GWD will in Magdeburg den Jahresendspurt starten
Bundesliga | 12. Dez 2014

Die Ausgangsituationen beider Mannschaften sind sehr unterschiedlich: Magdeburg hat von den letzten zehn Spielen lediglich zwei verloren, Minden hat aus den letzten zehn Partien nur zwei Siege holen können. Die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt hat sich mittlerweile hinter dem Spitzentrio aus Kiel, Mannheim und Flensburg auf dem vierten Platz der Liga eingenistet und arbeitet eifrig daran, sich für das europäische Geschäft zu qualifizieren. „Sie sind jetzt da wo sie hin wollen und auch hingehören. In den letzten beiden Jahren war man dort mit den Platzierungen sicher nicht zufrieden, aber mittlerweile stellen sie wieder unter Beweis, dass sie zu den Top Fünf gehören“, erklärt GWD-Manager Horst Bredemeier.

Großen Anteil am Lauf der Mannschaft von Geir Svensson hat Robert Weber. Der Österreicher auf der Rechtsaußen-Position ist mit 131 Treffern momentan Spitzenreiter der Torjägerliste, macht im Durchschnitt 7,7 Tore pro Spiel. Aber auch Keeper Dario Quenstedt zeigt sich derzeit in einer sehr guten Form. Im Ostderby gegen Berlin in der vergangenen Woche glänzte er mit etlichen Paraden und zog den Füchsen damit den Zahn. Beim SCM scheint man die richtige Mischung aus jungen und „älteren“ Spielern gefunden zu haben. Routiniers wie Michael Haas, Fabian van Olphen und Publikumsliebling Bartosz Jurecki gehören zu den erfahrenen Spielern. Die Mannschaft wird ergänzt durch viele junge Talente und somit haben die „Gladiators“ mit 25,5 Jahren einen sehr niedrigen Altersdurchschnitt.

Bei den Mindenern bleibt abzuwarten, wie sie die nächste Hiobsbotschaft verkraften können. Unter der Woche stellte sich heraus, dass die Verletzung von Miladin Kozlina aus dem Spiel gegen den THW Kiel schwerer wiegt. Mit einer Teilruptur in der Schulter fällt der Slowene sechs bis acht Wochen aus. Auf dem Spielfeld ist er nur schwer zu ersetzen, da er dem Mittelblock Stabilität gegeben und auch im Angriff für viele einfache Tore gesorgt hat. „Wir haben im Moment zwei Problempositionen. Aus dem linken Rückraum und vom Kreis werfen wir zu wenig Tore. Da fehlen uns pro Spiele sechs bis sieben Stück“, analysiert Coach Goran Perkovac die Konsequenzen aus der Verletzung von Kozlina. Ansonsten läuft die gleiche Mannschaft auf wie schon im Spiel gegen Kiel.

Bei der Auswärtsschwäche, die das Team von Trainer Goran Perkovac derzeit plagt, wird das Spiel in der GETEC-Arena sicherlich nicht einfach. „Das ist nur Kopfsache. Wir müssen auswärts einfach mal richtig gut spielen und damit eine Serie starten. Es fehlen das Selbstvertrauen und die Sicherheit“, beurteilt Perkovac die schlechten Leistungen in der Fremde. Aber er ist sich auch sicher, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der zweite Auswärtssieg eingefahren wird.

„Die letzten Ergebnisse haben gezeigt, was alles möglich ist wenn, man intensiv arbeitet und an sich glaubt“, lässt Horst Bredemeier mit Blick auf den Sieg des direkten Konkurrenten Erlangen gegen die Rhein-Neckar Löwen verlauten und gibt zu: „Das ist das erste Mal seit langem, dass ich aufgrund eines Ergebnisses zweier anderer Mannschaften Druck verspürt habe. Wir sind mittendrin im Abstiegskampf und müssen über nichts anderes mehr nachdenken. Es geht hier nicht mehr um irgendeinen Schönheitspreis, sondern einfach nur noch darum, dass wir unserem Beruf zu einhundert Prozent nachgehen.“ Auch Goran Perkovac pflichtet ihm bei: „Die anderen Mannschaften spielen über ihren Verhältnissen, also müssen wir das jetzt auch machen.“ Er zeigt sich außerdem sehr unzufrieden darüber, dass im letzten Spiel drei Zeitstrafen wegen Meckerns kassiert wurden: „Wenn uns sowas gegen Lübbecke oder Bietigheim passiert, dann kann uns das teuer zu stehen kommen.“

Die Partie gegen den SC Magdeburg ist der Auftakt zu fünf Spielen binnen zwei Wochen. Neben der Pokalaufgabe gegen Frisch Auf Göppingen am Mittwoch in der KAMPA-Halle stehen noch Spiele gegen Lübbecke, Wetzlar und Bietigheim an. Geht es nach Goran Perkovac, holt sein Team bis zum Jahresende noch ebenso viele Siege wie aus den letzten zehn Spielen und geht mit 14 Punkten in die Winterpause.

©  GWD Minden – kel

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