GWD traut sich gegen den HSV etwas zu
Bundesliga | 07. Apr 2014

Pokal-Aus, Scheitern in der Champions League, in der Liga Rang 4 – das dürfte kaum den Ansprüchen des Teams von der Alster genügen. Beim HSV Handball läuft es in dieser Saison nicht unbedingt rund und doch sind in der Meisterschaft noch nicht alle Messen gelesen. Drei Minuspunkte liegen die Hanseaten hinter dem Tabellenführer aus Kiel und haben damit im Saisonendspurt noch alle Trümpfe in der Hand. In Minden rechnet man darum mit einem hochmotivierten Gegner, der mit aller Macht versuchen wird, nun in der Meisterschaft das Optimale zu erreichen. „Ich gehe davon aus, dass der HSV sehr engagiert hier auftritt, denn wenn sie gegen uns verlieren, dürfte es schwer werden, noch oben anzugreifen“, lautet die Prognose von GWD-Trainer Goran Perkovac.

Immerhin sind die Hamburger in diesem Jahr in der Liga noch ungeschlagen, mussten aber ausgerechnet in eigener Halle ein Unentschieden gegen die HBW Balingen-Weilstetten hinnehmen. „Wenn Balingen in Hamburg einen Punkt holen kann, dann sollte uns das vor eigenem Publikum doch auch gelingen“, stimmt gerade dieser Ausrutscher GWD-Manager Horst Bredemeier optimistisch. Und Mindens „Mister Handball“ weiß auch, worauf es am Mittwoch ankommen wird: „Wir müssen die Abwehr in Bewegung bringen und dürfen uns im Angriff keine Fehler erlauben. Die bestraft der HSV im Stile einer Spitzenmannschaft nämlich sofort.“

An der Weser ist nach dem Auswärtserfolg in Wetzlar der Druck erheblich gewichen. Dass die Grün-Weißen nun etwas befreiter aufspielen können, sollen auch die Zuschauer am Mittwoch spüren. „Wir wollen etwas mutiger auftreten als noch gegen den THW Kiel. Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie in jedem Spiel Gas gibt. Wir haben zwar jetzt einen guten Vorsprung, aber es ist noch kein Ruhekissen. Es geht jetzt darum, die Saison positiv ausklingen zu lassen“, so Bredemeier. Allerdings haben die Mindener seit dem Wochenende ein Sorgenkind mehr. Christoph Steinert hat sich beim Länderspiel gegen Schweden eine Knieverletzung zugezogen und droht nun, für den Rest der Saison auszufallen. Da trifft es sich gut, dass Moritz Schäpsmeier nach seinem Achillessehnenriss wieder genesen ist und als weiterer Mann auf der halbrechten Position zur Verfügung stehen wird. Der Mann mit der Nummer 4 hatte bereits am Wochenende im Drittligateam der Grün-Weißen erste „Gehversuche“ unternommen und dabei drei Treffer erzielen können. Da auch Drasko Mrvaljevic weiterhin nicht zur Verfügung steht, könnte Schäpsmeier insbesondere in der Abwehr gefordert sein.

Das Zuschauerinteresse ist für ein Mittwochspiel ungewöhnlich hoch. Fast 2.500 Tickets wurden bislang verkauft, so dass man an der Weser auf eine gute Kulisse hoffen darf. Die Abendkasse öffnet um 18.00 Uhr, Anpfiff ist dann um 20.15 Uhr. Schiedsrichter der Partie sind Colin Hartmann und Stefan Schneider.

©  GWD Minden – bra

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