GWD vor der ersten Auswärtsaufgabe
Bundesliga | 29. Aug 2013

In der letzten Saison konnten die „Recken“ beide Spiele zu ihren Gunsten entscheiden. In Hannover trennten sich die Mannschaften klar mit 26:33, das 27:30 in der Mindener KAMPA-Halle war um einiges umkämpfter. Mit Platz sechs qualifizierte sich das Team von Christoph Nordmeyer erstmals in der Vereinsgeschichte für den europäischen Wettbewerb. Damit überraschten die Niedersachsen nicht nur viele Handballexperten, sondern auch ihr eigenes Umfeld. Umso größer sind nun die Erwartungen an die neue Spielzeit. So spricht Hauptsponsor Bernd Gessert (CP Pharma) zum Beispiel offen von der Champions League. Davon wollen aber weder Nordmeyer noch Recken-Geschäftsführer Benjamin Chatton etwas hören. „Wir haben eine neue Saison mit neuen Voraussetzungen. Die Mannschaften, die im letzten Jahr hinter uns platziert waren, haben viel getan und sich nachhaltig verstärkt“, versucht Chatton den Druck von seinen Schützlingen zu nehmen. Aber auch die Niedersachsen haben sich personell verändert. Sechs Abgängen, unter ihnen Toptorschütze Morten Olsen und Torhüter Nenad Puljezevic, stehen drei Neuzugänge gegenüber. Während Borut Mackovsek (RK Celje) und Vasko Sevaljevic (HC Dinamo Minsk) die Bundesliga noch nicht kennen, konnte mit Torhüter Nikolai Weber aus Wetzlar ein erfahrener Akteur verpflichtet werden. Aber vor allem der Montenegriner SevaljeviC konnte am ersten Spieltag, beim knappen Sieg in Eisenach, mit sechs Treffern überzeugen.

Knapp war auch das erste Heimspiel von GWD Minden. Gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Flensburg wusste in erster Linie die Defensive zu überzeugen. Dass es bei der 18:23-Auftaktniederlage am Angriff haperte, liegt bei der Anzahl der erzielten Treffer auf der Hand. „Wir müssen uns vorne steigern und effizienter werden. Außerdem müssen wir unser Gegenstoßverhalten besser lösen“, gibt Perkovac einen Ausblick darauf, was gegen die Recken besser klappen muss. Wieder zur Verfügung stehen ihm Christoph Steinert und vielleicht auch der zweite Neuzugang Yves Kunkel. „Mit Yves bin ich mir noch nicht sicher, das entscheiden wir am Freitag. Im Moment hat er einfach noch zu wenig mit uns trainiert“, lässt der Kroate die Kaderzusammenstellung noch ein wenig offen. Definitiv fehlen wird ihm aber weiterhin der schwedische Spielgestalter Dalibor Doder, der frühestens im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen wieder an Bord sein wird. „Damit fehlt uns natürlich Einzelqualität. Dado könnte viele Situationen alleine entscheiden“, ist sich sein Trainer sicher.

Aber auch ohne Doder ist die Chance auf zwei Punkte an der Leine durchaus gegeben. „Meiner Meinung nach war Hannover letztes Jahr stärker. Mit Olsen haben sie einen überragenden Spieler verloren. Trotzdem spielen sie schönen schnellen Handball und genau das müssen wir unterbinden, sei es die schnelle Mitte oder die Gegenstöße. Außerdem müssen wir unsere technischen Fehler reduzieren“, fasst der GWD-Trainer noch ein Mal zusammen auf was es am Samstag ankommt.

Aufgrund des Heimspiels von Hannover 96 in der anliegenden AWD-Arena kann es im Vorfeld des Handballspiels zu Parkplatzproblemen kommen. Für die Besucher des Handballspiels ist deshalb der Parkplatz an der Stammesstraße reserviert.

© GWD Minden – mat 

 

Harting Melitta Porta Möbel e.on GWD Pool
Wago EDEKA Barre Mindener Tageblatt WEZ Gufried Hummel Select HDZ-NRW Stadt Minden AS Sport