GWD unterliegt zum Liga-Restart dem VfL Lübeck-Schwartau
Saison 23/24 Bundesliga Spielberichte | 11. Feb 2024

In einer intensiven Partie gelingt es GWD Minden nicht über 60 Minuten eine konstante Leistung zu zeigen. Am Ende steht beim Lia-Restart eine 31:35 Niederlage auf der Anzeigetafel.

Beide Mannschaften starteten etwas ungestüm in diesen 20. Spieltag. Während nach nicht einmal drei gespielten Minuten bereits Mindens Danilo Radovic und Sveinn Johannsson mit zwei Minuten vorbestraft waren, musste auf Seite des VfL auch Carl Löfström frühzeitig zwei Minuten pausieren (3.). Die Ziercke-Sieben tat sich in der Anfangsphase zunächst schwer: Die 6:0-Deckung der Schwartauer stand kompakt und zwang die Grün-Weißen so immer wieder zu unsauberen Pässen. Defensiv verteidigten die Mindener leidenschaftlich, doch immer wieder konnte der VfL seine Überzahl ausspielen und zum Torerfolg kommen. So steht nach zehn Minuten ein knapper 4:6 Rückstand auf der Anzeigetafel. GWD Minden kämpfte sich jedoch heran und verkürzte den Rückstand durch Steals in der Abwehr. In der 15. Spielminute wechselte GWD-Coach Aaron Ziercke erstmals Amine Darmoul ein, welcher nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Der Mittelmann belebte sogleich das Angriffsspiel der Dankerser und stellte durch seine Treffer den 9:10 Anschluss her (19.). Auch in der Defensive stellte Ziercke nun um, und ließ kurzzeitig in einem offensiven 3:3 verteidigen. Kurz vor der Pause sorgte Mindens Malte Semisch mit seinen Paraden und einer zwischenzeitlichen Quote von 33% gehaltener Bälle dafür, dass seine Mannschaft dem VfL dicht auf den Fersen blieb und in der 25. Minute erstmals mit 14:13 in Führung gehen konnte. Diese hielt jedoch nicht bis zur Halbzeit, sodass es schließlich mit einem Zwischenstand von 15:16 in die Kabinen ging.

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam nun auch Gäste-Schlussmann, Paul Dreyer, gut in die Partie und konnte gleich mehrere Torchancen der Mindener vereiteln. GWD verteidigte zwar leidenschaftlich und zwang die Gäste nun häufiger ins Zeitspiel, doch offensiv stellten die Lübecker die Hausherren immer wieder vor Probleme (38.). In dieser entscheidenden Phase des Spiels gerieten die Dankerser zusätzlich aufgrund von zwei Zeitstrafen gegen Michael Schulz und Florian Kranzmann in doppelte Unterzahl (42.). Dies nutzte der VfL Lübeck-Schwartau konsequent aus und konnte sich so erstmals in diesem Spiel mit fünf Toren zum 20:25 absetzen (44.). GWD Minden kämpfte weiter, verteidigte nun extrem hoch und störte so den Spielaufbau des VfL bereits ab der Mittellinie. Trotzdem gelang es dem Team von David Röhrig häufig ihre Angriffe bis zur besten Chance durchzuspielen und so ihre Führung weiter auszubauen. In der 52. Spielminute zog Tomas Urban über Rechtsaußen zum Tor, wurde jedoch beim Absprung von Lübecks Jan-Eric Speckmann getroffen und verletzte sich am linken Knöchel. Neben einer zwei Minuten Zeitstrafe und dem folgenden Siebenmeter, zeigte das Schiedsrichtergespann Speckmann die blaue Karte. Dieser wird dem VfL dementsprechend im nächsten Spiel gegen Aue fehlen. Wenige Minuten vor Schluss gelang den Grün-Weißen noch ein 3:0-Lauf, wodurch GWD Minden noch einmal auf 30:33 an den VfL herankam (58.). Schlussendlich spielte der VfL Lübeck-Schwartau die Partie souverän zu Ende und gewann mit 31:35.

Aaron Ziercke: „Die Ruhe vom VfL ist das, was uns heute verloren gegangen ist. Wir hatten in der ersten Hälfte ein, zwei technische Fehler zu viel und gehen dann mit minus eins in die Pause. Im zweiten Durchgang haben wir dann die technischen Fehler abgestellt aber dann auch den Mut verloren richtig in die Aktionen zu gehen, was unter anderem auch dem Verlauf der Hinrunde geschuldet ist. Die Jungs sind alle gute Handballer aber wir müssen die Qualität auf die Platte bringen. Das sollte heute der letzte Denkzettel gewesen sein den wir brauchen, um jetzt den Schritt nach vorne zu machen.“

David Röhrig: „Ich bin super happy mit der heutigen Performance, vor allem da wir keine richtige Vorbereitung auf GWD hatten, da sie erst in der Winterpause den Trainer gewechselt haben. Wir wussten aber, dass Minden nach der Hinrunde nicht gefestigt sein kann und wir dementsprechend gallig, aggressiv und konzentriert sein mussten. Schließlich haben wir die Ruhe bewahrt und uns für eine tolle Leistung belohnt.“

Torschützen GWD: Florian Kranzmann (9/4), Amine Darmoul (6), Niclas Heitkamp (5/1), Bjarni Valdimarsson (4), Fynn Hermeling (2), Max Staar (2), Tomas Urban (1), Sveinn Johannsson (1), Luka Sebetic (1)

Im Tor:  Malte Semisch (mit 11 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Yahav Shamir (mit 1 Parade)

Torschützen VfL: Jan-Eric Speckmann (7/2), Einar Nickelsen (5), Finn Kretschmer (4), Niko Blaauw (4), Leon Benitez (4), Vojtech Patzel (3), Carl Löfström (3), Janik Schrader (3), Jasper Bruhn (1), Paul Skorpa (1)

Im Tor: Dennis Klockmann (mit 3 Paraden), Paul Dreyer (mit 7 Paraden, davon 1 Siebenmeter) 

Zeitstrafen: Danilo Radovic (1.), Sveinn Johannsson (3., 8.) – Carl Löfström (2.), Leon Benitez (17.),

Spielfilm: 2:4 (5.), 4:6 (10.), 7:9 (15.), 10:11 (20.), 14:13 (25.), 15:16 (30.), 17:19 (35.), 18:22 (40.), 21:27 (45.), 26:31 (50.), 27:33 (55.), 31:35 (60.)

Schiedsrichter: Adrian Kinzel & Sebastian Grobe

Zuschauer: 1.638

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