GWD verliert nach der Pause den Faden
Saison 16/17 Bundesliga Spielberichte | 31. Mrz 2017

Bis zu Pause durfte GWD Minden bei der HSG Wetzlar auf etwas Zählbares hoffen. Nach dem Wechsel gingen den Grün-Weißen aber im Angriff die Alternativen aus. Am Ende behielten die Gastgeber nach dem 26:22 (10:9) beide Punkte in Hessen.

Mit einem verwandelten Siebenmeter brachte Kristian Björnsen die Gastgeber nach zwei Minuten in Führung. Doch danach lief es nicht schlecht für die Gäste aus Ostwestfalen, die immerhin die Ausfälle von Torjäger Aleksandar Svitlica (Rücken) und Spielmacher Dalibor Doder (Wade) zu verkraften hatten. Magnus Gullerud und Christoffer Rambo sorgten für die grün-weiße Führung und vor allem der Längere der beiden Norweger erwies sich in den folgenden Minuten als Torgarant. Die Treffer zum 3:2, 4:2 und 5:3 gingen ebenfalls auf das Konto des Mannes mit der Nummer 9. In der Rittal Arena wurde mit harten Bandagen gekämpft und lange nicht jeder Angriff endete mit einem Torerfolg. Ballverluste, technische Fehler und Fehlwürfe prägten das Bild auf beiden Seiten. Ein Doppelschlag des Ex-Mindeners Evars Klesniks trug dazu bei, dass sich die Hessen noch vor der Pause wieder am GWD-Team vorbeischieben konnten. Der vierte Treffer des starken Magnus Gullerud und eine Parade von Kim Sonne waren die letzten grün-weißen Highlights vor dem Wechsel.

Der zweite Durchgang begann mit Vorteilen für die Hausherren, weil die Mindener in den ersten Angriffen patzten. Erst nach dem 12:9 (33.) durch Kasper Kvist trafen auch wieder die Gäste. Von 15:14 (41.) schob sich die HSG innerhalb weniger Augenblicke auf 20:14 (48.) davon und schickte die Carstens-Sieben damit schon frühzeitig in Richtung Verliererstraße. Die Hessen erwiesen sich in dieser Phase als die abgeklärtere und effektivere Mannschaft, das GWD-Team fand vor allem im Angriff nicht mehr zu seinem Spiel. Christoffer Rambo, vor dem Wechsel noch einer der gefährlichsten seiner Mannschaft, wurde von der HSG-Deckung inzwischen vor unlösbare Probleme gestellt. Auch von den Außenpositionen gab es wenig Gefahr für das von Benjamin Buric hervorragend gehütete HSG-Tor. Beim 23:16 (51.) schien sich das Ergebnis für die Gäste in den schmerzlichen Bereich zu bewegen, doch die Dankerser bäumten sich, angetrieben vom starken Florian Freitag, noch einmal auf und verkürzten. In der Endphase fielen die Tore im Minutentakt. Ein Treffer von Sören Südmeier, der in der Rittal Arena nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte, und ein gehaltener Siebenmeter von Gerrie EIjlers setzen den Schlusspunkt.

Stimmen zum Spiel:
Frank Carstens: „Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich gut verteidigt, waren aber insgesamt im Angriff zu ausrechenbar. Ich glaube, dass hier mehr für uns drin war, aber wir haben die Chance nicht ergriffen. Das Comback von Sören Südmeier ist erfreulich gewesen. Auch mit Joakim Larsson können wir jetzt wieder planen.“

Torschützen GWD: Magnus Gullerud (6), Florian Freitag (5), Christoffer Rambo (4), Charlie Sjöstrand (2), Helge Freiman (1), Moritz Schäpsmeier (1), Sören Südmeier (1), Tim Wieling (1), ein Eigentor HSG Wetzlar.
Im Tor: Kim Sonne Hansen (1.-55. mit 5 Paraden), Gerrie Eijlers (55.-60. mit 1 Parade beim Siebenmeter).

Torschützen HSG: Philipp Weber (7/2), Kasper Kvist (4), Evars Klesniks (4), Kristian Björnsen (4/1), Stefan Cavor (3), Jannik Kohlbacher (2), Philipp Pöter (1), Anton Lindskog (1).
Im Tor: Benjamin Buric (1.-60. mit 13 Paraden).

Spielfilm: 1:2 (5.), 2:3 (10.), 3:5 (15.), 5:6 (20.), 7:7 (25.), 10:9 (30.), 12:11 (35.), 15:13 (40.), 18:14 (45.), 22:16 (50.), 25:20 (55.), 26:22 (60.).

Strafminuten: Michalczik (18.), Freitag (36.), Schäpsmeier (44.), Jernemyr (60.) – Weber (21.), Klesniks (49.).

Zuschauer: 4.358
Schiedsrichter: Marcus und Andreas Pritschow

© GWD Minden – bra

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