdem haben die natürlich einfach Qualität, sind überall doppelt stark besetzt“, weiß GWD-Coach Goran Perkovac um die Stärke der Gastgeber, die am Samstag auf keinen ihrer Stars verzichten müssen. Bester Torschütze des THW in der laufenden Saison ist Rückraumspieler Marko Vujin mit im Schnitt starken 7,9 Treffern pro Spiel. Daneben konnten bisher besonders Kapitän Filip Jicha und Kreisläufer Rene Toft Hansen überzeugen. Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Insbesondere in den Heimspielen gegen den VfL Gummersbach (31:30) sowie HSG Wetzlar (26:25) taten sich die Zebras sehr schwer, lagen sogar mit fünf und mehr Toren in Rückstand. Daraus wird ersichtlich, dass sich die Mannschaft von der Ostsee nach dem personellen Umbruch – unter anderem verließen Thierry Omeyer, Daniel Narcisse oder Marcus Ahlm die Kieler – erst noch einspielen muss.

Genau darin liegt auch die Chance der Grün-Weißen, zumindest einen Zähler aus der ehemaligen Ostseehalle mitzunehmen. Im Gegensatz zum THW blieb der Kader der Mindener nahezu unverändert. „Wir haben das Potential, Kiel in eine Situation zu bringen, wo sie sich anstrengen müssen. Wenn die Abwehrleistung passt, dann hat man vielleicht eine Chance“, macht GWD-Trainer Perkovac Hoffnung. Nicht sehr hilfreich ist diesbezüglich, dass im rechten Rückraum arge Verletzungssorgen herrschen. Ein Fragezeichen stand die ganze Woche hinter Moritz Schäpsmeier, der aber trotz einer am Sonntag erlittenen Verletzung an der rechten Hand wohl spielen kann. Christoph Steinert fällt hingegen mit einer Platzwunde im Gesicht aus. Immerhin stimmt die kämpferische Einstellung der Grün-Weißen zuversichtlich. Wenn es die Mannschaft darüber hinaus noch schafft, effektiver im Abschluss zu werden und in entscheidenden Situationen zur Stelle zu sein, dann ist am Sonnabend vielleicht eine kleine Sensation möglich. Ein Punkt an der Ostsee wäre im Abstiegskampf auf jeden Fall Gold wert. Zumindest muss es jedoch das Ziel sein, besser abzuschneiden als letzte Saison, wo es eine 26:37-Niederlage an der Kieler Förde setzte. Der letzte Sieg der Mindener bei den Zebras liegt übrigens beinahe 30 Jahre zurück.

Egal ob nun möglicherweise Geschichte geschrieben wird oder der Favorit die Oberhand behält, bereuen dürften die Zuschauer den Besuch der Sparkassen-Arena sicherlich nicht, denn die Stimmung wird wie immer mitreißend sein.

© GWD Minden – rok

Harting Melitta Porta Möbel e.on GWD Pool
Wago EDEKA Barre Mindener Tageblatt WEZ Gufried Hummel Select HDZ-NRW Stadt Minden AS Sport