GWD WM-Update: Christensen und Gullerud spielen um Gold
Bundesliga | 26. Jan 2019

Des einen Freud, des anderen Leid! Die deutsche Handball-Nationalmannschaft muss nach der deutlichen 25:31 (12:14)-Halbfinalniederlage ihre Titelträume begraben. Für Gegner Norwegen mit den beiden Mindenern Espen Christensen und Magnus Gullerud geht es dagegen am Sonntag in Herning um die Goldmedaille.

Während die DHB-Spieler in den letzten Sekunden der Begegnung in der Hamburger Arena mit gesenkten Köpfen über das Parkett schlichen, vollführten die Skandinavier bereits Freudentänze auf der Bank. Alle voran Magnus Gullerud, der auch gestern wieder eine der zentralen Figuren im Abwehrverbund der Skandinavier gewesen ist. Mit insgesamt 16 abgefangenen Bällen und 10 Blocks gehört der Mann mit der Nummer 21 zu den Top-Verteidigern des Turniers und liegt in den Statistiken gleichauf mit Patrick Wienczek aus dem DHB-Team. Im Halbfinale gelang Gullerud, der im Angriff den Platz am Kreis für den gestern überragenden Bjarte Myrhol räumte, ein Treffer vor dem Wechsel. Sein Mindener Teamkollege Espen Christensen erhielt nach Mitte der zweiten Halbzeit ein paar Minuten Einsatzzeit und konnte sich bei zwei Paraden auszeichnen. Auch er ist in den Turnierstatistiken weit vorn zu finden: mit 39 Prozent gehaltener Bälle ist Christensen aktuell nach Mikael Appelgren und dem Kroaten Stevanovic drittbester Keeper des Turniers.

Vor 12.500 Zuschauer in der Barclaycard Arena zeigten die Skandinavier von Beginn an eine äußerst disziplinierte Leistung. Vor allem die Achse Sagosen / Myrhol stellte die DHB-Abwehr vor eine Aufgabe, die ihr mit zunehmendem Spielverlauf mehr und mehr Probleme bereitete. Bereits kurz vor dem Wechsel hatte das Team von Christian Berge erstmals eine Drei-Tore-Führung herausgespielt. Während das DHB-Team im Abwehr- vor allem aber im Angriffsbereich nur phasenweise an die starken Leistungen der Hauptrunde anknüpfen konnte, zeigten die Norweger kaum Schwächen. Als die Gastgeber als Folge einer Flut von Zeitstrafen auch noch Abwehrchef Hendrik Pekeler verloren, schlug das Pendel immer mehr zu Gunsten des Vize-Weltmeister von 2017 aus. Als in den letzten beiden Minuten die deutschen Hoffnungen der Resignation wichen, sorgten Gäste für ein ähnlich deutliches Ergebnis wie Dänemark, das im anderen Halbfinale Frankreich mit 38:30 bezwang.

Somit kommt es am Sonntag in Herning (17.30 Uhr) zum rein skandinavischen Endspiel. „Unser Ziel ist es, um eine Medaille zu kämpfen“, hatte Magnus Gullerud vor dem Turnier die Marschroute ausgegeben. Für den Kreisläufer und auch für Torhüter Espen Christensen ist es nach 2017 das zweite WM-Finale. Eine Medaille wird es auch auf jeden Fall für Kevin Gulliksen geben. Der Rechtsaußen hatte nach der Vorrunde für den Erlanger Peter Overby den Platz räumen müssen, gehört aber weiterhin zum erweiterten Kader des Teams.

© GWD Minden – bra

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