GWD vor dem „Testspiel“ bei den Rhein-Neckar Löwen
Bundesliga | 23. Dez 2013

Dann nämlich sind die Grün-Weißen bei den Rhein-Neckar Löwen zu Gast und erwarten in der SAP-Arena keine Geschenke. Der Tabellenvierte wird, vor zu Feiertagsspielen traditionell vollem Haus, seine weiße Heimweste wahren wollen. Acht Siege in acht Spielen stehen für die Mannheimer bislang auf eigenem Parkett zu Buche. Dabei bekamen gerade Mindens Tabellennachbarn aus Gummersbach (36:22) und Emsdetten (39:24) die Spielfreude der Löwen schmerzhaft zu spüren. Kein Wunder also, dass Goran Perkovac sagt: „In Mannheim ist es für jede Mannschaft eine schwere Aufgabe. Zudem haben wir auch das Hinspiel schon deutlich verloren.“ Mit 20:30 unterlagen die Dankerser am 6. September in der KAMPA-Halle.

Allerdings treten die Grün-Weißen die Fahrt in den Süden mit reichlich Schwung und Optimismus an, den sie aus dem jüngsten Heimauftritt gegen die TSV Hannover-Burgdorf ziehen. Beim 29:25-Erfolg überzeugte das Team vor allem in der Abwehr und profitierte von den starken Einzelleistungen eines Dalibor Doder und eines Jens Vortmann. Auf den Nationaltorhüter dürfte auch in Mannheim wieder Einiges an Arbeit warten, zumal sein Torhüterkollege Anders Persson nach seinem Trommelfellriss weiterhin fehlen wird. Für ihn rutscht erneut Pascal Welge in den Kader. Auch Vignir Svavarsson muss mit Rückenproblemen immer noch passen. Dritter Mann im GWD-Lazarett ist Drasko Mrvaljevic. In der Schlussphase der Partie gegen Hannover war der Halblinke mit einer Knieverletzung ausgeschieden. „Bei ihm ist eine Sehne in der Kniekehle teilweise gerissen. Damit dürfte er etwa sechs Wochen lang ausfallen“, lautet die Diagnose von Mannschaftsarzt Dr. Jörg Pöhlmann. Den Platz des Montenigriners könnte Markus Fuchs einnehmen, der in den vergangenen Wochen ein Zweitspielrecht für den ASV Hamm-Westfalen nutzte, um auf sich aufmerksam zu machen.

Hinter den Gastgebern aus Baden liegt bislang eine Saison, in der die Höhepunkte überwiegen. Am erfreulichsten mag dabei aus Sicht des Vereins der 32:30-Pokalerfolg in der Kieler Sparkassen-Arena gewesen sein, mit dem sich die Mannschaft von Gudmundur Gudmundsson den Viertelfinaleinzug sicherte. Nur drei Tage darauf ging man dann allerdings beim HSV Hamburg mit 25:38 regelrecht unter. Personell sieht es bei den Gelbhemden so gut aus, dass man Linkshänder Runar Karason im November sogar an die TSV Hannover-Burgdorf abgeben konnte. Allerdings gibt es gerade auf dessen Position im rechten Rückraum nun einen Ausfall zu beklagen: Isaias Guardiola wird wegen Schulterproblemen im letzten Heimspiel des Jahres passen müssen. 

Wenn am Sonntag das Team ohne Heimniederlage die Mannschaft ohne Auswärtserfolg empfängt, ist die Favoritenrolle scheinbar klar vergeben. Für die Gäste aus Minden ist es eine Partie, in der es nichts zu verlieren gibt. „Das ist ein guter Test, um zu sehen, was wir im Moment zu leisten im Stande sind“, ist Goran Perkovac gespannt, wie viel der guten Leistung aus den letzten Heimspielen sich in die SAP-Arena transportieren lässt.

© GWD Minden – bra 

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